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Erstellt am 15.07.2020,

am 15.07.2020

Strecken-Merkmale

geplant

gefahren

Gesamtlänge in km

502

0

Gesamthöhenmeter Aufstieg

6.379

0

Durchschn. Steigung Aufstieg %

1,27

-

Gesamthöhenmeter Abstieg

6.467

0

GPS-Track-Daten

Informationen zu Rechten an den GPS-Track-Daten

Rechte-Inhaber

zoltar & biroto-Contributors

Rechte-Ausprägung / Lizenz

cc0: Public Domain keine Rechte vorbehalten

Link zur Rechtebeschreibung

creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/

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https://www.biroto.eu/

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durch zoltar am 15.07.2020

Gesamtzahl Trackpoints

7.110

0

Trackpoint-Dichte per km

14

0

Endorte

Start

Prague, Prague, CZ (203 m NHN)

Ziel

Dresden, Sachsen, DE (115 m NHN)

Fahrradfreundliche Unterkünfte, Sehenswertes und Infrastruktur

Name u. Anschrift

Breite / Länge

Tel.
Fax.
Mobile

Art d. Unterkunft

Radler-freund-lichkeit

Strecken-km
km zur Strecke
Höhe

 
 

0 km
1,7 km
204 m

Old Town / Altstadt
CZ-110 00 Praha

 

Historisches Ortsbild/Weltkulturerbe

Prag, Altstadtplatz
Prag, Altstadtplatz
Prag, Rathaus am Altstädter Ring
Prag, Rathaus am Altstädter Ring
Palác Granovských z Granova
Palác Granovských z Granova
Prague, Charles Bridge as seen from the Vltava River
Prague, Charles Bridge as seen from the Vltava River

Die Prager Altstadt (Staré město) liegt am rechten Ufer der Moldau. Der Sage nach wurde sie um 800 von der slawischen Fürstin Libusa gegründet. Sie lag unter dem Schutz der Burgen auf dem Hradschin und dem Vyšehrad an der Kreuzung mehrerer Handelswege an einer Furt durch die Moldau. Durch den Zuzug von deutschen und jüdischen Siedlern entwickelte sich die Stadt rasch, und bereits 1348 wurde außerhalb der Stadtmauern die Neustadt gegründet.

Hintergrund

Die Prager Altstadt wird begrenzt von der Moldau im Westen und Norden, im Osten und Süden sind es in etwa die Straßen Revoluční, Na přikopě und Národní třida. Entlang dieser Straßen verliefen im Mittelalter die gewaltigen Stadtmauern der Altstadt. Diese wurden erst mehrere Jahrhunderte nach der Gründung der Neustadt abgerissen, als die vier Stadtteile Altstadt, Neustadt, Kleinseite und Hradschin 1784 zur Stadt Prag vereint wurden. Im Norden der Altstadt gab es bereits seit dem 13. Jahrhundert ein jüdisches Viertel mit einer eigenständiger Verwaltung, es wird als Josefstadt Wikivoyage Icon bezeichnet.

Sehenswürdigkeiten

Die Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich in erster Linie um den Altstädter Ring, die Karlsbrücke und das Ufer der Moldau sowie entlang der ehemaligen Stadtmauern. Um die wesentlichsten Sehenswürdigkeiten kennenzulernen kann man den Königsweg benutzen, ihn benutzten die tschechischen Könige auf dem Weg zu ihrer Krönung. Er führte sie vom Repräsentationshaus, damals stand hier der alte Königspalast, vorbei am Pulverturm durch die Celetná über den Altstädter Ring und den Kleinen Ring durch die Karlova, dann über die Karlsbrücke und weiter durch die Kleinseite zum Hradschin.

Altstädter Ring

Als Altstädter Ring (Staroměstské náměstí, Staromak) bezeichnet man einen 9.000 m² großen Platz in der Altstadt. Er wurde bereits im 11./12. Jahrhundert angelegt und diente als zentraler Marktplatz. Er ist einer der schönsten Plätze in Europa, jeder Tourist muss ihn besuchen, und entsprechend belebt ist er auch. In seiner Mitte ist das Denkmal des tschechischen Reformators Jan Hus. Der Platz ist gesäumt von einer ganzen Reihe historischer Gebäude, am auffallendsten sind das Altstädter Rathaus (Staroměstska radnice) auf der Westseite und die gegenüberliegenden Gebäude der Teynschule und Teynkirche.

