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Blieskastel

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Added on 01 Sep 2018,

last edited by »biroto-Redaktion« on 01 Sep 2018

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Type of sights

Old town

 

Name and address

Blieskastel

DE-66440 Blieskastel

Geodetic coordinates

49.236907 7.259645

Communication

Blieskastel, Rathaus
Blieskastel, Rathaus
Blieskastel, Schlosskirche
Blieskastel, Schlosskirche
Blieskastel, Heilig-Kreuz-Kapelle
Blieskastel, Heilig-Kreuz-Kapelle
Gollenstein
Gollenstein

Blieskastel ist eine Stadt im Saarpfalz-Kreis im Saarland, Deutschland. Sie liegt etwa 15 km südwestlich der Kreisstadt Homburg Wikipedia Icon und 25 km östlich der Landeshauptstadt Saarbrücken Wikipedia Icon. Blieskastel verfügt im Saarland über eine einmalige Stadtanlage und ist durch die barocke Architektur geprägt.

Hintergrund

Die ehemalige Burg Blieskastel war Sitz der Grafen von Blieskastel, die 1237 ausstarben. Die Tochter des letzten Grafen, Elisabeth, stiftete 1234 das Kloster Gräfinthal Wikipedia Icon in Gräfinthal Wikipedia Icon. Burg und Herrschaft kamen an die Grafen von Salm, dann 1284 an Bischof Burkhard von Metz, der sie den von Finstingen versetzte. Seit 1337 gehörte Blieskastel zu Kurtrier. Unter den trierischen Amtmännern werden auch die Grafen von Veldenz genannt. 1440 übergab der Trierer Kurfürst Jakob I. die Hälfte der Grafschaft und das „Hungericht“ dem Ritter Friedrich von Loewenstein. 1522 wurde die Burg durch Franz von Sickingen in seiner Fehde mit dem Kurfürsten von Trier zerstört. 1553 wurde die Herrschaft von Blieskastel an die Grafen von Nassau-Saarbrücken verpfändet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Blieskastel entvölkert.

Um 1660 erwarben die Reichsfreiherren von der Leyen, die seit 1456 in Blieskastel Besitzungen hatten, das kurtrierische Amt Blieskastel und erbauten 1661–1676 an der Stelle der alten Burg ein neues Schloss Wikipedia Icon. Unter den Grafen von der Leyen erlebte Blieskastel im 18. Jahrhundert eine neue Blüte, als diese 1773 ihren Wohnsitz von Koblenz nach Blieskastel verlegten und den Flecken Blieskastel zur Residenzstadt ausbauten. Unter der Gräfin Marianne von der Leyen, einer geborenen Gräfin von Dalberg, entstand in Blieskastel ein kulturelles Zentrum. Eine rege Bautätigkeit entfaltete sich. Das Residenzschloss wurde weiter ausgebaut und auf dem Schlossberg entstand eine Reihe hervorragender Palais und Herrenhäuser für die Hofbeamten der kleinen Residenz, darunter das sogenannte „Schlößchen“, das dem Zweibrücker Baudirektor und Architekten Christian Ludwig Hautt zugeschrieben wird. Daneben wirkten andere Baumeister, wie A. G. F. Guillemard, Matthias Weysser, Peter Reheis und der Zimmermeister Franz Schmitt. In dieser Zeit entstanden die ehemalige Franziskanerklosterkirche Wikipedia Icon, das ehemalige Waisenhaus und das Regierungsgebäude.

Mit der Französischen Revolution wurden die von der Leyen 1793 vertrieben und ihr Residenzschloss geplündert und in der Folge zerstört. Die Reste wurden 1802 abgetragen. 1795 kam Blieskastel, wie das ganze linksrheinische Gebiet, unter französische Regierung und wurde 1798 Hauptort des Kantons Blieskastel im Saardepartement.

 

Sehenswürdigkeiten

Der historische Stadtkern mit dem Blieskasteler Rathaus Wikipedia Icon (im 18. Jahrhundert erbaut als Oberamts- und Waisenhaus), dem Herkulesbrunnen von 1691 und dem Napoleonsbrunnen („Schlangenbrunnen“) von 1804 ist geprägt durch das Zeitalter des Barock, aus dem auch die Hofratshäuser am Schlossberg stammen. Von diesen Hofratshäusern ist insbesondere das sogenannte „Schlößchen“ von 1776/77 sehenswert, das als Werk des Zweibrücker Baudirektors Christian Ludwig Hautt gilt. Insgesamt umfasst das Ensemble Alt-Blieskastel 133 Einzeldenkmale und weitere 65 unter Ensembleschutz stehende Gebäude. Die Stadt liegt an der Barockstraße SaarPfalz.

Oberhalb der Stadt stand einst das Schloss Blieskastel Wikipedia Icon, das im Verlauf der Französischen Revolution zum größten Teil zerstört wurde. Erhalten blieb der im 17. Jahrhundert errichtete, ursprünglich zwölfachsige Lange Bau („Orangerie“). Der Bau wurde 1982 bis 1986 restauriert und wird für Vorträge, Ausstellungen und Konzerte verwendet.

Westlich weiter oberhalb der einstigen Schlossanlage befindet sich die von 1776 bis 1778 erbaute ehemalige Klosterkirche der Franziskaner-Rekollekten und heutige katholische Pfarrkirche Wikipedia Icon, die 1778 bis 1793 die Aufgabe einer „Schlosskirche“ übernahm und heute umgangssprachlich ebenso bezeichnet wird. Der Plan der Kirche ist von einem franziskanischen Baumeister namens Minder, die Bauausführung leitete der gräfliche Bauinspektor Peter Reheis.

Weiter nördlich auf dem „Han“ steht das seit 2005 von den Franziskaner-Minoriten betreute Wallfahrtskloster Wikipedia Icon Blieskastel.

In der Heilig-Kreuz-Kapelle Wikipedia Icon beim Wallfahrtskloster befindet sich seit 1827 das Gnadenbild Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen Wikipedia Icon, das 1786 von Gräfinthal nach Blieskastel überführt wurde. Bei diesem Gnadenbild handelt sich um eine einzigartige Pietà (Vesperbild) aus dem 14. Jahrhundert, in der fünf eiserne, mittelalterliche Pfeilspitzen stecken. Nach der legendenhaften Überlieferung wurden die Pfeile von Frevlern hineingeschossen. Die Kapelle, in der ursprünglich eine Kreuzreliquie verehrt wurde, stammt aus den Jahren 1682/83.

Auf einer südlichen Anhöhe steht eine neobarocke protestantische Kirche Wikipedia Icon von 1912.

Das Wahrzeichen der Stadt ist der etwa 4.000 Jahre alte Gollenstein Wikipedia Icon, der mit 6,5 m als der größte Menhir Mitteleuropas gilt. Er steht auf dem Höhenrücken bei Blieskastel.

Sleep

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Seite „Blieskastel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 28. Juni 2018, 17:40 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Blieskastel&oldid=178705746 (Abgerufen: 1. September 2018, 20:22 UTC)

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