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Gut Kalkofen

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Type of sights

Manor

 

Name and address

Gut Kalkofen

Talbotstraße

DE-52068 Aachen

Geodetic coordinates

50.783800 6.116300

Communication

Manor Kalkofen
Manor Kalkofen
Manor Kalkofen
Manor Kalkofen

Das Gut Kalkofen war früher eines der bedeutendsten Rittergüter im Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Die Anlage liegt im heutigen Nordviertel der Stadt Aachen Wikipedia Icon umgeben von dem Landschaftsschutzgebiet Aachen im Tal der Wurm Wikipedia Icon.

Die Anlage ging aus einem Gutshof hervor, der urkundlich erstmals zu Beginn des 14. Jahrhunderts erwähnt wurde. 1582 in Brand geschossen und anschließend wieder aufgebaut, kam Kalkofen über die Familie Ballhausen und die Kupfermeister Schardinel an den Aachener Tuchfabrikanten Johann von Wespien. Er ließ das Anwesen von 1750 bis 1753 durch Johann Joseph Couven zu einem Lustschloss um- und ausbauen. 1831 kam es in den Besitz der Familie Zurhelle, die noch heute Eigentümerin ist.

Im Laufe seiner Geschichte erlebte die prunkvolle Anlage mehrfach den Besuch gekrönter europäischer Häupter. So war zum Beispiel König Friedrich IV. von Dänemark und Norwegen 1724 mehrmals zu Gast auf Kalkofen, und zwischen 1800 und 1804 wohnte dort Napoleons Frau Joséphine. Hingegen ist nicht gesichert, ob der spätere Kaiser Karl V. 1531 auf dem Weg zur Königskrönung seines Bruders Ferdinand I. im Aachener Dom tatsächlich auf Gut Kalkofen oder nicht doch vielleicht in einem anderen Anwesen auf dem heutigen Gebiet von Haaren Wikipedia Icon übernachtet hat.

Beschreibung

Gut Kalkofen ist eine ehemals geschlossene Vierflügelanlage, deren Nordseite heute etwa zur Hälfte offen ist. Im Kern stammt sie noch aus dem 15./16. Jahrhundert, wovon wehrhafte Elemente wie Schießscharten und die Reste des einst geschlossenen und wassergefüllten Grabenrings an der Süd- und Westseite zeugen. Von den ehemals vier runden Ecktürmen sind noch drei – wenn auch ohne die ursprünglichen Helme – erhalten. Der wuchtigste von ihnen steht an der Westecke und besitzt zwei Meter dicke Mauern.

Zugang zur Anlage gewährt an dessen Südwest-Seite ein dreigeschossiger, aus der Mauerflucht vorspringender Torturm, zu dem eine zweibogige Steinbrücke führt. Sie wurde 1750 anstatt einer hölzernen Zugbrücke installiert. Über dem Segmentbogen der Tordurchfahrt und damit auf der Sohlbank des Turmfensters findet sich das Allianzwappen Wespien-Schmitz und gibt einen Hinweis auf die Erbauer des Torbaus. Der hohe Torturm überragt den sonst nur zwei Geschosse umfassenden Südwest-Flügel des Guts.

Dem großen Rundturm an der Westecke schließt sich das zweigeschossige Herrenhaus mit Mansarddach an. Es ist im spätbarocken Stil des Rokokos gehalten. Dem Herrenhaus schließt sich an seiner Nordecke eine hohe Mauer an, die bis zum nördlichen Eckturm führt und noch aus dem 15. Jahrhundert stammt.

Zu den Ökonomiegebäuden zählten eine Remise, Pferdeställe sowie eine große Scheune aus Backstein mit Walmdach, hinter der sich einst in nordöstlicher Richtung ein barockes Gartenparterre anschloss.

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Seite „Gut Kalkofen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. April 2020, 00:20 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gut_Kalkofen&oldid=198728871 (Abgerufen: 28. Dezember 2020, 12:49 UTC)

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28 Dec 2020

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