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Bamberg Altstadt

Sehenswürdigkeiten

Erstellt am 20.05.2021,

zuletzt geändert von »biroto-Redaktion« am 26.05.2021

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Art der Sehenswürdigkeit

Historisches Ortsbild / Weltkulturerbe

 
 

Name u. Anschrift

Bamberg Altstadt

DE-96047 Bamberg

GEO-Koordinaten

49.891500 10.886900

Kommunikation

Blick auf die Alststadt von Bamberg
Blick auf die Alststadt von Bamberg
Bamberg, Dom
Bamberg, Dom
Bamberg, Altes Rathaus
Bamberg, Altes Rathaus
Bamberg, Dominikanerstraße
Bamberg, Dominikanerstraße

Bamberg ist eine Universitätsstadt in Oberfranken, Bayern. Der historische Stadtkern gehört seit 1993 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Im Jahre 2012 war Bamberg Ausrichter der bayerischen Landesgartenschau.

Hintergrund

Bamberg liegt an einem nordöstlichen Ausläufer des Steigerwalds nahe der Mündung der Regnitz in den Main am Ende des Obermainlandes. Die Stadt wurde auf sieben Hügeln erbaut, die Städteplaner des Mittelalters stellten Bamberg als ein deutsches Rom dar. Die Hügel der Siebenhügelstadt sind der Domberg (ältester besiedelte Hügel), der Michelsberg mit dem Kloster, der Kaulberg mit der Oberen Pfarre, der Stefansberg mit St. Stephan, der Jakobsberg mit St. Jakob, die Altenburg und der unbebaute Abtsberg.

Geschichte

Urkundlich belegt ist das Castrum Babenberch auf dem heutigen Domberg seit 902. Einen ersten Dom gab es seit 1007.

Zunächst steht Bamberg unter starkem Einfluss von Kaiser, Fürstbischöfen und Klerus hoch auf dem Domberg, aber dann gewinnen auch die Bürger in ihrer an der Regnitz und zu Füßen des Dombergs gelegenen Siedlung am „Sand“ (heute das Zentrum der Altstadt) mit wirtschaftlicher Stärke und Finanzkraft zunehmend an Bedeutung für die Stadtgeschichte. Die Gärtnerei (der Anbau von Gemüse und Samen der Süßholzwurzel) ist lange Zeit der wichtigste Wirtschaftszweig. Das Glycyrrhizin in der Wurzel hat eine 150 mal stärkere Süßkraft als Zucker, es wird heute noch in der Herstellung von Lakritze eingesetzt. Der Anbau von Süßholz ist in Bamberg für 1536 belegt, im 16. und 17. Jahrhundert wurden jährlich 200 bis 300 Zentner geerntet.

Von ehemals 400 Gärtnereibetrieben sind noch zwanzig verblieben und Gemüse wird auch in Bambergs Gegenwart angebaut, der Spitzname der "Bambärcher" (Bamberger) ist der als "Dswiebldreedä" für das Zwiebeltreten: In den Bamberger Sandböden gedeihen auch die Speisezwiebeln besonders prächtig, zur gegebenen Zeit werden seit altersher die jungen Zwiebeltriebe umgetreten, um damit das Knollenwachstum zu fördern.

Für die wirtschaftliche Bedeutung der Stadtbürger im Mittelalter kommen dann noch die vielen Bierbrauereien hinzu, die ältesten führen ihre Geschichte bis in das 13. und 14. Jahrhundert zurück. Erhalten sind heute noch neun völlig eigenständige Brauereigaststätten, sie produzieren vierzig unterschiedliche Biersorten. Bamberger und Kulmbacher Wikivoyage Icon streiten sich um den Titel der „Bierhauptstadt“ in Deutschland. Die Diskussion ist aus Bamberger Sicht für Bamberg entschieden.

Eine der jüngsten Episoden in Bambergs langer Geschichte ist die als offizieller Sitz der Regierung des Freistaats Bayern: Kurt Eisner hatte nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in München die Rätepublik ausgerufen und war am 21. Februar 1919 ermordet worden. Sein Nachfolger, der am 17. März zum bayerischen Ministerpräsident gewählte Sozialist Johann Hoffmann, flüchtete am 7. April mitsamt seinem Kabinett und dem Landtag aus dem revolutionären und unsicheren München nach Bamberg und verlegte am Folgetag auch offiziell den Sitz der bayerischen Regierung nach Bamberg. Der bayerische Landtag tagte im Harmoniesaal am Schillerplatz, Arbeitsraum des bayerischen Ministerpräsidenten war das Arbeitszimmer des Bamberger Oberbürgermeisters. Am 24. Mai legte das Kabinett dem Landtag einen Verfassungsentwurf vor, der als Bamberger Verfassung Wikipedia Icon in die Geschichtsbücher einging und am 12. August 1919 vom bayerischen Landtag in Bamberg verabschiedet wurde. Das Werk war die erste demokratische Verfassung für Bayern. Am 17. August kehrte dann die bayerische Regierung mit dem Landtag nach München zurück.

Bamberg wurde im Zweiten Weltkrieg von Bombenangriffen weitgehend verschont. Die Bamberger Altstadt gilt als eines der größten weitgehend erhaltenen Altstadtensembles Deutschlands.

1993 wurde der 142 Hektar große Kernbereich der Innenstadt mit seinen ca. 1.200 Baudenkmälen, bestehend aus der Bergstadt, der Inselstadt und der Gärtnerstadt in die Weltkulturerbeliste aufgenommen. In der Begründung wird die Modellhaftigkeit angeführt, die "in einzigartiger Weise die auf frühmittelalterlicher Grundstruktur entwickelte mitteleuropäische Stadt" repräsentiert. Weiter heißt es: "Die zahlreichen Monumentalbauten aus dem 11. bis 18. Jh. - eine Synthese aus mittelalterlichen Kirchen und barocken Bürgerhäusern sowie Palästen - bleiben architekturgeschichtliche Momente lebendig, die das gesamte Europa betrafen. Die Baukunst in Bamberg wirkte über Mitteldeutschland bis nach Ungarn und zeigt enge Verbindungen zu Böhmen in der Barockzeit."

