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Rheda

Worth visiting

Added on 13 Apr 2020,

last edited by »biroto-Redaktion« on 13 Apr 2020

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Type of sights

Heritage building(s)

 

Name and address

Rheda

DE-33378 Rheda-Wiedenbrück

Geodetic coordinates

51.853600 8.290500

Communication

Rheda, Evangelische Stadtkirche
Rheda, Evangelische Stadtkirche
Schloss Rheda
Schloss Rheda
Rheda, Kleine Straße
Rheda, Kleine Straße

Rheda ist ein Ortsteil der Stadt Rheda-Wiedenbrück Wikipedia Icon im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh.

Geschichte

Rheda war bis Ende 1969 eine selbstständige Stadt, die im Zuge der Kommunalreform am 1. Januar 1970 mit der Stadt Wiedenbrück Wikipedia Icon und den Gemeinden Nordrheda-Ems Wikipedia Icon, St. Vit Wikipedia Icon, Batenhorst Wikipedia Icon und Lintel Wikipedia Icon zur neuen Stadt Rheda-Wiedenbrück Wikipedia Icon zusammengeschlossen wurde.

Rheda wurde frühestens im Jahre 1085, spätestens 1088 erstmals urkundlich erwähnt. Seit ihrer Ersterwähnung war die Burg bzw. das spätere Schloss Rheda Wikipedia Icon 1170 bis 1807/1815 der Mittelpunkt der Herrschaft Rheda.

Bauwerke

  • Ev. Stadtkirche Wikipedia Icon. Es handelt sich um eine kleine dreischiffige Hallenkirche, die durch Erweiterung einer älteren Heiligblutkapelle entstanden ist. Sie wurde ab 1611 in gotisierenden Formen errichtet. Der Westturm ist 1654 bezeichnet. Zur Ausstattung gehören zwei Epitaphien. Das bedeutendere der beiden wurde für den Drosten Friedrich von Twickel († 1629) vielleicht von Adam Stenelt aus Osnabrück geschaffen. Das achteckige Taufbecken, bezeichnet 1567, wurde bei der 1970/71 durchgeführten Innenrenovierung entdeckt. Reste des alten Kirchengestühls von 1623 (und aus späterer Zeit) befinden sich seit der letzten Kirchenrenovierung unter der Fürstenempore. Letztere entstand Anfang des 18. Jahrhunderts. Am Außenbau sind mehrere, ehemals auf dem Fußboden der Kirche befindliche Grabplatten angebracht, darunter die der Gräfin Sophia zu Bentheim-Tecklenburg († 1691) und die des Drosten Johannes von Bistram († 1685). Die Rhedaer Stadtkirche gilt als eine der frühesten protestantischen Kirchenbauten Westfalens.
  • Kath. Pfarrkirche St. Clemens Wikipedia Icon

    Der neuromanische Bau mit zwei Fronttürmen wurde 1910 von Ludwig Becker errichtet. Die mächtige, in Anlehnung an barocke Vorbilder gestaltete Orgel wurde 1984 durch die Firma Fischer + Krämer aus Endingen erbaut, da das alte Instrument als unzureichend angesehen wurde. Die alte Orgel wurde vermutlich noch vor 1677 durch Hinrich Klausing aus Herford für die Franziskanerkirche in Wiedenbrück geschaffen. 1851/52 wurde sie von der katholischen Kirchengemeinde Rheda angekauft und 1886 umgebaut. Dabei kam es zu einer Verbreiterung des Prospekts. 1911 wurde sie in die neue Pfarrkirche St. Clemens überführt. 1960 erfolgte eine Erweiterung und Restaurierung durch F. W. Stegerhoff, Paderborn. Beim Bau der neuen Orgel wurde das alte Hauptgehäuse restauriert und blieb als Rückpositiv erhalten.

  • Schloss Wikipedia Icon

    Schloss Rheda zählt zu den mächtigen frühen Wasserburgen in Westfalen, die zugleich Mittelpunkt einer reichsunmittelbaren Herrschaft waren und den Wandel vom Wehrbau des Mittelalters zur barocken Residenz des Landesherrn durchmachten. Im Schutze der Burg erfolgte im 14. Jahrhundert die Gründung der Stadt Rheda als wirtschaftlicher Mittelpunkt der kleinen Herrschaft Rheda Wikipedia Icon.

    Das Schloss ist seit 1557 Stammsitz des Fürstenhauses zu Bentheim-Tecklenburg Wikipedia Icon.

