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Radweg Rietlandroute

Nr. des Radweges LF3

busy

 

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Höhen-Profil Radweg Rietlandroute

Erstellt am 24.10.2011,

am 17.05.2017

Strecken-Merkmale

Gesamtlänge in km

166

Gesamthöhenmeter Aufstieg

255

Durchschn. Steigung Aufstieg %

0,15

Gesamthöhenmeter Abstieg

257

GPS-Track-Daten

Informationen zu Rechten an den GPS-Track-Daten

Rechte-Inhaber

Openstreetmap and Contributors + biroto-Redaktion (biroto.eu)

Rechte-Ausprägung / Lizenz

by-sa: CREATIVE COMMONS Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen

Link zur Rechtebeschreibung

creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

gpx-Datei übernommen aus

www.openstreetmap.org/browse/relation/7041

gpx-Datei hochgeladen

durch biroto-Redaktion am 24.10.2011

Gesamtzahl Trackpoints

503

Trackpoint-Dichte per km

3

Endorte

Start

Dongeradeel, Friesland, NL (0 m NHN)

Ziel

Kampen, Overijssel, NL (-2 m NHN)

Fahrradfreundliche Unterkünfte, Sehenswertes und Infrastruktur

Name u. Anschrift

Breite / Länge

Tel.
Fax.
Mobile

Art d. Unterkunft

Strecken-km
km zur Strecke
Höhe über NHN

Radlerfreundlichkeit

 

28 km
0,2 km
251 m

 

NL-8911 Leeuwarden

 

Hotel

 

28 km
0,3 km
3 m

 

NL-8911 AZ Leeuwarden

 

Touristen Information

 

166 km
0,5 km
-10 m

NL-8261BZ Kampen

 

Historische(s) Gebäude

Kampen, with Bovenkerk and Koornmarktspoort
Kampen, Cellebroederspoort
Kampen, De Nieuwe Toren
Kampen, Oudestraat

Kampen ist eine Stadt in der Provinz Overijssel. Die alte Hansestadt am Unterlauf der IJssel zählt 32.800 Einwohner und liegt im streng-reformierten "Bibel-Gürtel".

Hintergrund

Um 1150 gab es bereits eine Ansiedlung an der Stelle des heutigen Kampen, das 1236 Stadtrechte erhielt. Die günstige Lage an der stark befahrenen Handelsroute zwischen Zuiderzee und Rhein führte dazu, dass sich Kampen schnell entwickelte und zu einer wohlhabenden Stadt wuchs, die zu den mächtigsten und tonangebender Städten Nordwesteuropas gehörte. Mit dem Versanden der IJssel ab 1430 wurde dem Aufstieg allerdings ein langsames Ende gesetzt. Das über lange Zeit unabhängige Kampen trat 1441 formell der Hanse bei. Auch innerhalb der Hanse besaß die Stadt viel Gewicht und konnte 1448 gegen den Widerstand der unterhalb an der IJssel gelegenen Städte den Bau einer Brücke durchsetzen. Zwischen 1571 und 1578 wechselte Kampen mehrfach die Seiten zwischen Spanien und der niederländischen Republik. Der Französisch-Niederländische Krieg (1672-1679) war das definitive Aus für Kampen. Erst im 19. Jhdt. machte die Stadt wieder von sich reden. Der versandete Ausgang der IJssel ins IJsselmeer wurde ab 1839 mit Streckdämmen freigemacht. Gepflasterte Straßen verbanden ab 1828 die Stadt mit den Umland. 1844 wurde eine Dampfschiffslinie nach Hamburg, 1847 eine nach Hull eröffnet. Im 19. Jhdt. entwickelte sich Kampen zu einem Schwerpunkt der Zigarrenindustrie, die hier vornehmlich in Heimarbeit produziert wurde. Um 1880 war fast die Hälfte der Kampener Bevölkerung in der Zigarrenindustrie beschäftigt. Gesetzesänderungen und das Aufkommen der Zigarette in den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts führten zum fast völligen Verschwinden dieses Industriezweigs - nur die monumentale Fabrik De Olifant zeugt noch davon.

