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Vyšehrad

Sehenswürdigkeiten

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Art der Sehenswürdigkeit

Burg/Schloss

 

Name u. Anschrift

Vyšehrad

K rotundě 10

CZ-128 00 Prag

GEO-Koordinaten

50.063889 14.420000

Kommunikation

Tel.

+420 ∎∎∎ ∎∎∎∎∎∎

Internet

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Vyšehrad Castle in Prague
Vyšehrad Castle in Prague
SS Peter and Paul church, Vyšehrad, Prague
SS Peter and Paul church, Vyšehrad, Prague
Cemetery at Vyšehrad, Praha
Cemetery at Vyšehrad, Praha
Brick Gate (Cihelná brána) in Vyšehrad, Prague
Brick Gate (Cihelná brána) in Vyšehrad, Prague

Der Vyšehrad (deutsch: Wyschehrad oder Prager Hochburg) ist einer der bekanntesten frühmittelalterlichen Burgwälle in Böhmen. Er liegt südlich der Prager Innenstadt auf einem Hügel, der sich steil über dem rechten Ufer der Moldau (Vltava) erhebt. Als zweite Prager Burg der Přemysliden bereits im 10. Jahrhundert gegründet, wurde er in der Romanik und Gotik mehrfach ausgebaut. Die heutige Gestalt wird jedoch wesentlich durch den Umbau zu einer barocken Festung bestimmt. Innerhalb der Burg befindet sich auch die St.-Peter-und-Paul-Kirche und der Vyšehrader Friedhof, auf dem zahlreiche Künstler, Wissenschaftler und Politiker bestattet sind.

Nach Karls Tod war der Vyšehrad vor allem eine Priesterstadt, in der über 100 Geistliche etwa zehn oder mehr Sakralräume betreuten. 1420 wurden Burg und Immunität durch die Hussiten erobert und dabei nahezu alle Bauten zerstört. Im 15. Jahrhundert entstand die mehrheitlich von kleinen Handwerkern bewohnte „Freistadt auf dem Berge Vyšehrad“. Mit der Gegenreformation fiel das Gelände 1620 an das Kapitel zurück und es kam zunehmend zu Differenzen mit den eingesessenen Bewohnern.

Nachdem die militärtechnisch veraltete Burganlage 1648 bei einem Angriff der Schweden schwer beschädigt worden war, wurde sie 1654–1680 zu einer Barockfestung ausgebaut. Für die gewaltigen Schanzen aus Backsteinmauerwerk und die schweren Eckbasteien, die nach Heiligen benannt sind, wurde die Bevölkerung vertrieben und Gebäude abgerissen. Die Festung wurde 1866 aufgehoben und bald darauf als sechstes Stadtviertel Prag angegliedert. 1911 wurde sie weitgehend geschleift.

Kollegiatstift St. Peter und Paul

Die St.-Peter-und-Paul-Kirche (Kostel sv. Petra a Pavla) wurde in den 1070er Jahren unter Vratislav II. als Kollegiatstiftskirche des Vyšehrader Kapitels gegründet. Gleichzeitig diente sie als Grabkirche, in der vier přemyslidische Herzöge bestattet worden sind. Die heutige Gestalt geht vor allem auf eine 1885–1887 erfolgte neogotische Umgestaltung durch Josef Mocker zurück, die dominierende Doppelturmfassade wurde erst 1902–1903 angefügt. Auch der Fassadenschmuck und die Innenausstattung stammen fast ausschließlich aus dieser Zeit.

Vyšehrader Friedhof

Hauptartikel: Vyšehrader Friedhof

An die Kirche schließt sich der Vyšehrader Friedhof (Vyšehradský hřbitov) an, der bedeutendste Prager Friedhof, auf dem unter anderem die Komponisten Antonín Dvořák, Bedřich Smetana und Rafael Kubelík sowie der Dichter und Journalist Jan Neruda ihre letzte Ruhe gefunden haben, ebenfalls fand hier die große tschechische Opernsängerin Ema Destinová ihre letzte Ruhestätte. 

Kapelle der Jungfrau Maria an den Schanzen

Die Kapelle der Jungfrau Maria an den Schanzen (Kaple Panny Marie v hradbách) ist eine Wallfahrtsstätte aus der Mitte des 18. Jahrhunderts für die Skulptur der Jungfrau Maria von Loreto (heute in St. Peter und Paul). Die Kirche wurde 1784 durch Joseph II. aufgehoben, knapp ein Jahrhundert später jedoch neu geweiht.