Sehenswürdigkeiten

Die Bamberger Innenstadt ist vom Zweiten Weltkrieg weitestgehend unversehrt geblieben, weniger als 5 % seiner Gebäude erlitten größere Schäden; der Rest ist noch im Originalzustand und über 1000 Häuser stehen unter Denkmalschutz. Ein Großteil davon ist auch Teil des Weltkulturerbes

Kirchen
  • Bamberger Dom

    Der Bamberger Dom Wikipedia Icon am Domplatz ist das Wahrzeichen Bambergs. Der Dom beherbergt den Bamberger Reiter, das steinerne Abbild eines unbekannten Mannes auf seinem Pferd, vermutlich Stephan I. von Ungarn, sowie das Grab Kaiser Heinrichs II. und seiner Frau Kunigunde Wikipedia Icon. Auch das Grabmal Klemens II. befindet sich im Bamberger Dom. Ab 9:00 Uhr geöffnet.

    Zur Geschichte des Doms Wikipedia Icon

    Sehenswürdigkeiten im Dominneren

    • Das Kaisergrabmal für den heiliggesprochenen Domstifter und Bistumsgründer Kaiser Heinrich II. (973 / 978 bis 1024) und Kaiserin Kunigunde (um 980 bis 1033) gilt als das Zentrum des Doms. Es wurde von dem Würzburger Bildhauer Tilman Riemenschneider (um 1460-1531, einer der bedeutendsten Künstler seiner Zeit) aus poliertem Solnhofener Kalkstein im Zeitraum um 1499 bis 1513 geschaffen; die Reliquien des Kaiserpaares waren zuvor in getrennten Grablegen bzw. Reliquienschreinen bestattet gewesen. Wegen des Reliquienkults im Mittelalter sind vom Kaiser nur noch ein Unterkieferknochen sowie Gewänderreste und von der Kaiserin einige Rippen in dem Grabmal enthalten.
      Die Deckplatte zeigt Heinrich (in Amtstracht) und Kunigunde, die Seitereliefs schildern Begebenheiten aus dem Leben der Heiligen und Legenden zu ihrer Wunderwirkung.
      Riemenschneider erhielt damals 307 Gulden für seine Arbeit, das Kaisergrabmal ist damit sein höchstbezahltes Werk. An seiner heutigen Stelle am östlichen Ende des Mittelschiffs befindet sich das Kaisergrabmal erst seit 1971, zuvor befand es sich in der Mitte des Kirchenschiffes und auch an verschiedenen anderen Stellen.
    • Der Ostchor, im Stil der späten Romanik (Rundbögen), geweiht dem heiligen Georg, mit dem Chorgestühl aus dem frühen 14. Jahrhundert.
    • Die Ostkrypta (unter dem Ostchor), als dreischiffige Hallenkrypta.
      Zwei der Kapitelle und die Westwand stammen noch vom Heinrichsdom aus dem 12. Jahrhundert. In der Krypta befinden sich die Gräber des Bischofs Gunther von Bamberg und des Königs Konrad III. und ein Taufbrunnen;
    • Bamberger Reiter Wikipedia Icon, eines der bedeutendsten mittelalterlichen Kunstwerke des Abendlandes.
      Geschaffen um das Jahr 1230 als lebensgroßes Reiterstandbild aus 10 einzelnen Teilen in „Schilfsandstein“ während der Phase der „jüngeren Bildhauerschule“ (1225-1229) des Bamberger Doms durch einen unbekannten Meister. Neue Untersuchungen (Fugenmaterial) zeigen, dass die Figur seit ihrer Schaffung (noch vor der Kirchenweihe 1237) unverändert an dem ursprünglich für sie vorgesehenen Platz steht.
      Die moderne Wissenschaft deutet den Reiter als „Stephan von Ungarn“. Als Indizien hierfür gelten die Königskrone (die Figur ist also kein Kaiser, wie z.B. der Bistumsgründer Heinrich II. oder Konstantin) und die exakte Blickrichtung in die Mitte des ehemaligen Heinrichdoms, die archäologisch belegte kaiserliche Grabstätte der heiligen Heinrich und Kunigunde, zu der die Figur einen Bezug gehabt haben muss. König Stephan I. von Ungarn (um 975-1024) war mit Kaiser Heinrich verschwägert. Der König von Ungarn hatte außerdem dem Hausherrn des Bamberger Bistums (1203-1237), Ekbert von Andechs-Meran, nach dem durch den bayerischen Pfalzgrafen Otto VII. von Wittelsbach an König Phillip von Schwaben in der Alten Hofhaltung verübten Königsmord „politisches Asyl“ in Ungarn gewährt, war daher in Bamberg äußerst beliebt und wurde bis ins 18. Jahrhundert im Bamberger Dom als Heiliger religiös verehrt.
      Die Figur war ursprünglich bemalt: ein weißes Pferd, möglicherweise ein Apfelschimmel und der Reiter in purpurnem Mantel waren königliche Attribute. Das Haar war, entgegen der Deutung der Nazis, nicht blond, sondern dunkel oder schwarz gefärbt. Die heutige farblose Version entstand während der Purifizierung durch Ludwig I. im 19. Jahrhundert.
    • Die Orgel ist seit 1976 der Ersatz für die altersschwache Vorgängerin, akustisch günstig in exponierter Lage hoch oben im „Schwalbennest“ in der Nordwand des Langhauses.
      Die erste Domorgel wird für das Jahr 1415 angenommen. Ein erster schriftlicher Beleg im Jahre 1475 für „das grosse Werck im Stifft Bamberg“ durch den Orgelmacher Conrad Rotenburger aus Nürnberg ist gesichert. Eine Erneuerung und Renovierung des gesamten Orgelprospekts fand dann 1609 durch Frater Arnold Flander aus Mainz statt. Erneute Restaurationsphase war das Jahr 1689. 1868 wurde bei dem Bamberger Orgelbauer Josef Wiedemann eine neue Orgel in Auftrag gegeben, die aber schon fünf Jahre später wieder umgebaut werden musste und dann bis 1940 im Dom verblieb.
      Heute veranstaltet die Bamberger Dom-Musik wöchentliche Orgelkonzerte im Dom, in der Zeit von Anfang Mai bis Ende Oktober jeweils samstags von 12.00 bis 12.30 Uhr.
    • Bischofsgrablege: neu eingerichtet in der wieder freigelegten Westkrypta nach einer Planung des Architekten Freiherr v. Branca.
  • Kloster Michelsberg