Westseite
  • Altstädter Rathaus (Staroměstská radnice), Staromestské namesti (Altstädter Ring). Das Rathaus steht an der Westseite des Altstädter Rings. Das erste Rathaus stammt aus dem 13. Jh. Im 14. Jh. wurde ein mächtiger Turm und in der Folge wurden weitere Gebäude hinzugefügt. Vom ursprünglichen Bau bleib das gotische Portal und die Erkerkapelle im Turm erhalten. Im westlichen Teil befindet sich ein frühgotisches Gewölbe. Das reich verzierte Portal stammt aus dem Jahr 1480.  Die Fassade wurde später umgestaltet. Sie wird von einem Renaissancefenster aus der Zeit um 1520 beherrscht. Die historischen Räume des Gebäudes im zweiten Obergeschoss sowie im Keller sind im Rahmen einer Führung zu besichtigen.
  • Vom 41 m hohen Rathausturm hat man eine unvergleichliche Sicht auf den Altstädter Ring und über die Altstadt. Der Turm ist geöffnet Mo 11-22 Uhr, Di-So 9-22 Uhr.
  • Astronomische Uhr (Orloj): sie befindet sich in einem Anbau des Rathausturms aus dem 15. Jh. Die Uhrenscheibe im oberen Teil zeigt neben der Uhrzeit auch den Umlauf von Sonne und Mond, darunter ist eine Kalenderscheibe mit den Tierkreiszeichen. Zu jeder vollen Stunde zwischen 9 und 21 Uhr öffnen sich die Fenster oberhalb der Uhrenscheibe, und man sieht die 12 Apostel vobeiziehen, auch die anderen Figuren neben den Zifferblättern bewegen sich. Bei dieser Gelegenheit gibt es immer ein riesiges Gedränge.
  • Haus zur Minute, Staromestske namesti 3. Das Haus befindet sich unmittelbar westlich neben dem Altstädter Rathaus. Es wurde Anfang 15.Jh. errichtet, ab 1564 umgebaut und nach und nach mit Sgraffitomalereien versehen.
Südseite

Entlang der Südseite des Platzes stehen die Häuser dicht gedrängt, ihre Fassaden sind meist ansprechend gestaltet. Im Untergeschoss befinden sich teilweise Restaurants und Cafés. Sehenswert sind auch die Souvenirshops, zumindest was Vielfalt und Qualität der angebotenen böhmischen Gläser betrifft.

Ostseite
  • Haus zum Weißen Einhorn, Untergeschoss: Café u Tyn, darüber Ausstellung von Plakaten von Alfoms Mucha
  • Teynschule, Staromestské Namesti.
    Das Gebäude ist ein typisches Beispiel für die baugeschichtliche Entwicklung der Häuser in der Prager Innenstadt. Im Untergeschoß befindet sich ein frühgotischer Raum mit Tonnengewölbe, das Erdgeschoß hat einen Laubengang mit Rippengewölbe aus dem 13. und 14.Jh. Der obere Teil wurde um 1550 im Stil der venezianischen Renaissance umgebaut.
  • Teynkirche, Staromestske namesti. Die Teynkirche ist eine dreischiffige Kirche im gotischen Stil. Die Kirche ist von dem Platz durch das Gebäude der Pfarrschule getrennt, die Kirchenfassade hat daher einen auffallenden Giebel und zwei mächtige ungleiche Türme. Die Kirche hat eine reiche Innenausstattung. Das Gotteshaus ist zugänglich von einem kleinen Hof, den man durch die Arkaden der Teynschule erreicht. Es ist geöffnet Di-Sa 10-13 Uhr und 15-17 Uhr, So von 10:30 bis 12 Uhr. Eine Spende von 25 CZK wird erwartet. Fotografieren ist in der Kirche generell untersagt.
  • Haus Zur Steinernen Glocke, direkt neben der Teynschule, in dem Gebäude ist eine Ausstellung der Galerie der Hauptstadt Prag.
  • Palais Goltz-Kinsky. Das Palais wurde 1755 bis 1765 am Altstädter Ring errichtet. Das spätbarocke Bauwerk weist an der Fassade erste Anzeichen des Rokoko auf. In dem Palais ist eine Abteilung der Nationalgalerie untergebracht.
Nordseite
  • Zwischen dem Haus Schier und der St.-Niklas-Kirche führt die Pařížská-Straße in die Josefstadt Wikivoyage Icon
  • St. Niklas-Kirche in der Altstadt. Die Kirche wurde in den Jahren 1732 bis 1735 als Teil des heute nicht mehr bestehenden Benediktinerklosters errichtet. Ihre Fassade mit einer hohen Kuppel und zwei schlanken Türmen weist in eine schmale Gasse hinter dem Rathaus.
  • Hinter der St.-Niklas-Kirche ist der kleine Kafka-Platz (náměstí Franze Kafky). An einem Gebäude erinnert eine Bronzetafel, dass hier einst das Geburtshaus des Dichters stand.
Kleiner Ring