Kampen ist anders. Das fällt arglosen Besuchern vor allem sonntags auf, wenn die Stadt verriegelt und verrammelt ist, nur aus den Kirchen ertönt tiefer Gesang. Die Stadt liegt inmitten des "Bibelgürtels" und ist ein Hort des Calvinismus. Sie hat drei theologische Universitäten, eine Mehrheit calvinistischer Parteien im Stadtrat und vor allem diese halten an der Heiligung des Sonntags fest. Wer sich also in Kampen außerhalb reformierter Gebetshäuser vergnügen möchte, sollte dies nicht am Sonntag tun.

Sehenswürdigkeiten

Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel
  • Boven- oder Sint Nicolaaskerk, Koornmarkt 28. Tel.: +31 38 3325761. Hoch über dem IJsselufer ragt eine der ältesten Kirchen Kampens hinaus. Das Kirchengebäude stammt aus dem 12. Jh. und wurde des öfteren erweitert und geändert. Im 17. Jh. ist der Turm fast eingestürzt. In den Jahren 1957-1972 wurde die Kirche intensiv restauriert.
  • Broederkerk9, Broederstraat 16. Tel.: +31 38 3313608. Das Kirchengebäude gehörte ursprünglich zum Kloster der Franziskaner oder Minoriten (Minderbrüder). Schon im 14. Jh. wird es erwähnt. 1578 wurde die Kirche, nachdem die Stadt geplündert wurde, teilweise zerstört. Die Klostergebäude kamen ab 1627 in die Hände der reformierten Kirche.
  • Buiten- oder Onze Lieve Vrouwekerk, Buiten Nieuwstraat 101. Diese Kirche wurde im 14. Jh. in einem ursprünglich außerhalb der Stadtmauer gelegenen Viertel erbaut. Der Turm wurde als letztes im Jahre 1453 errichtet. Bis um 1580 wurde die Kirche von den Katholiken genutzt, danach für den reformierten Ehrendienst eingerichtet.1609 stürzte der oberste Teil des Turms ein und wurde danach nie wieder in alter Form hergestellt. Gegen Ende des 18. Jh. wurde das Gebäude kaum noch genutzt, weshalb es verfiel. Um 1800 wurde es von den verschiedenen Armeen gar als Pferdestall genutzt. Louis Napoleon, der französische König von Holland, stellte 1809 die alte Buitenkerk den Kamper Katholiken zur Verfügung, denen es - teilweise mit Hilfe neogotischer Ergänzungen - den Verfall rückgängig zu machen. Noch heute ist die Kirche eine "römische Insel" im protestantischen Meer.
  • Lutherse kerk, Burgwal 85. Tel.: +31 38 3323917. Die Evangelisch-Lutherische Kirche (1840) erinnert mit ihren mächtigen Säulen an einen griechischen Tempel. Wegen des Schwans auf ihrer Spitze wird sie auch Zwaantjeskerk ("Schwänchenkirche") genannt.
  • Doopsgezinde kerk, Broederweg. Die Mennonistische Kirche war ursprünglich die Kapelle des St. Annaklosters aus dem 15. Jh. Die Kirche wurde 1846-1847 einschneidend umgebaut. Dabei wurden die ursprünglichen Fenster entfernt.
  • Ehem. Synagoge, IJsselkade 33. Die Synagoge ist eines der schönsten Gebäude an IJsselufer. Gebaut wurde sie 1847, als die jüdische Glaubensgemeinschaft in Kampen rund 500 Mitglieder zählte. Bis 1942 wurde sie als Lehrhaus der Juden genutzt. Die Tür am IJsselufer wurde nie genutzt, sie ist eine Scheintür. An der anderen Seite dieser Tür stand die Heilige Arche. 1930 gab es nur noch 68 Juden in Kampen. Und nach dem Krieg war die jüdische Gemeinschaft so gut wie ausgerottet. Das Gebäude verfiel. Inzwischen ist es restauriert und wird jetzt als städtischer Ausstellungssaal verwendet. Der runde Stein an der Vorderseite erinnert an die frühere Funktion und die Schrecken des Zweiten Weltkriegs.
Bauwerke
  • Oude en Nieuwe Raadhuis, Oudestraat 133. Tel.: +31 38 3317361. Das alte Rathaus besteht aus zwei von einander getrennten Gebäuden: dem Alten und dem Neuen Rathaus. Der älteste Teil, das Oude Raadhuis, erbaut in den Jahren 1345-1350, wa seit Alters her der Sitz der Stadtregierung. Der größte Teil dieses Rathauses wurde nach einem verwüstenden Brand 1545 neu gebaut.In diesem Teil des Gebäudes befindet sich der berühmte Schöffensaal aus dem 14. Jh. Im Neuen Rathaus befindet sich seit einigen Jahren das Historische Museum Kampen.
  • Nieuwe Toren, Oudestraat 146. Tel.: +31 38 331736. Der "Neue Turm" war nie ein Kirchturm, sondern stand immer für sich als Symbol des städtischen Reichtums. Das Glockenspiel stammt von dem bekannten Glockengießer François Hemony. 1993 wurde es restauriert und ergänzt. Geöffnet: Mai – Mitte September Mi, Sa 14.00 – 17.00 Uhr. 1.7. – Mitte August Mi, Fr, Sa 14.00 – 17.00 Uhr. Bei Regen geschlossen. Preis: Erwachsene € 1,00; Kinder (-13) gratis.