    St. Michael. Wikipedia Icon. Ehemalige Benediktinerabteikirche mit romanischem Grundriss, gotischem Aufbau und barocker Ausgestaltung, eines der Wahrzeichen Bambergs.
    Vermutlich in das Jahr 1015, acht Jahre nach der Bistumsgründung, datiert sich die Neugründung und der Baubeginn der Benediktinerabtei auf dem Michaelsberg, einem Ausläufer des Steigerwalds in landschaftsbeherrschender Position noch über dem Domberg. Im Jahre 1117 erfolgt der Neubau der durch ein Erdbeben leicht beschädigten Vorgängeranlage der Abtei durch Bischof Otto den Heiligen, dessen Grab sich im Chor der Kirche befindet. Die Kircheneinweihung erfolgte im September 1121.
    Wirtschaftliche Bedeutung hatte die Abtei bereits im 12. Jahrhundert als reichstes Kloster des Bistums mit Grundbesitz in 441 Ortschaften. Als die Hussiten 1430 auf Bamberg vorrückten, flüchteten Bürger, Adlige und Kirchenmänner aus Bamberg nach Forchheim. Die verbliebenen Handwerker, Bauern und Tagelöhner öffneten erst die Weinkeller und plünderten anschließend Bürgerhäuser, Klöster und Kirchengüter. Mit dem Vertrag von Zwernitz im Februar 1430 verhinderten der Bischof von Bamberg und der Rat der Stadt gegen die Zahlung von 12.000 Gulden den Vormarsch der Hussiten auf Bamberg.
    Reformen führten zu neuer Blüte und weiterer Bautätigkeit. Im Jahre 1610 zerstörte ein verheerender Brand sämtliche Klosterdächer und das Kirchenlanghaus. Der Neubau erfolgte unmittelbar anschließend. Im durch Lazaro Agostino neu überwölbten Langhaus entstand die Gewölbemalerei des „Himmelsgarten“. Im Jahre 1617 wurde die Kirche wieder eingeweiht.
    Im Zeitraum von 1697 bis 1743 blühte die Wirtschaft wieder auf. Die Mitglieder der Familie Dientzenhofer sorgten dafür, dass die Kirche und die Klosteranlage komplett umgebaut wurden. Aus dieser Zeit stammt das heutige barocke Erscheinen.
    Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts erlebte das Kloster im Siebenjährigen Krieg einen erneuten Niedergang, der schließlich in der Säkularisation mit die Klosterauflösung im Jahre 1803 seinen Abschluss fand. Die Anlage beherbergt seitdem das Bürgerspital (Altenheim) der Stadt Bamberg.

    Bedeutende Sehenswürdigkeiten im Kircheninneren sind:

    • Der Himmelsgarten, die Gewölbebemalung des Kirchenlanghauses als Herbarium mit genau 578 verschiedenen Heil- und Zierpflanzen (Maler unbekannt);
    • Die Kanzel aus dem Jahre 1751/1752 im Rokoko-Stil;
    • Die sechs Pfeileraltäre am Ende des Langhauses;
    • Die zehn Grabdenkmäler der Bamberger Fürstbischöfe an den Seiten des Langhauses;
    • Das Chorgestühl von 1730 in einer aufwändigen Nussbaumschnitzerei;
    • Das Ottograb aus dem 15. Jahrhundert, mit Durchschlupf für die Pilger;
    • Die Heilig-Grab-Kapelle, auch Totentanzkapelle, mit dem plastisch gestalteten Grab Christi.

    Im Weiteren umfasst die Klosteranlage die barocken Wirtschaftsgebäude um den Klosterhof, in der heute eine Gartenanlage, ein Café/Restaurant sowie das Brauereimuseum untergebracht sind und die zur Stadt hin abfallenden Terrassengärten. Erwähnenswert ist das Kloster auch als Filmkulisse der TV-Serie „Pfarrer Braun - Braun unter Verdacht“ mit Ottfried Fischer, erstmals ausgestrahlt im April 2007.

    Wegen großer statischer Probleme und laufender Sicherungsarbeiten ist das Kircheninnere für einige Jahre nicht zugänglich. Der Zeitpunkt einer Wiederöffnung ist derzeit (2019) noch unbekannt.

  • Pfarrkirche Unsere Liebe Frau

    Volkstümlich auch die „Obere Pfarre“ genannt. Die Pfarrkirche Unsere Liebe Frau Wikipedia Icon ist die einzige rein gotische Kirche Bambergs, ausgeführt als dreischiffige Pfeilerbasilika mit Umgangschor und gilt in ihrer kunsthistorischen Bedeutung für Bamberg mit dem Dom oder dem Michelsberg vergleichbar.

    Das Kirchengebäude ist der Nachfolgebau einer vermuteten Marienkapelle aus dem 9. Jahrhundert am Steilabhang des Kaulberges. Der Baubeginn des Langschiffes der heutigen Kirche lässt sich nach einer Bauschrift an der Traufe des nördlichen Seitenschiffs auf den 16. Juni 1338 datieren, die Einweihung der Kirche erfolgte im Jahre 1387. Der Baubeginn des Hochchors erfolgte im Jahre 1392 und wurde 1421 vollendet. Mit dem Turm wurde 1535 der Kirchenbau abgeschlossen. Die für die Kirche charakteristische „ungotische“ Bekrönung des Turms war von Anfang an als die Wohnung des Türmers geplant, der über die Stadt zu wachen hatte. Ab 1711 wurde das Kircheninnere unter anderem durch ein eingezogenes Lattengewölbe und durch Dekoration der Mittelschiffe von Langhaus und Chor barockisiert.