Der Kleine Ring (Malé náměstí) liegt nur wenige Schritte westich vom Haus zur Minute, es ist einer der schönsten Plätze der Prager Altstadt. Die meisten Häuser stehen auf romanischen Fundamenten, viele haben gotische Portale und Barockfasssaden.

  • Das Rott'sche Haus, Malé námesti 3, wurde Ende des 19.Jh. über zwei romanischen Untergeschossen im Stil der Neorenaissance erbaut.
  • Das Haus zur Goldenen Lilie, Malé námesti 12, gilt als das älteste Haus Prags.
  • Im Richterhaus, Malé námesti 11, eröffnete ein Apotheker aus Florenz 1353 die erste Apotheke in Prag.
  • Im Haus zur Goldenen Krone, Malé námesti 13, wohnte um 1700 der Barockbaumeister Christoph Dientzenhofer.
  • Der Brunnen in der Mitte des Platzes stammt aus dem 16.Jh. Er hat schmiedeeisene Renaissancegitter und wurde später mit goldenen Engeln und dem böhmischen Löwen ergänzt.
Karlova

Die gewundenen Altstadtgasse der Karlova führt vom Kleinen Ring auf die Karlsbrücke.

  • Palais Colloredo-Mansfeld, Karlova 2. Dieses Palais entstand 1735 bis 1747.
  • Kapelle Mariä Himmelfahrt, Karlova ulice. Die Kapelle wurde Ende des 16.Jh. für die aus Italien stammenden Bewohner Prags errichtet. Sie steht zwischen St. Salvator und St. Clemens. Vor der Kapelle befindet sich ein barocker Portikus, der sie mit der Barockkirche St. Clemens verbindet.
  • Haus zum Goldenen Brunnen, Karlova 3.
    Das Haus zum Goldenen Brunnen ist ein Bürgerhaus im Stil der Renaissance und wurde um 1600 errichtet. Die Fassade wurde um 1700 im Stil des Frühbarock umgestaltet. Auf einem Stuckrelief sind Pestschutzpatrone und Hausheilige dargestellt.
  • Im Haus zur Französischen Krone, Karlova 4, wohnte von 1607 bis 1612 der Astronom Johannes Kepler, der Nachfolger von Tycho Brahe als Astronom und Mathematiker von Rudolf II. war.
  • Im Haus zur Goldenen Schlange, Karlova 18, verkaufte der Armenier Deodatus Damian 1714 erstmals in Prag Kaffee. Später errichtete er im Haus Zu den drei Straußen auf der Kleinseite das erste Prager Kaffeehaus.
  • Im Haus zum blauen Hecht, Karlova 20m, nahm 1907 das erste Kino Prags seinen Betrieb auf.
An der Moldau

Die Westseite und den Norden der Altstadt kann man gut entlang der Moldau erkunden

