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Otranto

Worth visiting

Added on 25 May 2017,

last edited by »biroto-Redaktion« on 25 May 2017

Nearby cycle routes and tours

Route nameTypeDist. to route

Adriatic Sea Cycle Route

Route

0,1 km

busy

 

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Type of sights

Heritage building(s)

 

Name and address

Otranto

IT-73028 Otranto

Geodetic coordinates

40.145169 18.490792

Communication

Kathedrale, Otranto
Kathedrale, Otranto
Detail of Otranto castle
Detail of Otranto castle
Chiesa di San Pietro di Otranto
Chiesa di San Pietro di Otranto
Panorama del Bastimento a Torre SantʹAndrea
Panorama del Bastimento a Torre SantʹAndrea

Otranto ist eine Hafenstadt in Apulien. Sie hat ca. 5.700 Einwohner und liegt in der Halbinsel (Süd)Salento an der Ost- / Adriaküste. Das Capo d'Otranto gilt als östlichster Punkt Italiens und als Grenze zwischen der Adria und dem Ionischen Meer (der Punta Meliso in Santa Maria di Leuca an der Südspitze des Salento wird diese Ehre allerdings auch zugeschrieben).

Hintergrund

Beim Städtchen Otranto liegt mit dem Capo d'Otranto der östlichste Punkt von Italien, von hier beträgt die Distanz nach Albanien über die Straße von Otranto nur etwa 71 km. Das Capo d'Otranto gilt als Grenze zwischen der Adria im Norden und den ionischen Meer im Süden. An der 25 km langen Küstenlinie wechseln sich teils sandige Abschnitte mit Steilküsten und Klippen mit Höhlenbildungen ab.

In der bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelten Region (es fanden sich Spuren bronze- & eisenzeitlicher Besiedelung) liessen sich wohl um 1000 v.Chr. die griechisch- oder nach der Legende kretisch-stämmigen Messapier nieder.
In römischer Zeit war die Stadt eine bedeutende Hafenstadt und stand in wirtschaftlichem Austausch mit den Griechenland vorgelagerten ionischen Inseln. Mit dem Niedergang des römischen Reichs gelangte die Stadt wie die restliche Region von "Magna graecia" unter byzantinische Herrschaft.

Um 1070 eroberten die Normannen die Region, unter ihrer Herrschaft wurde 1088 die Kathedrale erbaut, er folgte die Herrschaft der Stauffer und des Hauses Aragon, deren Fürsten auf dem Thron des Königreichs Neapel regierten.
Im Jahre 1480 wurde Otranto als erste Stadt auf dem heutigen italienischen Festland von den Türken eingenommen, der Sultan von Konstantinopel, der sich als legitimer Nachfolger des Byzantinischen Reiches betrachtete, liess 800 Christen hinrichten, welche sich der Zwangsbekehrung zum Islam widersetzten. Bereits 1481 wurde die Stadt nach Belagerung der Truppen von Alfons II von Neapel wieder eingenommen, den Türken wurde freier Abzug gewährt.
Im Sechzehnten Jahrhundert konnte sich die Stadt trotz weiterer Angriffe der Sarazenen behaupten und stieg zu einem wirtschaftlichen Zentrum auf. In der Folge litt die Region unter Versumpfung, Malaria und wirtschaftlichem Niedergang. Zahlreiche Bewohner suchten Arbeit in Deutschalnd und der Schweiz, lokal blühte Menschen- und Zigarettenschmuggel, bis im letzten halben Jahrhundert die Trockenlegung der Sümpfe zu einem Aufschwung der Landwirtschaft führte und sich in den letzten 50 Jahren der Tourismus entwickelt und zunehmend als Wirtschaftsfaktor Bedeutung erlangte.