  • Latijnse school, Buiten Nieuwstraat 4. Kampen besaß schon im 14. Jh. eine Lateinschule, die sich seit 1650 in diesem Gebäude befindet. Jungen wurden hier in den artes liberales, den freien Künsten unterrichtet, Fächern wie Grammatik, Rhetorik, Geometrie, Astronomie und segr viel Bibelstudien, natürlich auf Latein.
  • Gotisches Haus, Oudestraat 158. Tel.: +31 38 3332294. Das vordere Gebäude ist ein Kaufmannshaus von 1500, in dem sich bis vor einem Jh. ein Krämer- und Gewürzhandel befand.
  • Kleinstes Haus von Kampen, Burgwal 98. Tel.: +31 38 3313500. Einst wohnte in dieser Zwei-Zimmere-Wohnung eine Familie mit einer Schar von Kindern. Es ist heute mit Gegenständen aus Großmutters Zeit eingerichtet. Die Gasse war früher eine Verbindung zwischen der IJssel und der Stadtgracht De Burgel. Die Nische im Untergeschoss musste den Schiffen freie Bajn geben. Geöffnet: auf Absprache. Preis: Der Eintritt ist frei.
  • Bethlehemsvergadering, Buiten Nieuwstraat 62. Kampen besaß früher 25 vergaderingen, Wohltätigkeits-Höfe für alte Leute. Die Bethlehemsvergadering von 1630 ist als einzige erhalten.
  • 't Oude Vleyshuis, Oudestraat 119-121. In der Hansestadt wurde hier das Fleisch geprüft und verhandelt. Gegenüber findet heute der Plantagemarkt statt.
  • Broederpoort, Tweede Ebbingestraat 50. Wie auch die Broederkerk ist dieses Stadttor nach den Franziskanern benannt. Das Tor wurde 1465 bei der Statdterweiterung gebaut 1615 wurde es im Renaissancestil umgebaut.
  • Tabakfabrik "De Olifant", Voorstraat 191-103. Tel.: +31 38 3312155. Die Zigarrenfabrik organisiert Führungen in dem aus zwei Lagerhäusern bestehenden Gebäude mit Zigarrenmaschinen aus der Vorkriegszeit. Wer die Zigarren kaufen will, kann dies in der Oudestraat in einem prächtigen Laden tun.
  • Cellebroederspoort, Tweede Ebbingestraat. Neben der Cellebroederspoort und der Broederpoort hatte Kampen früher noch drei weitere Stadttore an dieser Seite der Stadt. Dieses Tor wurde nach dem Kloster der Alexianer benannt, die auch als "Celliten" oder "Arme Brüder" bekannt waren und sich der Versorgung von Kranken, vor allem von Pestkranken, widmeten.
  • Koornmarktspoort, Koornmarkt 1. Dies ist das älteste Stadttor Kampens. Das Tor aus dem 14. Jh. diente lange Zeit als Gefängnis und Behausung für Soldaten. Geöffnet: Di – Sa 11.00 – 17.00 Uhr. 25.12., Ostermontag und Pfingstmontag geschlossen. An übrigen Feiertagen 13.00 – 17.00 Uhr. Preis: Eintritt: Erwachsene € 1,00; Kinder (-13) gratis, MJK.
Mühlen
  • Rossmühle, Oudestraat 158. Tel.: +31 38 3317361. Hinter dem gotischen Haus findet sich diese teils aus dem 17. Jh. stammende Rossmühle, in der einst ein Pferd seine Runden drehte und Buchweizen zu Grieß oder Mehl mahlte. Geöffnet: Di – Sa.
  • Mühle d’Olde Zwarver, IJsseldijk 94. Tel.: +31 38 3329510. Achteckiger Galrieholländer. Diese Kornmühle von 1842 ist die einzige in Kampen erhalten gebliebene Windmühle (einst waren es acht). 1952 wurde die Mühle als erste in den Niederlanden 500 m weiter an ihre heutige Stelle transloziert. Die Mühle ist in Betrieb und kann Sa 9.00 – 12.00 Uhr besichtigt werden. Preis: Erwachsene € 0,50, Kinder € 0,30.
Museen
  • Stedelijk Museum Kampen, Oudestraat 138. Tel.: +31 38 3317361. Das Museum behandelt die Themenschwerpunkte Wasser, Religion, mittelalterliche Rechtordnung (im alten Schoffensaal) und das Haus von Oranien. Geöffnet: Di – Sa 10.00 – 17.00 Uhr, So + Feiertage 13.00 – 17.00 Uhr. An den Weihnachtsfeiertagen und 1.1. geschlossen. Preis: Erwachsene € 5,00: Kinder (12-18), Senioren (65+), Studenten € 3,00: Kinder (-12), MJK gratis.
  • Kamper Tabakmuseum, Botermarkt 3. Tel.: +31 38 3325353. Das Museum zeigt unter anderem, wie Zigarren mit der Hand hergestellt wurden.
  • Ikonenmuseum, Buiten Nieuwstraat 2. Tel.: +31 38 3858483. Das von der Alexander-Stiftung betreute Museum stellt aus eigener Sammlung Holzikonen, bronzene Reiseikonen und Kreuze aus dem 15. - 19. Jh. aus. Die Sammlung besteht vor allem aus russischen Ikonen, aber auch Ikonen aus Griechenland, Bulgarien, Rumänien und Äthiopien sind ausgestellt. Geöffnet: Di – Mi 13.00 – 17.00 Uhr, Do – Sa 10.00 – 17.00 Uhr. Geschlossen: 1.1., 30.4., Himmelfahrt, 25.12, 26.12, 31.12. Preis: Eintritt: Erwachsene € 6,00; Kinder (-12) gratis.
Stadtviertel
  • Keizerskwartier. Viertel um die Keizerstraat, zwischen Oudestraat und Burgwal im Norden der Innenstadt. Traditionelles Wohnviertel von Bauern, Fischern und Handwerkern. Die einst verfallenen Häuschen wurden in den letzten Jahren sorgfältig wiederhergestellt. Zusammen mit dem wieder neu ausgegrabenen Außenhafen sieht alles sehr proper aus.
Verschiedenes