  • Die Brücke der Legionen (Most legií) wurde um 1900 erbaut, es ist eine der Hauptverkehrsadern über die Moldau. Sie führt auf die "Národní", das Nationaltheater an der Südseite der Straße liegt bereits in der Neustadt Wikivoyage Icon
  • Smetana Kai (Smetana nabrezi). Der Kai bietet einen schönen Blick auf das westliche Ufer der Moldau, Kleinseite und Hradschin. Hier befindet sich das Smetana-Museum und das Smetana-Denkmal.
  • Smetana-Denkmal, Smetana Kai (Smetana nabrezi), überlebensgroßes Denkmal des berühmten tschechischen Komponisten, des Schöpfers von Mein Vaterland und der Verkauften Braut.
  • Bedřich-Smetana-Muzeum, Smetana nabrezi. Mi bis Mo 10 bis 12, 12.30 bis 17 Uhr. Das Museum steht am Novotný-Steg oder Altstädter Steg und erinnert an Leben und Werk des Komponisten. Es enthält Originalpartituren, Instrumente, Briefe und persönliche Gegenstände. Das Museum befindet sich im ehemaligen Wasserwerk mit einer von Mikolás Ales gestalteten Sgraffito-Fassade, sie zeigt Szenen aus dem Dreißigjährigen Krieg. Das Ensemble wird überragt vom ehemaligen Altstädter Wasserturm. Die Kaffeehäuser und Bars rund um das Museum bieten einen schönen Blick auf die Kleinseite und den Hradschin.
  • Altstädter Mühlen, Smetana nabrezi. Die Mühlen dienen seit dem 15.Jh. der Versorgung der Stadt mit Trinkwasser und bilden einen der malerischsten Winkel Prags.
  • Das Museum für mittelalterliche Folterinstrumente, Křižovnické náměstí 1, ist Geschmackssache.
  • Karlsbrücke (Karlův most). Mit ihrem Bau wurde 1357 begonnen, nachdem ihre Vorgängerin, die um 1160 erbaute Judith-Brücke, 1342 bei einem Hochwasser zerstört wurde. Ihr Name war anfangs schlicht "Steinbrücke" (Kamenný most) oder auch "Prager Brücke" (Pražský most), erst seit 1870 trägt sie den Namen Karlsbrücke. Sie steht auf 16 Pfeilern und ist 516 m lang.
    Über dem ersten Pfeiler auf der Altstadt-Seite erhebt sich ein Tor-Turm, er gilt als einer der schönsten gotischen Türme überhaupt. Die anderen 15 Pfeiler sind jeweils links und rechts mit Skulpturen geschmückt. Aber auch dies war nicht von Anfang an so: die Skulpturen wurden erst nach 1700 aufgestellt. Am Brückenkopf auf der Kleinseite stehen zwei Türme, wobei der kleinere noch von der Judith-Brücke stammen soll. Im größeren Turm ist eine Tourist-Information, auch er kann wie der Altstädter Brückenturm bestiegen werden. Beide Türme sind geöffnet täglich ab 10 Uhr, im Winter bis 19 Uhr, im Sommer bis 22 Uhr, Eintritt jeweils 75 CZK.
  • St. Salvator-Kirche, Krizovnicke namesti. Die Kirche St. Salvator gilt als eine der großartigsten frühbarocken Kirchen Prags. Sie wurde in den Jahren zwischen 1578 und 1660 errichtet.
  • St. Franziskus-Kirche (Kreuzherrenkirche), Krizovnicke namesti). Die Kirche wurde in den Jahren 1679 bis 1689 errichtet. Zu dieser Zeit war das Clementinum und der Portikus der St. Salvator-Kirche bereits fertiggestellt, so dass an der Ecke des Kreuzherrenklosters nur noch wenig Platz verblieb.
  • Clementinum, Krizovnicke namesti.
    Das Clementinum ist das drittgrößte Bauwerk im historischen Zentrum Prags. Es wurde in den Jahren von 1653 bis 1770 als Jesuitenkolleg für ganz Böhmen errichtet. 30 Häuser, 3 Kirchen, ein Kloster und ein Garten mussten dem Bau Platz machen. Der älteste Teil ist der westliche Teil, der ursprünglich zwei Stockwerke aufwies und durch massive Pilaster mit Büsten der Imperatoren geschmückt war. Der Haupteingang befindet sich neben der St. Salvator-Kirche. Das Gebäude umfasst fünf Innenhöfe. Im dritten Hof befindet sich der Turm einer Sternwarte. Das Sommerrefektorium und die Spiegelkapelle sind reich mit Stukkaturen geschmückt, die barocke Bibliothek hat ein illusionistisches Deckengemälde. Weitere erhalten gebliebene Säle sind der Mathematische Saal, der Musiksaal und der Mozartsaal. Sie verfügen über Stuckdecken mit Fresken. In den 1920er Jahren wurde das Clementinum für die Benutzung durch die Nationalbibliothek umgestaltet.
  • Manes-Brücke (Mánesův most), erbaut 1911-1914. Vor der Brücke eine kleine Grünanlage mit einem Denkmal des Komponisten Antonín Dvořák.
  • Rudolfinum, Teschechische Philharmonie
  • Čechův most (Čechův most) erbaut 1908 im Jugendstil
  • Agnes-Kloster, in den Räumen sind Teile der Nationalgalerie untergebracht, Schwerpunkt Mittelalterliche Kunst. geöffnet Di-So 10-18 Uhr
  • Salvator-Kirche, frühgotischer Stil
Altstadt: östlicher Teil