    Sehenswürdigkeiten sind (unter vielen Anderen):

    • Das Brautportal am nördlichen Seitenschiff, an dem früher die Hochzeiten außerhalb der Kirche abgehalten wurden, mit den fünf klugen und den fünf törichten Jungfrauen unter Baldachinen an den Seiten.
    • Der Hochaltar von 1714 mit einem Gnadenbild der Muttergottes aus dem frühen 14. Jahrhundert;
    • Ein Gemälde mit der Darstellung von Mariä Himmelfahrt von Tintoretto
    • Das Deckengemälde im Langhaus aus der Mitte des 16. Jahrhunderts mit dem Thema der Himmelfahrt Mariens;
    • Das Taufbecken mit den Reliefs der Taufe Christi;
    • An der Westfront ein Ölberg mit Sandsteinfiguren aus dem Jahre 1502;
    • Die Seitenaltäre im Kirchenschiff und im Chorumgang;

    Öffnungszeiten: Mo, Di: 8.30-12.00; 14.00-17.15; Mi.: geschlossen; Do: 8.30-12.00, 16.00-18.30; Fr: 8.30 - 12.00; Der Zugang zur Kirche ist frei, ein kleiner Kirchenführer kann vor Ort erworben werden.

  • Jakobskirche

    Die Jakobskirche Wikipedia Icon ist im Kern die älteste erhaltene Kirche Bambergs, eine Säulenbasilika mit romanischem Innenraum. Baubeginn ist das Jahr 1070, architektonisch mit zwei Chören nach dem Vorbild des benachbarten Heinrichsdoms gestaltet (in der Urform 1081 ausgebrannt). Die Kirchenweihe fand 1109 statt. Die Kirche des ehemaligen Chorherrenstifts St. Jakob lag ursprünglich außerhalb der Dombefestigungen an der Pilgerstraße nach Santiago de Compostela. Weitere Bauphasen waren die Erneuerung des Westchors um 1400 im Stil der Gotik, die vorgeblendete Barockfassade im Jahre 1771 (Johann Michael Fischer, Figur des Hl. Jakob von Ferdinand Tietz), und von 1866-1882 eine Renovierung und Reromanisierung.

    Sehenswürdigkeiten im Kircheninneren sind:

    • Neugotischer Hochaltar aus dem 19.Jahrhundert mit einer Muttergottes aus dem Jahre 1430;
    • gotische Wandmalereien;
    • barockes Vierungsgewölbe;
    • Originalfigur der heiligen Kunigunde von der „unteren Brücke“

    Öffnungszeiten: tägl. 9.00-16.00 Uhr, Besichtigung nur außerhalb der Gottesdienste;

    Jakobsplatz, nur wenige Meter westlich oberhalb des Dombergs.

  • St. Getreu Wikipedia Icon , barocke Benediktinerpropsteikirche aus dem 17. Jahrhundert.
    St. Getreu wurde 1123/ 1124 als Frauenkloster gegründet, jedoch schon bald an das nahe Benediktinerkloster Michelsberg übergeben. Im späten Mittelalter entwickelte sich St. Getreu zum Doppelheiligtum mit Kapellen der heiligen Fides und der Gottesmutter.
    Der Neubau des Langhauses der heutigen Kirche wurde 1660 geweiht. Im 18. Jahrhundert wurden dann die vorhandenen Kapellen durch Erweiterungen des Neubaus (Presbyterium) ersetzt.
    Während der Säkularisation wurde 1803 die Kirche mit der Propstei der Krankenhausmission übergeben, woraufhin verschiedene Teile der Ausstattung zugunsten der Irrenanstalt veräußert wurden. Die Kirche dient seither als Hauskapelle der städtischen Nervenklinik. Nach verschiedenen Umbauten im 18. Jahrhundert ist die Kirche insgesamt in ihrer reichhaltigen Barockausstattung im Wesentlichen unberührt erhalten geblieben und wurde in einer Restaurierungsphase von 1987 bis 2003 saniert.

    Sehenswürdigkeiten der Kirche sind:

    • Die Deckengemälde im Presbyterium;
    • spätgotische Madonnenfigur im Hochaltar, geschaffen um 1486 von Ulrich Huber;
    • verschiedene Seitenaltäre, u.a. die „Grablegungsgruppe“ von 1503, der Kreuzaltar von 1738/39, Passionsreliefs von 1493/94; Dreifaltigkeitsaltar von 1719, Fidesaltar von 1720.

    St.-Getreu-Straße 14/16, 5 Gehminuten westlich vom Kloster Michelsberg.

    Wegen erneut aufgetretener großer statischer Probleme ist die Sankt Getreu Kirche bis ca. 2022 nicht zugänglich!

  • Stephanskirche Wikipedia Icon mit Ursprüngen im Jahr 1020.
    Der jetzige Kirchenbau hat seinen Grundriss noch vom Vorgängerbau, einer Stiftung Kaiser Heinrichs II. und seiner Frau Kunigunde. Diese Stephanskirche, als Zentralbau im Grundriss in der Form eines griechischen Kreuzes, war die einzige Kirche nördlich der Alpen, die von einem Papst, nämlich Benedikt VIII, geweiht wurde, als dieser im Jahre 1020 Kaiser Heinrich in Bamberg zu politischen Gesprächen besuchte. Nach der Legende vom „Pfennigswunder“ wurde der Kirchenbau von der heiligen Kunigunde bezahlt, wie es ein Relief am Kaisergrab im Dom erzählt. Von diesem Vorgängerbau ist aber heute nichts mehr erhalten.
    Der älteste Teil der heutigen Kirche ist der Turm aus dem 13.Jahrhundert. Der Neubau der Kirche wurde im Jahre 1626 von Giovanni Bonalino mit dem Chor begonnen, konnte aber wegen des Dreißigjährigen Krieges und knapper Mittel erst 1680 beendet werden. Auch auf die Kuppel über der Vierung wurde verzichtet und diese durch ein Flachdach ersetzt.
    Bis zum Jahre 1803 war die Kirche als eigener „Regierungsbezirk“ unmittelbar dem Kaiser unterstellt. Nach der Säkularisation wurde sie eine Zeitlang als Lagerraum verwendet und dann der evangelischen Gemeinde überstellt. 1987 wurde das Kircheninnere in einheitlicher Weißfassung renoviert.
    Sehenswürdigkeiten der Kirche sind:
    • Stuckrelief mit dem Martyrium Stephans in der Kirchenvierung, geschaffen 1688 von Johann Jakob Vogel.
    • Der barocke Orgelprospekt (Schauteil der Orgel), vermutlich im Jahr 1695 vom Bildhauer Sebastian Degler geschaffen, gilt mit seinem Figurenreichtum als einer der schönsten Orgelprospekte in Oberfranken. Das Orgelwerk selbst stammt von 1966 und ist derzeit stark renovierungsbedürftig.
    • Chorgestühl im Stil des Rokoko von 1769.