  • Sogenanntes Fürstliches Witwenpalais, Steinweg 2. Der Massivbau mit Mittelrisalit, rustizierten Pilastern und vorgelagerter Freitreppe wurde ursprünglich 1766 als Wohnhaus der Brüder Girke errichtet.
  • Altes Amtsgericht, Berliner Straße 22. Der Putzbau von 1749 mit Mansarddach und Freitreppe wurde nach langer Bauunterbrechung erst um 1796 fertiggestellt. Im hinteren Teil des Grundstückes befinden sich zwei symmetrisch angeordnete Fachwerknebengebäude.
  • Wohnbauten. Große Teile der Altstadt fielen in den 1970er Jahren der Stadtsanierung zum Opfer. Betroffen war vor allem die nähere Umgebung der Stadtkirche mit dem früheren Gänsemarkt (später Wilhelmsplatz, jetzt Rathausplatz). Etliche Bauten mussten 1972 dem nach Plänen von Harald Deilmann erstellten Rathausneubau weichen, der Dimensionen der kleinteilig bebauten Innenstadt vollkommen sprengte. Abgerissen wurde auch das alte Rathaus, einstmals Wohnhaus der Familie Fontaine, welches Wilhelm Fontaine 1855 der Stadt Rheda stiftete. Mit Lange Straße 25 (heute: Berliner Straße) von 1708 verschwand eines der schönsten Wohnhäuser des historischen Stadtkerns. Es wurde 1969 abgetragen und erst von 2007 bis 2010 im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold wieder aufgebaut. In den Nebenstraßen blieb jedoch bis heute eine Reihe bescheidener Fachwerkgiebelhäuser des 16.–19. Jh. erhalten, so u. a. in der Kleinen Straße und in der Moosstraße. Ein besonders ansehnliches Straßenbild mit einfachen zweigeschossigen Dielenhäusern bietet die Straße Am Großen Wall. An Einzelbauten sind hervorzuheben:
    • Berliner Straße 19 (Hotel am Doktorplatz). Das ehemalige Witwenhaus der Dorothea Susanna Wilmans geb. Schwenger, dessen Giebeldreieck über Knaggen mehrfach vorkragt, ist 1732 bezeichnet. Die verputzten Gefache sind mit einer Ziegel imitierenden Bemalung versehen.
    • Doktorplatz 5 (Gaststätte „Münze“). Der eingeschossige Fachwerkbau mit seitlichem Anbau wurde 1604 als erstes Apothekerhaus des Ortes erbaut. Er wurde 1875 unter Verwendung von Balken der ehemals im Orangeriegarten befindlichen Alten Münze durchgreifend erneuert.
    • Doktorplatz 6 (Gaststätte Neuhaus). Das große Fachwerkgiebelhaus wurde 1716 für den Kaufmann Andreas Wilmans errichtet. Das über der ehemaligen Diele befindliche Speichergeschoss wurde wohl erst nachträglich aufgesetzt. Im Gegensatz zu den übrigen, ausgesprochen schlichten Fachwerkhäusern der Innenstadt verfügt es über einen reich beschnitzten Torbalken mit Wappen.
    • Großer Wall 44. Durchgangsdeelenhaus von 1644.
    • Großer Wall 68 (ehem. Bäckerei Heiringhoff). Der um 1565 entstandene Vierständerbau ist einer der ältesten erhaltenen Fachwerkbauten in Rheda. Er wurde 2012–2013 saniert und in ein Mehrgenerationenhaus umgewandelt.
    • Hoppenstraße 10. Fachwerkgiebelhaus des 16. Jh. Das große Dielentor wurde vor einigen Jahren wiederhergestellt.
    • Kleine Straße 3, erbaut 1619.
    • Kleine Straße 8/10, Traufen-Doppelhaus, um 1550–1600.
    • Kleine Straße 9, 1620 errichtet.
    • Nadelstraße 2. Das ehemalige Pastorat ist 1732 bezeichnet.
  • Domhof, ehemals Sitz des gräflichen Stadt- und Landrichters, Am Domhof 1. Stattlicher Vierständer-Fachwerkbau mit Diele, errichtet 1616 durch Eberhard Huck. Die alte Raumaufteilung ist weitgehend erhalten. Beachtenswert ist der Saal mit bemalter Holzbalkendecke im Stil der so genannten „Lipperenaissance“ von 1663. In den Jahren 1986–1988 wurde das ursprünglich zum Abriss vorgesehene Gebäude umfassend restauriert.
  • Drostenhof, Berliner Straße 52 (Kunsthaus Artes). Von der Hofanlage ist lediglich das Wohnhaus überkommen. Es liegt heute eingezwängt zwischen Neubauten und einem Parkdeck etwas abseits der Berliner Straße. Der verputzte Bruchsteinbau mit Walmdach und großem Einfahrtsportal ist durch Maueranker am Außenbau 1607 bezeichnet. Bauherr war Friedrich von Twickel, der Stellvertreter des Landesherrn. 1721 wurde das Gebäude durch J. Jörgens umgebaut. Auf diesen Umbau dürfte die gartenseitige Freitreppe zurückgehen. Im Inneren blieb eine barocke Balustertreppe erhalten.
  • Auf dem evangelischen Friedhof liegt das Mausoleum der Fürsten zu Bentheim-Tecklenburg Wikipedia Icon, das nach 1830 in klassizistischen Formen erbaut wurde. 1859 wurde durch H. Kaupisch ein Umbau durchgeführt.

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Seite „Rheda“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. März 2020, 00:51 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rheda&oldid=197983468 (Abgerufen: 13. April 2020, 11:55 UTC)

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