Der Bereich umfasst das Gebiet der Altstadt östlich des Altstädter Rings bis zum Platz der Republik (Náměstí Republiky), die Straßen Revoluční und Na přikopě bilden die Grenze zur Neustadt.

  • Pulverturm, Celenta ulice und Namesti Republicky. Das Tor beherrscht den wichtigen Zugang von Kutna Hora (Kuttenberg) in die Altstadt. Der Neue Turm wurde 1475 nach dem Vorbild des Altstädter Brückenturms errichtet. Der Bau wurde nach dem Umzug des Königs in die Prager Burg 1483 eingestellt und erhielt ein provisorisches Dach. Seit Ende 17.Jh. diente er als Pulvermagazin. Er wurde im 19.Jh. restauriert und im neugotischen Stil vollendet. Aus dieser Zeit stammt auch das Netzgewölbe in der Durchfahrt und der Skulpturenschmuck an der Fassade. Gegen Gebühr kann man den Turm besteigen, die enge Treppe ist jedoch nicht besonders einladend.
  • Repräsentationshaus der Hauptstadt Prag, Namesti Republicky 5. Das repräsentative Gebäude wurde in den Jahren 1903 bis 1912 errichtet. Der Bau ist symmetrisch entlang von zwei Diagonalen angelegt. An einer dieser Diagonalen liegt der zentrale Konzert- und Theatersaal mit Platz für 1.500 Besuchern. Hinter dem Eingangsportikus befindet sich der Primator-Saal mit Fresken des Jugendstilmalers Alfons Mucha.
  • St. Jakob-Kirche im Minoritenkloster, Mala Stupartska namesti. Das Minoritenkloster wurde im 13.Jh. gegründet. Die im 14.Jh. erbaute Kirche wurde nach dem Brand von 1689 barockisiert. Das langgezogene gotische Mittelschiff blieb erhalten und wurde über den Seitenschiffen durch barocke Tribünen ergänzt. Die reiche barocke Innenausstattung stammt aus den Jahren 1736 bis 1739. Gotische Formen sind im Nord- und Westflügel des Minoritenklosters erhalten, der Süd- und Ostflügel wurden barockisiert.
  • Teynhof – Ungelt, Týnska ulicka.
    Hier befand sich ursprünglich ein Hof, der als Zollamt und Quartier für auswärtige Kaufleute diente. Der Grundriss dieses Hofes mit zwei Eingangstoren und Häusern an der Außenseite ist noch erkennbar. Die Häuser wurden seit Anfang 13.Jh. erbaut. In den Hauseingängen sind Reste gotischer Wandmalereien erhalten. Das Palais Granovsky wurde um 1560 im Stil der italienischen Renaissance errichtet. Auch das Haus Zum Blauen Adler ist ein Renaissancebau. Durch das Haus Vrbnovsky führt das Osttor in den Teyn. Das Haus zum Auge Gottes ist ein Renaissancebau, der barock umgestaltet wurde.
  • Palais Hrzán von Harras, Celetná 12.
    Dieses Palais wurde auf den Mauern romanischer und gotischer Häuser von 1702 bis 1710 im Stil des Barock errichtet und zu Beginn des 20. Jh. in ein Wohnhaus umgewandelt.
  • Haus zum Steinbock, Staromestske namesti 17.
    Das ursprünglich gotische Haus wurde 1520 umgebaut. Es erhielt ein Portal im Stil der Frührenaissance und ein gezimmertes Hauszeichen. Später wurde ein Giebel im Stil der Spätrenaissance hinzugefügt. Ein Durchgang führt zu einem mit Sgraffiti verzierten Hof vor der Teynkirche.
  • Haus zur Schwarzen Mutter Gottes, Ovocny trh 19.
    Das Haus wurde in den Jahren 1911 und 1912 in dem damals vorherrschenden kubistischen Stil errichtet. Seit 1994 befindet sich hier das Museum des tschechischen Kubismus.
  • Palais Granovský, Tynska ulica 2.
    Dieses Palais ist das am besten erhaltene Bürgerhaus aus der Zeit der Renaissance. Es wurde um 1560 errichtet und beherrscht den Zugang zum Teynhof vom Westen. Das Gebäude hat im Hof eine Loggia mit Sgraffitomalereien mit Szenen aus der antiken Mythologie.
Altstadt: südlicher Teil