    Stephansplatz 4, Öffnungszeiten: täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr.

  • St. Martin, An der Universität 2. Wikipedia Icon. Von Georg Dientzenhofer in prachtvollem Jesuitenbarock geschaffen. Geöffnet: täglich von 8:00 bis 18:00 Uhr, Do. ab 13:00 Uhr.
  • Karmelitenkloster, Karmelitenplatz 1. Wikipedia Icon. spätromanischer Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert und barocke Kirche, gestaltet von Leonard Dientzenhofer. Geöffnet: täglich von 9:00–11:30 Uhr und 14:30 bis 17:30 Uhr.
Historische Bauwerke, Burgen, Schlösser und Paläste
  • Schloss Geyerswörth Wikipedia Icon: Im Kern mittelalterliche Patrizierburg der Familie Geyer.
    Im Jahre 1580 wurde die verfallene Anlage vom Hochstift Bamberg erworben. Von 1585 bis 1587 wurde sie als wehrhaftes, vierflügeliges Sommer- und Wasserschloss umgebaut und diente von nun an als Residenz der Fürstbischöfe. Heute ist das Gebäude im Besitz der Stadt und wird als Rathaus genutzt. Der Renaissancesaal im Inneren wird seit seiner Restaurierung im Jahre 1984 als städtischer Empfangs- und Veranstaltungssaal verwendet.
    Geyerswörthplatz (Nähe Alte Brücke)
  • Böttingerhaus Wikipedia Icon berühmtestes Bürgerhaus Bambergs, Stadtpalais nach dem Vorbild italienischer Palazzi.
    Erbaut für Hofrat Johann Ignatz Boettinger von 1707-1713. Über den Architekten ist man sich heute uneinig.
    Sehenswert sind ein reich ausgeschmückter Innenhof, das mächtige, fast überdimensionierte Treppenhaus und herrlich ausgestattete Innenräume. Aufgrund zahlreicher Mängel (beengt, Nachbarstreitigkeiten, fehlende Flure, Feuchtigkeit und Kälte) begann der „Geheime Rat“ schon kurz nach dem Bezug mit dem Neubau von „Schloss Concordia“.
    Heute beherbergt das Gebäude eine Kunstgalerie.
    Judenstraße 14
  • Schloss Concordia Wikipedia Icon erbaut 1716-1722 für den Hofrat Ignaz Tobias Böttinger durch Baumeister Johann Dientzenhofer als barockes Wasserschloss.
    Den schönsten Blick auf das Bauwerk hat man von der gegenüberliegenden östlichen Flussseite.
    Concordiastraße 28
  • Die Alte Hofhaltung Wikipedia Icon auf dem Domberg hat ihre Ursprünge im 10. Jahrhundert.
    Der Gebäudekomplex war von Kaiser Heinrich II. zunächst als Kaiserpfalz angelegt worden und diente ab der Gründung des Bistums Bamberg im Jahre 1007 auch als Bischofssitz. Heute sind noch die Grundmauern von Pallas und Kapelle aus diesem Zeitraum erhalten. Die Gesamtanlage zeigt Baustile aus unterschiedlichen Epochen. Der Innenhof mit den Fachwerkbauten und den großen Dachflächen ist spätgotisch. Das Gebäude der „Neuen Ratsstube“ aus dem Jahre 1568 und deren Fassade mit Fenstererker und Treppengiebel zum Domplatz hin ist im Stil der Renaissance gestaltet. Die letzte große Umbau- und Sanierungsphase erfolgte dann im Jahre 1777, nachdem große Teile der Anlage nach der Errichtung der benachbarten „Neuen Residenz“ vernachlässigt worden waren. Trotz der verschiedensten verwendeten Baustile zeigt die Alte Hofhaltung architektonisch ein geschlossen-harmonisches Bild.
    Der Zugang vom Domplatz erfolgt durch die „Schöne Pforte“ von Pankraz Wagner aus dem Jahre 1573. Sehenswert im Portal ist das Relief von Maria, umrahmt von Heinrich und Kunigunde mit dem Dommodell, Petrus mit Schwert und Schlüssel und Georg mit dem Drachen, den beiden Kirchenpatronen, und mit dem Wilden Mann und der Wilden Frau, den Personifikationen von Main und Regnitz.
    Historisch bedeutendes Ereignis in der „Alten Hofhaltung“ ist der Bamberger Königsmord im Jahre 1208. König Philipp von Schwaben, Oberhaupt der Hohenstaufer, wurde kurz vor seiner Wahl zum Kaiser vom bayerischen Pfalzgrafen Otto VII. von Wittelsbach erschlagen. Über die tatsächlichen Hintergründe des Mordes rätselt die Wissenschaft noch.
    Seit 1938 ist in den Räumen der Alten Hofhaltung das „Historische Museum der Stadt Bamberg“ untergebracht, siehe hierzu den Abschnitt Museen.
    Im Sommer finden im Hof unter freiem Himmel die Calderonfestspiele statt.
  • Neue Residenz Wikipedia Icon am Domplatz - Die Neue Residenz der Bamberger Fürstbischöfe entstand in zwei Bauabschnitten zwischen 1613 und 1703. Sie diente bis 1802 als Sitz der Bamberger Fürstbischöfe. Die über 40 Prunkräume sind mit Stuckdecken, Möbeln und Wirkteppichen des 17. und 18. Jahrhunderts ausgestattet. Imponierend ist der freskierte Kaisersaal, in dem auch Konzerte mit bis zu 300 Besuchern stattfinden. Der Saal ist auch zu mieten. Sehenswert sind auch die Kurfürstenzimmer, das fürstbischöfliche Appartement und seit 2009 die wieder restaurierten Kai­ser­zim­mer in den präch­ti­gen ba­rock­en Wohn­räu­men des letz­ten baye­ri­schen Kron­prin­zen und sei­ner Fa­mi­lie. „Die frisch re­no­vier­ten Kai­ser­zim­mer ver­deut­li­chen glei­cher­ma­ßen die hoch­ba­ro­cke Ent­ste­hungs­zeit die­ses zen­tra­len Denk­mals frän­ki­scher, baye­ri­scher und deut­scher Ge­schich­te und die letz­te be­deut­sa­me his­to­ri­sche Nut­zung als re­prä­sen­ta­ti­ve Wohn­räu­me für ein baye­ri­sches Thron­fol­ger­paar“. Im Ostflügel befindet sich die Staatsbibliothek Bamberg, die in Sonderausstellungen ihre reichen Bücherschätze zeigt. Website; Wikipedia Icon. Einen herrlichen Blick über Bamberg bietet der Rosengarten im Innenhof der Residenz, an dessen zentralem Wegekreuz ein rundes Brunnenbecken liegt.
  • Das Alte Rathaus Wikipedia Icon ist ein Brückenrathaus auf einer Insel in der Regnitz und neben dem Dom das zweite Bamberger Wahrzeichen.