  • Kamper Hansekogge, Havenweg 7. Tel.: +31 38 3319515. Zwischen 1994 und 1998 wurde in Kampen eine mittelalterliche Hansekogge nachgebaut. Anleitung und Vorbild war ein auf dem Boden des IJsselmeers gefundenes Wrack. Diese kleinen Schiffchen aus dem 15. Jh. waren einst der Stolz der Hansestädte. Die Kamper Kogge ist seetüchtig und unternahm 2004 eine traditionelle Ommelandvaart um Dänemark in die Ostsee. Auch ist sie gern gesehener Gast auf vielen Segel-Events. Wer die Koggewerft besichtigen will, muss sich über die Homepage anmelden. Preis: Eintritt: € 3,00 pro Person.

Informationen zu Urheber-Rechten

Rechte-Ausprägung / Lizenz

by-sa: CREATIVE COMMONS Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen

Link zur Rechtebeschreibung

creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

Text(e) übernommen von:

Wikivoyage-Bearbeiter, 'Kampen (Niederlande)', Wikivoyage, Freie Reiseinformationen rund um die Welt, 24. Dezember 2017, 16:42 UTC, https://de.wikivoyage.org/w/index.php?title=Kampen_(Niederlande)&oldid=1067012 [abgerufen am 6. April 2019]

übernommen / bearbeitet am

06.04.2019

übernommen / bearbeitet durch

biroto-Redaktion


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