Gemeint ist das Stadtgebiet zwischen dem Altstädter Ring und den Straßen 28. října und Národní třida, sie markieren die Grenze zur Neustadt.

  • St. Ägidius-Kirche, Husova ulice. Die Kirche wurde im 14.Jh. als Pfarrkirche und Dominikanerkirche an der Stelle einer romanischen Kapelle errichtet. Sie ist eine gotische Hallenkirche mit drei Schiffen und einer mächtigen Fassade mit zwei Türmen. Sie wurde im 18.Jh. barockisiert.
  • St. Bartholomäus-Kirche, Bartolomejska ulice. Die Kirche wurde in den Jahren 1726 bis 1731 als Teil des Jesuitenklosters errichtet.
  • Heiligenkreuzrotunde in der Altstadt, Karoliny Svetle. Die Heiligenkreuzkapelle wurde im 12.Jh. errichtet und zählt zu den wenigen erhalten romanischen Bauten Prags. Die runde Kapelle hat einen Durchmesser von 6 Metern. Sie wurde im 19.Jh. renoviert. Im Inneren sind Reste gotischer Wandmalereien erhalten.
  • Carolinum, Zelezna 9.
    Kernstück des Carolinum sind gotische Häuser mit Laubengängen und Kreuzgewölben. 1383 wurden der Festsaal mit einer Kapelle und dem zur Straße vorspringenden Erker errichtet. Unterrichtsräume und Wohnungen der Professoren waren rund um den mit Balkonen ausgestatteten Innenhof angelegt. Das Gebäude wurde im 18. Jh. barockisiert.
  • Haus der Herren von Kunstadt und Podiebrad, Retezova 3.
    Das Haus der Herren von Kunstadt und Podiebrad wurde gegen Ende des 12.Jh. errichtet und ist eines der am besten erhaltenen romanischen Steinhäuser in Prag. Romanische Räume sind auch in den Untergeschossen der Häuser Celetná 12, Celetná 1, Husova 21, U radnice 10, Jilska 6, Husova 11 und Husova 44 erhalten.
  • Palais Clam-Gallas, Husova 20.
    Dieses Palais entstand in den Jahren 1713 bis 1719 an der Stelle eines gotischen Gebäudes und kennzeichnet den Beginn einer großzügigen Bebauung dieses Teils der Altstadt. Die monumentale Fassade sollte sich ursprünglich zu einem großen freien Gelände hin öffnen, diese Anlage wurde aber nie begonnen. In dem Gebäude befinden sich große Säle, zu denen man über ein aufwändig gestaltetes Treppenhaus gelangt. Wand- und Deckenmalereien der Bibliothek und mehrerer anderer Räumen stammen ebenfalls von C.Carlone.
  • Haus zu den Goldenen Bären, Kozna 1.
    Das Haus zu den Goldenen Bären ist eines der wichtigsten Renaissancehäuser in Prag. Es wurde rund um einen Innenhof mit einer Loggia errichtet. Das Eingangsportal aus dem Jahr 1590 ist mit Ornamenten und zwei Bären verziert. An der Ecke befinden sich Reste eines gotischen Portals. Der Eingang im Stil des Klassizismus stammt aus der Zeit um 1800.
  • St. Gallus-Kirche, Havelska ulice. Die im 13.Jh. Gegründete, ehemalige Klosterkirche des Karmeliterordens wurde im 14.Jh. in eine gotische Basilika umgewandelt. In den Jahren 1722 bis 1729 wurde vor der Fassade eine geschwungene Wand errichtet mit Skulpturen der Heiligen des Karmeliterordens und des Hlg. Johannes von Nepomuk errichtet. Das Kircheninnere zeichnet sich durch das Nebeneinander von Barock und Gotik aus. Das gotische Rippengewölbe ist erhalten, zu beiden Seiten finden sich frühbarocke Tribünen mit barocken Kapellen an den Enden der Seitenschiffe.