    Die Legende erklärt die Entstehung auf einer Insel als Folge der Rivalität zwischen den Bürgern und dem Bischof, der den Bürgern keinen Platz zum geplanten Neubau ihres Rathauses zur Verfügung gestellt habe. Daraufhin hätten die Bürger eine künstliche Insel als Bauplatz aufgeschüttet. Tatsächlich ist die Regnitz die Grenze zwischen der bürgerlichen Innenstadt und dem bischöflichen Berg.
    Der Zugang zur Insel erfolgt über zwei Doppelbrücken, die Untere Brücke und die Obere Brücke. Die Obere Brücke stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist damit eine der ältesten Gewölbebrücken der Welt. Sie wurde durch einen Brückenturm geschützt. In diesem Turm hing auch die Sturmglocke der Stadt. Heute sehenswert auf der Oberen Brücke ist eine plastische Kreuzgruppe von Gollwitzer aus dem Jahre 1715 und eine Statue des heiligen Nepomuk. Die Untere Brücke wurde 1020 erstmals erwähnt. Im Mittelalter gab es auf der Brücke einen Galgen mit einem Korb, dem sog. Schnappkorb. Er diente zur Bestrafung vom Missetätern, die damit ins Wasser getaucht wurden. Die Untere Brücke wurde im Lauf der Zeit wiederholt zerstört, letztmals zusammen mit weiteren Bamberger Brücken durch deutsche Soldaten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, als ein sinnloser Versuch, die Niederlage aufzuhalten. 1967 entstand die jetzige Betonkonstruktion.
    Der Vorgängerbau des Inselrathauses wird 1387 erstmals erwähnt. Das jetzige Gebäude entstand in den Jahren 1461 bis 1467 zunächst im gotischen Stil, wurde dann aber von 1744 bis 1756 nach Plänen von Michael Küchel umgebaut. Durch die Balkone am erhöhten Torturm, durch die plastischen Fresken der Längsseiten, sie zeigen Allegorien der Tugenden, und durch das vorgelagerte Rottmeisterhäuschen entstand die heute sichtbare Architektur im Stil des Barock und Rokoko.
    Sehenswert im Rathausinneren ist der Ratssaal im Obergeschoss mit einer Rokoko-Stuckdecke, gestaltet von Johann Jakob Vogels im Jahre 1745. Die Gemälde an den Wänden zeigen Szenen aus dem Alten Testament und wurden 1755 von Johann Anwander geschaffen.
    Seit 1995 ist im Alten Rathaus auch die Porzellansammlung „Ludwig“ mit einer der größten Kollektionen von Straßburger Fayencen und weiteren Objekten der Manufakturen Meißen, Berlin, Straßburg und Wien untergebracht.
    Im Rottmeisterhäuschen, dem vorgelagerten Fachwerkhäuschen, war früher die „Rotte“, also die Stadtwache, unmittelbar am Rathaus untergebracht.
  • Klein Venedig Wikipedia Icon , eine Fischersiedlung am Ufer der Regnitz.
  • Wohnhaus E.T.A. Hoffmanns mit heutigem Museum am Schillerplatz 26, gegenüber dem Theater, an dem der Schriftsteller Anfang des 19. Jahrhunderts wirkte.
Denkmäler
  • Gabelmann-Brunnen, am Grünen Markt. Auch Neptunbrunnen genannt.
  • Heilige Kunigunde. Einzig erhaltene Brückenfigur an der Unteren Brücke (in der Nähe des Alten Rathauses).
Museen
  • Historisches Museum der Stadt Bamberg, Domplatz 7, 96049 Bamberg (Anfahrt mit Bus Linie 10, Haltestelle Domplatz, Aufzug und Behindertentoilette vorh, Zufahrt zum Eingang: Kopfsteinpflaster). +49 951 871142. Wikipedia Icon. untergebracht in der „Alten Hofhaltung“ am Domplatz. Objekte aus der vorgeschichtlichen Zeit bis ins 20. Jahrhundert, Skulpturen und Gemälde vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Objekte des Handwerks- und Zunftwesens. Geöffnet: Mai-Okt.: Di - So, 9.00 - 17.00 Uhr; von Nov.-April: nur zu Sonderausstellungen.
  • Naturwissenschaftliches Museum, Fleischstraße 2, 96047 Bamberg. Geöffnet: 1. April - 30. September 9:00 - 17:00; 1. Oktober - 31 März 10:00 - 16:00 Uhr. Preis: Erwachsene 3,50 €, 6 – 18 Jahre 1,50 €. Letzte Änderung: Nov. 2020
  • Fränkisches Brauereimuseum, Michelsberg 10f, 96049 Bamberg. +49 951 53016. Untergebracht ist das Museum in den historischen Gewölben der ehemaligen Benediktiner-Braustätte im Kloster Michelsberg. Es zeigt eine Sammlung historischer Gerätschaften aus dem Brauereiwesen. Die Seminare der Bierakademie bieten Informationen zum Thema, eine Schulung der Sensorik und den Ausbildungslehrgang zum „Bier-Experten“. Geöffnet: Von April bis Oktober Mi bis Fr 13:00 - 17:00, Sa, So- und Feiertag 11:00 - 17:00 Uhr. Preis: Erwachsene: 4 €. Letzte Änderung: Nov. 2020
  • Stadtgalerie, Hainstraße 4a, 96047 Bamberg. +49 951 871861 (Kasse). Villa Dessauer, Wechselausstellungen internationaler und ortsansässiger regionale Künstler; Das Gebäude selbst gilt als bedeutendes Baudenkmal der Stilrichtung der „deutschen Renaissance“ (um 1880 bis 1890). Geöffnet: Di – Do 10.00 – 16.00 Uhr, Fr – So 12.00 – 18.00 Uhr. Preis: Eintritt Erwachsene 2 € (Stand 2007).
  • Sammlung Ludwig, Obere Brücke 1, 96047 Bamberg. +49 951 871871 (Kasse). im Alten Rathaus, Größte private Porzellansammlung Europas, Dauerleihgabe einer Privatsammlung; Sammlungsschwerpunkt ist der umfangreiche Bestand an Meißner Porzellan, Fayencen aus Straßburg, sowie Objekte aus kleineren Porzellanmanufakturen wie Höchst, Nymphenburg, Fürstenberg, Ansbach. Geöffnet: Di.- So.: 9.30 - 16.30 Uhr.
  • Gärtner- und Häckermuseum, Mittelstraße 34, 96052 Bamberg. Einziges Museum in Deutschland, das sich auf die Kultur der Gärtner spezialisiert hat. Das Museum zeigt eine typische Wohnung aus dem 19. Jh, verschiedene religiöse Gegenstände, etc. Besonders sehenswerter Garten. Geöffnet: Mi – So 11.00 – 17.00 Uhr (1. Mai – 31. Oktober). Preis: Eintritt Erwachsene 3 € (Stand 2015).
  • Welterbe-Besucherzentrum, Untere Mühlbrücke 5, 96047 Bamberg. Das Welterbe-Besucherzentrum gewährt durch eine interaktive Ausstellung überblicksartig einen ersten Eindruck von der UNESCO-Welterbestätte Bamberg. Geöffnet: 10-18 Uhr (April-Oktober), 11-16 Uhr (November-März). Preis: Eintritt frei. Letzte Änderung: Jan. 2020

