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Aigues-Mortes

Sehenswürdigkeiten

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Art der Sehenswürdigkeit

Historisches Ortsbild

 

Name u. Anschrift

Aigues-Mortes

FR-30220 Aigues-Mortes

GEO-Koordinaten

43.566446 4.191435

Kommunikation

Medieval town walls of Aigues-Mortes
Medieval town walls of Aigues-Mortes
Tour de Constance in Aigues Mortes
Tour de Constance in Aigues Mortes
Medieval town walls of Aigues-Mortes
Medieval town walls of Aigues-Mortes
Aigues-Mortes
Aigues-Mortes

Aigues-Mortes [ɛgˈmɔʀt] ist eine Stadt im französischen Département Gard mit 8565 Einwohnern (Stand 1. Januar 2012). Der Name bedeutet tote Wasser.

Gaius Marius erwähnt eine Siedlung an diesem Ort um 102 v. Chr. Der Name Ayga Mortas („Totes Wasser“) wird erstmals im 10. Jahrhundert verwendet. Die Stadt war bis zum 16. Jahrhundert einer der bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte der französischen Mittelmeerküste. Von hier segelte Ludwig der Heilige, dem auf dem Hauptplatz eine Statue errichtet ist, zum Sechsten und Siebten Kreuzzug ab. Karl V. und Franz I. trafen sich 1538 in Aigues-Mortes, um Verhandlungen zu führen, die zum Friedensvertrag von Nizza führten.

1240 hat Ludwig der Heilige das Gebiet erworben und 1248 angefangen, die Stadt als Bastide zu errichten. Er brauchte unbedingt einen Mittelmeerhafen, der auf königlichem Gebiet lag. Bis in das 13. Jh. hinein besaß der französische König kein Land in Süd-Frankreich. Er ließ zuerst die Tour de Constance errichten, und seine Nachfolger ließen später daneben ein Festungsviereck anlegen mit einem umlaufenden Wehrgang mit 10 Stadttoren. Gegen Ende des 13. Jhs. war die Anlage vollendet. Diese Grundform ist heute noch erhalten.

Bis zum 14. Jh. blühte hier der Handel – was ja nicht lange war, denn die Stadt war Ende des 13. Jhs. erst fertig geworden –, dann begann das Meer, sich zurückzuziehen. Von da an konzentrierten sich die Bewohner statt auf den Handel auf den Weinbau und die Salinen. Salz war im Mittelalter überaus wichtig. Venedig hat stets viel Wert auf seine Monopolstellung im Salzhandel gelegt. Salz galt damals weniger als Gewürz, sondern als Konservierungsmittel von Nahrung. Noch heute wird außerhalb der Stadtmauern intensiv Salz, insbesondere Fleur de Sel Wikipedia Icon, gewonnen.

Sehenswürdigkeiten

Es gibt ein breitgefächertes Programm, die Stadt und ihr Umfeld kennen zu lernen. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, die Touristinformation aufzusuchen. Man spricht auch deutsch. Hier schildern wir einen Rundgang in der Altstadt:

  • Altstadt - Der von der Mauer umfriedete Teil läßt sich als Gesamtensemble hervorragend zu Fuß oder bequemer mit einem Touristenzug / Petit Train d'Aigues-Mortes, Porte de la Gardette, +33 466 538520. 4.00/2.50 € erkunden. Die Tour dauert etwa 20 Minuten.
    • Der Sankt-Louis-Platz ist das Zentrum des Ortes mit der bronzenen Statue des Heiligen Ludwig, der mit Krone, Kettenhemd, Schwert und an einen Anker angelehnt dargestellt ist. Hier befindet sich auch die Kapuzinerkapelle aus dem 17. Jahrhundert, die Ende des 18. Jahrhunderts verkauft wurde. An der Südostecke steht die Kirche Notre Dame des Sablons - Die im Jahre 1183 der "Beata Maria de Sabulo" geweihte Kirche bestand ursprünglich aus Holz und Schilf, wurde aber 1246 aus Stein im frühgotischen Stil neu errichtet. Zwei Jahre später begannen die Gottesdienste, auch Ludwig der Heilige soll hier gebetet haben, bevor er zum 7. Kreuzzug aufbrach. Der Maler Claude Viallat gestaltete die zeitgenössischen Fenster und baute sie 1991 ein. Die älteste Kirche des Ortes kann auf Anfrage bei der Touristinformation besichtigt werden. Besichtigungen sind in der Hauptsaison von 10:30 bis 12:00 Uhr möglich. Auch die Touristinformation hat hier ihr Domizil.
    • Der Brunnen neben dem Stadttor Porte de la Gardette erinnert an den Anschluss des Ortes an die Versorgung mit sauberem Wasser und wurde am 12. April 1896 eingeweiht.
    • Die Porte de la Gardette' war einst der einzige Zugang zur Stadt, der demzufolge über Jahrhunderte von Wachsoldaten bewacht wurde. Hier ist auch der Aufgang zur Mauerkrone, die durchgängig begehbar ist. Die beeindruckende 11 Meter hohe, von 15 Türmen geschützte und mit zehn Toren versehene Mauer ist ca. 1600 Meter lang und vollständig begehbar.
      Tours et Rempartes d'Aigues Mortes,
      +33 466 536155. 10.00-17.30h Sept.-April, 10.00-19.00h Mai-August, 1. Januar, 1. Mai, 1. und 11. November sowie 25. Dezember geschlossen. Eintritt 7.50 €, Kinder und Schüler/Studenten bis 25 J. frei, spez. Gruppentarif, Zugang für Behinderte auf Voranmeldung.
      • Tour de Constance - Der älteste Teil der Stadtbefestigung und ehemaliges berühmt-berüchtigtes Hugenottengefängnis. Die Öffnungszeiten entsprechen denen der Stadtmauer. Die Besichtigung ist im Preis für die Besichtigung der Stadtmauer eingeschlossen. Das nach Südwesten an den Turm anschließende Gebäude, Le Logis du Gouverneur, wurde im 16. Jahrhundert auf dem Platz des ehemaligen Königshauses errichtet, das im 15. Jahrhundert einem Brand zum Opfer fiel und durch den Gouverneur von Civey wieder aufgebaut wurde.
      • Das nächste Tor in der Stadtmauer ist die Porte des Remblais. Es erhielt seinen Namen "Tor der Aufschüttungen" im 18. Jahrhundert, als vor dem Tor ein nordwestlicher Festungsgraben aufgeschüttet wurde. Vordem war es das "Tor nach Montpellier".
      • Der Turm Tour des Bourguignons ist der südwestliche Eckturm des Areals. Seinen Namen soll er bekommen haben, weil im Jahre 1421 in einer Streitigkeit zwischen den Armagnacs und den Bourguignons die Soldatenleichen einer niedergemetzelten Garnison der Bourguignons in diesem Turm in Salz schichtweise eingelagert worden seien, um Epidemien zu vermeiden.
      • Die Porte de l'Organeau am Ende der Rue Victor Hugo ist mit Eisenringen ausgestattet, an die man die Schiffe anband, die auf dem städtischen See vor dem Tor ankerten.
      • Auf den beiden Türmen der Porte des Moulins waren einst jeweils eine Windmühle errichtet. Das Tor befindet sich am Ende der Rue Theaulon.
      • An dem Tor Porte des Galions am Ende der Rue Louis Blanc befand sich ebenfalls eine Anlegestelle.
      • Auch an diesem Tor, der Porte de la Marine, durch das heute der Boulevard Gambetta führt, wurden Schiffe angelegt, allerdings Kriegsschiffe.
      • Dieses Tor am Ende der Rue Rouget de l'Isle erhielt seinen Namen Porte de l'Arsenal vom nahe liegenden Waffenlager, ähnlich wie der
      • Tour de la Poudrière' ("Pulverturm"), in dessen Nähe das Pulver- und Munitionslager gewesen ist.
      • Die Porte de la Reine ("Tor der Königin") ist der Hauptausgang der Stadt in Richtung Südosten. Im Jahre 1622 soll der 21-jährige König Ludwig XIII. mit seiner Gattin, der gleichaltrigen Anna von Österreich, durch dieses Tor die Stadt betreten haben.
        Nicht weit hiervon entfernt, in etwa 200 m Entfernung neben des stadtauswärts führenden Chemin Bas de Peccais steht die letzte von drei Kühlgrotten (Glacières), die im 17. Jahrhundert außerhalb der Stadtmauern existierten.
      • Die Porte des Cordeliers ("Tor der Kordelträger (=Franziskaner)") erhielt ihren Namen von einem im 13. Jahrhundert von Louis IX. errichteten Franziskanerkloster, das er als Dank für den freundlichen Empfang in der Stadt übergab.
      • Der südöstliche Eckturm Tour de Villeneuve wurde nach General Romieu de Villeneuve benannt, einem General des Königs Louis IX.
      • Der Name Tour de la Mèche ("Turm der Zündschnur") hat darin seinen Ursprung, dass man hier ständig eine Zündschnur brennen ließ, um im Falle einer Gefahr das Pulver schnell zünden zu können.
      • Das Stadttor Porte Saint Antoine wurde nach einem nahe gelegenen Friedhof benannt. Hier ist die Gesellschaft für Geschichte und Archäologie untergebracht.
      • Der Tour du Sel diente als Salzlager.
    • Die Chapelle des Pénitents blancs ("Kapelle der Weißen Büßer") aus dem 17. Jahrhundert, ein denkmalgeschütztes Fresko von Xavier Sigalon und ein Gemälde von Léon Gleize können u.a. von 14.00-18.30 Uhr in der Saison von Juni bis Sept. besichtigt werden.
    • Die Chapelle des Pénitents gris ("Kapelle der Grauen Büßer") aus dem 17. Jahrhundert mit einem Altarbild aus Stuck von Sabatier, Besichtigung 14.30-18.30 Uhr in der Saison von Juni - Sept.

Außerhalb der Altstadt findet man:

  • Der Turm Tour Carbonniere - Der als Vorwerk auf dem ursprünglichen Zugangsweg zur Stadt von Saint-Laurent her errichtete Turm gehört mit dem Tour de Constance zu den ersten Befestigungen der Stadt. Der Name des Turmes rührt von der Tatsache her, dass die Stadt bei einer herannahenden Gefahr von hier aus mit einer brennenden Fackel gewarnt wurde. Die Besichtigung ist kostenfrei.

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creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

Text(e) übernommen von:

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15.02.2015 - 27.05.2017

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