Alte und Neue Propstei

Die Alte Propstei (Staré proboštství) entstand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und zeigt noch Fragmente alter Freskogemälde. Die Neue Propstei (Nové propoštství) ist ein neogotischer Bau aus dem Jahr 1872.

Sankt-Martins-Rotunde

Die Sankt-Martinsrotunde (Rotunda sv. Martina) ist das einzige Baudenkmal des Vyšehrads, das in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten geblieben ist. Sie ist gleichzeitig die älteste Rotunde Prags, die wahrscheinlich noch im letzten Drittel des 11. Jahrhundert unter Vratislav II. als Pfarrkirche der Vorburg gebaut worden ist.

St.-Laurentius-Basilika

Bei der St. Laurentius Basilika (Kostel sv. Vavřince), einer romanischen Rotunde aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts, handelt es sich um die ursprüngliche, von Vratislav II. errichtete Pfarrkirche der Burg. Die Kirche wurde in den Hussitenkriegen vernichtet. In der Spätgotik wurde unter Verwendung der romanischen Mauern ein neues Domherrenhaus gebaut und die Nordapsis der Kirche in die Hauskapelle des Gebäudes eingebaut, die das Patrozinium übernahm.

Neue Dekanei

Die Neue Dekanei wurde 1877–1879 von J. Nicklas errichtet. Sie beherbergt heute eine Ausstellung zur Geschichte des Vyšehrads und der Kapitelbibliothek.

Vyšehradské sady

Der Park befindet sich an der Stelle des romanischen Wohnbaus („Palas“) und des gotischen Königshofs Karls IV. 1655 wurde hier ein Zeughaus errichtet, das 1927 niederbrannte. Seitdem dient das Gelände als Park.

Burggrafenhaus

Das Burggrafenhaus an der südwestlichen Ecke des Berges ist ein Teil des Palastbezirks Karls IV., der im 16. Jahrhundert umgebaut wurde. Westlich davon sind weitere Reste des 14. Jahrhunderts erhalten, ebenso im ehemaligen Burgturm, der jedoch barock überformt wurde. Er beherbergt eine Ausstellung mit Stichen und alten Darstellungen des Vyšehrads. Unterhalb liegt dicht am Felshang die Ruine eines mittelalterlichen Wachgebäudes. 

Tore der Festung

  • Von der barocken Festung ist das Chotek-Tor zu nennen, das als jüngstes Tor im Empirestil 1841 erbaut wurde. Hier liegt der Zugang zu Kasematten im Inneren der Barockbefestigung.
  • Das Tábor-Tor lag im Südosten noch vor den eigentlichen Schanzen. Es wurde um 1655 im Frühbarock an der äußeren barocken Befestigung errichtet. Dahinter lag die mittelalterliche Vorburg.
  • Das Spitze Tor (Špička; V pevnosti Nr. 9/CN 10) bildete den Hauptzugang zum Vyšehrad und war wie auch die anderen vier Stadttore der Neustadt als porta novem pinarum gestaltet, also mit neun Türmchen versehen. Es zeigt noch Mauerreste des von 1348 bis 1350 errichteten Haupttores und ein 140 m langes Teilstück der gotischen Burgmauer, die hier mit der Neustadtbefestigung zusammenstieß.
  • Das Leopolds-Tor (Leopoldova brána) lag im inneren Ring der Festung. Carlo Lurago baute es um 1678 anschließend an das Matthiastor der Prager Burg im Stil norditalienischer Festungsarchitektur. Die ursprüngliche Zugbrücke wurde 1842 durch die heutige Straße ersetzt.

Informationen zu Urheber-Rechten

Rechte-Ausprägung / Lizenz

by-sa: CREATIVE COMMONS Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen

Link zur Rechtebeschreibung

creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

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Seite „Vyšehrad“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. Juni 2012, 14:34 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Vy%C5%A1ehrad&oldid=104796323 (Abgerufen: 27. November 2012, 22:45 UTC)

übernommen / bearbeitet am

28.11.2012 - 16.11.2014

übernommen / bearbeitet durch

biroto-Redaktion

Erstellt am 27.11.2012,

zuletzt geändert von »Reichlin« am 28.04.2015