Küche

Bei der Bamberger Zwiebel wird eine große Zwiebel ausgehöhlt, gefüllt und dann in einer Biersoße geschmort. Es wird roher und geräucherter Schweinebauch durch den Wolf gedreht, oder Hackfleisch oder auch Bratwurstbrät zur Füllung genommen, dann mit Brötchen und Eiern vermischt und in die Zwiebel gefüllt. Vor dem Servieren kommt noch eine knusprig gebratene Scheibe Speck darauf und als Beilage gibt es Kartoffelstampf oder Sauerkraut.

Beim Bamberger Rauchbierbrot wird statt Wasser Schlenkerla Rauchbier zum Brotteig gegeben, dazu kommt auch noch frischer Biertreber, auf weitere Gewürze wird weitestgehend verzichtet.

Bamberger Hörnla ist eine der ältesten deutschen Kartoffelsorten, in Franken seit 1854 offiziell beurkundet, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen traditionellen Hefegebäck. Die Kartoffeln sind klein und haben eine krumme, längliche Form. Da sie festkochend sind, eignen sie sich besonders gut für Kartoffelsalat. Die Kartoffelsorte kann man gut auf Wochenmärkten und in Läden mit örtlichen Produkten einkaufen, im Supermarkt oder außerhalb Frankens sind sie schwer zu bekommen.

Als Bamberger Hörnla wird auch ein Plundergebäck bezeichnet, das einem Croissant ähnlich ist. In Bamberg und in seiner Umgebung werden sie einfach Hörnla genannt und im restlichen Oberfranken als Bamberger bezeichnet. Das Original aus einem leichten Hefeteig mit Milch hergestellt, der über Nacht ruhen muss. Am nächsten Tag wird dann Butter in mehreren Schichten eingearbeitet. Der Butteranteil muss mindestens 20 Prozent vom Mehl betragen. Der gewickelte Teigrohling ist schlanker als das Croissant

Süßholz ist eine Pflanze aus der unter anderem Lakritz hergestellt wird. Seit dem Mittelalter wurde in Bamberg Süßholz angebaut. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Anbau dann fast ganz eingestellt. Seit 2010 wird es, mit Unterstützung der Bamberger-Süßholz-Gesellschaft wieder angebaut. Erhältlich ist es im Mohrenhaus, Pamina Bio, Tourismus- und Kongressservice, Gärtnerei Mussärol und Klosterladen Michelsberg.

Brauereigaststätten und Bierkeller

Die bekannteste der 40 Bamberger Biersorten ist das "Aecht Schlenkerla Rauchbier", es kommt in der Brauereigaststätte Schlenkerla zum Ausschank und erhält seine besondere Geschmacksnote aus der über einem Buchenholz-Feuer getrockneten Gerste; es wird in der ganzen Welt vertrieben. Der Name wird auf den schlenkernden Gang eines früheren Brauers zurückgeführt, welcher aber von einem Unfall herrührte. Erprobte Rauchbiertrinker weisen Unerfahrene gerne darauf hin, dass das Rauchbier frühestens nach dem dritten oder vierten Seidla so richtig schmeckt, das kann dann sowohl als eine Warnung als auch von Mutigen als eine Herausforderung verstanden werden.