Sehenswürdigkeiten

  • die Kathedrale Santa Maria Annunziata wurde auf älteren Fundamenten 1088 errichtet. Der Mosaikfussboden wurde auf Veranlassung des ersten Erzbischofs 1163/65 vom Mönch Pantaleone vom Kloser S. Nicola di Casole geschaffen und gilt als einer vollständigsten. Die Kirche nahm nach der türkischen Eroberung 1480 Schaden, welche aber im Folgejahr nach der Rückeroberung behoben wurden.
  • die Chiesa San Pietro wurde im 9./10. Jhdt im byzantinischen Stil erbaut und 968 zur Metropolitankirche erhoben. Um die Zentralkuppel sind drei Apsiden angeordnet, welche mit byzantinischen Fresken aus dem 10./16. Jhdt. ausgemalt sind. Der Bau gilt als eines der bedeutendsten byzantinischen Bauwerke in Apulien.
  • die Barockkirche Chiesa Madonne dell'Altomare wurde 1744 fertiggestellt und ist unmittelbar über dem Strand gelegen.
  • die Kirche Santa Maria dei Martiri wurde auf der Anhöhe des Colle della Minerva im Jahre 1614 am Gedenken an das Massaker an den 800 Christen, "Martiri di Otranto", nach Eroberung durch die Türken im Jahre 1480 errichtet; an das Kirchengebäude schliesst ein Konvent des Ordens des Hl. Franziskus von Paola an.
  • die Cripta di San Nicola ist eine in den felsigen Untergrund geschlagene Höhlenkirche aus dem 10./12. Jhdt. mit Resten von Freskenmalerei.
  • die Cripta di Sant' Angelo.
  • das Kloster Monastero San Nicola di Casole liegt einige Kilometer südlich. Es wurde 1098 erbaut und von (griechischen) Basilianermönchen bewohnt. Die Bibliothek mit den griechischen und lateinischen Texten galt als eine der vollständigsten, bis es im Jahre 1480 mit dem Einfall der Türken zur kompletten Zerstörung kam; heute sind nur noch Ruinen vorhanden.
  • ganz im Süden des Gemeindegebiets, an der antiken Via Appia Calabro-Salentina liegt auf der Erhebung der Monti Ferrari die Landkirche Chiesa della Madonna della Serra, das kubische Gebäude aus dem 17. Jhdt. ist mit Fresken ausgemalt.
  • das Ipogeo di Torre Pinta: der Turm dient als Zugang zu einem unter der Erdoberfläche gelegenen Columbarium, einem Taubenschlag.
  • das Castello di Otranto: mit der Einnahme der Stadt durch die Normannen wurde die existierende Festung ausgebaut, die heutige Form erhielt es im Jahre 1228 unter dem Stauffer Friedrich II., die quadratische Festung erhielt den Grundriss mit Rundtürmen in den Ecken. Auch nach der Belagerung und Einnahme durch die Türken und der Rückeroberung im folgenden Jahr wurde die Festung nochmals ausgebaut, unter den spanischen Vizekönigen des Hauses Aragon wurde die Festung mit Bastionen Richtung Küste verstärkt, das Wappen über dem Eingang ist dasjenige von Don Pedro von Toledo.
  • entlang der ganzen Küste des Salento stehen zahlreiche Küstentürme, welche im XV./XVI. Jhdt. zum Schutz der Landbevölkerung und als Wachtürme vor Einfällen von Sarazenen errichtet wurden. Der Torre Sant'Emiliano liegt südlich der Stadt, in dessen Nähe die Grotta del Pastore / Grotta di Sant'Emiliano.
  • in der Region sind etliche Masserie, Gutshöfe mit Nebengebäuden, welche teils befestigt waren, zu besuchen.
  • in einer in den Siebzigerjahren stillgelegten Bauxitgrube hat sich ein Badeteich gebildet.

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Wikivoyage-Bearbeiter, 'Otranto', Wikivoyage, Freie Reiseinformationen rund um die Welt, 27. Juli 2016, 16:26 UTC, <https://de.wikivoyage.org/w/index.php?title=Otranto&oldid=937369> [abgerufen am 25. Mai 2017 ]

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