Eine weitere regionale und Bamberger Bierspezialität ist das U (umgangssprachlich) für das ungespundete Bier: Die Biersorte wird ungefiltert und ohne Spundung, also mit wenig Kohlensäure und ohne Überdruck im Fass hergestellt (Mahrs-Bräu).

Die Brauereigaststätten und Bierkeller bieten zudem in der Regel fränkisch-deutsche Küche, mit einem Schwerpunkt auf regionalen Produkten.

  • Schlenkerla, Dominikanerstraße 6, 96049 Bamberg. +49 951 56060. „Aecht Schlenkerla Rauchbier“ im historischen Brauereiausschank, schmeckt vielen erst so richtig nach dem 3. Seidla (0,5 l). Spezialität: Bamberger Zwiebel in Rauchbiersoße. Geöffnet: Kein Ruhetag, täglich 9:30-23:30 Uhr, warme Küche durchgehend von 11:30 bis 22 Uhr, Biergarten im Dominikanerhof bei schönem Wetter von Ostern bis Oktober. Letzte Änderung: Mai 2016 (Angaben möglicherweise veraltet)
  • Ambräusianum, Dominikanerstraße 10, 96049 Bamberg. +49 951 5090262. Bambergs erste Gasthausbrauerei. Wenn man die Bierprobe bestellt, kann man alle 3 Biere probieren und muss sich nicht entscheiden. Geöffnet: Januar bis März ist Dienstag bis Freitag von 17.00 bis 23.00, Samstag von 11.00 bis 23.00, Sonntag von 11.00 bis 21.00 Uhr, April bis Dezember Dienstag von 17.00 bis 23.00, Mittwoch bis Samstag von 11.00 bis 23.00, Sonntag von 11.00 bis 21.00 Uhr. Letzte Änderung: Mai 2016
  • Keesmann-Bräu, Wunderburg 5, 96050 Bamberg. +49 951 981980. Geöffnet: Sonntag Ruhetag. Letzte Änderung: Mai 2016
  • Mahrs-Bräu, Wunderburg 10, 96050 Bamberg. +49 951 915170. Bierkeller, urige Gaststube. Häufig hört man die Bestellung "A U"; damit drückt der Gast aus, er möchte noch "ein ungespundetes Bier" trinken. Die Leute, die im Flur ihr Bier im Stehen trinken, werden Stehgammler genannt. Geöffnet: Montag 16:00 – 23:00, Dienstag – Samstag 10:00 – 23:00 und Sonntag 10:00 – 15:00 Uhr. Preis: Hauptgerichte 6 € bis 18 €. Letzte Änderung: Mai 2016
  • Klosterbräu, Obere Mühlbrücke 1-3, 96049 Bamberg. +49 951 52265. Die älteste Braustätte Bambergs. Geöffnet: Montag bis Freitag 10:30 - 23:00, Samstag, Feiertage 10:00 - 23:00 und Sonntag - 10:00 - 22:00 Uhr. Preis: Hauptgerichte 6 € bis 12 €. Letzte Änderung: Mai 2016
  • Brauerei Spezial, Obere Königstraße 10, 96052 Bamberg. +49 951 24304. Seit über 475 Jahren wird Rauchbier gebraut. Gasthof mit fränkischer Hausmannskost, am Sonntag Bratenküche. Geöffnet: täglich von 9:00 - 23:00, Samstag von 9:00 - 14:00 Uhr. Letzte Änderung: Mai 2016
  • Brauerei Fässla, Obere Königsstraße 19-21,96052 Bamberg. +49 951 26516. Bierkeller, urige Gaststube, bei günstiger Witterung Plätze im Hof. Geöffnet: Mo bis Sa von 8.30 Uhr bis 23.00 Uhr,Sonntags und an Feiertagen: 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr (keine Küche) Ausnahmen: Karfreitag, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam, Brotzeiten werktags von 11 bis 14 Uhr und von 17 bis 21 Uhr, Am 25.12, 26.12. und 01.01. komplett geschlossen, am 24.12. und 31.12. bis 12.00 Uhr. Letzte Änderung: Jan. 2019
  • Brauerei Greifenklau, Laurenziplatz 20, 96049 Bamberg. +49 951 53219. Hotel mit Biergarten und eigenem Bier. Es stehen regelmäßig Innereien auf der Speisekarte. Geöffnet: Dienstag bis Samstag 10.30 - 23.30 , Sonntag 10.00 - 14.00 Uhr, Montag Ruhetag. Letzte Änderung: Sep. 2018
  • Kronprinz, Gaustadter Hauptstraße 109, 96049 Bamberg. +49 951 96430514. Bambergs jüngste Brauerei mit Craft-Bieren. Geöffnet: Montag bis Freitag 17:00 - 23:00, Samstag 17:00 - 00:00 und Sonntag 11:30 - 23:00 Uhr. Preis: Gerichte ab 9 €. Letzte Änderung: Mai 2016
  • Spezial-Keller, Sternwartstr, 96049 Bamberg. +49 951 54887. Mit „Spezial-Rauchbier“. Auf dem Stephansberg gelegen bietet der Keller eine der schönsten Aussichten über Bamberg. Geöffnet: Dienstag bis Freitag ab 15:00, Samstag ab 12:00, sonn- und feiertags ab 10:30 Uhr,Montag ist Ruhetag. Letzte Änderung: Mai 2016
  • Wilde Rose Keller, Oberer Stephansberg 49, 96049 Bamberg. +49 951 57691. Über 100 Jahre alter Bierkeller unter Kastanien mit süffigem Kellerbier. Geöffnet: Von Ende April bis September ist bei schönem Wetter werktags ab 16.00 und sonn-/feiertags ab 15.00 Uhr. Letzte Änderung: Mai 2016

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