Weitere Bauwerke
  • Haus zu den zwei goldenen Bären, Kozna 1 (Ecke Melantrichova). Das Haus hat ein schönes Renaissanceportal, einen Arkadenhof und einen gotischen Keller.
  • Haus zum Goldenen Ring (Dùm U kamenného zvono), Staromestské námesti 13, +420 224 827526. Di bis So 10 bis 18 Uhr. KC 120 ist ein mittelalterliches Gebäude aus dem 14.Jh. mit einer Barockfassade, unmittelbar neben dem Palais Goltz-Kinský. Die steinerne Glocke befindet sich an der Ecke des Hauses. Zwei restaurierten gotischen Kapellen werden heute als Zweigstellen der Galerie der Hauptstadt Prag verwendet.
  • Ständetheater (Stavovské divadlo), Ovocný trh 1, +420 224 215001. Ständetheater und Carolinum sind die ältesten Theater Prags. Das Ständetheater zählt auch zu den schönsten klassizistischen Gebäuden der Stadt. Hier wurde 1787 Mozarts Oper Don Giovanni uraufgeführt, wobei Mozart selbst dirigierte. Es entwickelte sich zu einem Zentrum der deutschen Bürger der Oberschicht Prags, woraus sich die Bezeichnung Stände-Theater ableitet.
Museen
  • Marionetten-Museum (Muzeum Loutek), Karlova 12, +420 222 228511. 12 bis 20 Uhr. Kc 100. Das Museum enthält eine Ausstellung zur Geschichte der Marionetten vom Ende des 17.Jh. bis Anfang des 19.Jh. und der typisch tschechichen Fihuren Spejbl und Hurvinek.
  • Museum des Tschechischen Kubismus (Muzeum Ceského kubismu), Ovocný trh 19, +420 224 211746. Di bis So 10 bis 18 Uhr. Kc 100. Das Museum befindet sich in dem 1912 von Josef Gocár errichteten Haus zur Schwarzen Mutter Gottes (dum u cerné Matky Biozi). Die Ausstellung umfasst Gemälde und Skulpturen des tschechischen Kubismus, Möbel, Keramik und Gegenstände aus Glas.
  • Náprstek-Museum (Muzeum Naprstkovo), Betlémské namesti 1, +420 224 497500. Di bis So 10 bis 18 Uhr. Kc 80. Das Museum wurde im 19.Jh. vom dem Industriellen Vojta Náprstek gegründet und beherbergt eine völkerkundliche Ausstellung zu den Kulturen Afrikas, Amerikas und Asiens.
  • Tschechisches Museum der Schönen Künste (Ceské muzeum vytvarnych umení), Husova 19-21, +420 222 220218. Di bis So 10 bis 20 Uhr. Kc 50 mit einer ständigen Ausstellung zur Kunst des 20.Jahrhunderts.
  • Zidovské muzeum Praha (Jüdisches Museum Prag), U Starého Hrbitova 3a (Metro: Staromestska), +420 222 317191. Apr bis Okt So bis Fr 9 bis 18 Uhr, Nov bis März So bis Fr 9 bis 16.30 Uhr. Kc 300 bzw. Kc 480. Zum jüdischen Museum gehören die Maisel-Synagoge, Spanische Synagoge, Pinkas-Synagoge, der alte jüdische Friedhof, die Klausen-Synagoge, die Zeremonienhalle und die Robert-Guttmann-Gallerie (nicht aber die Altneu-Synagoge).

Informationen zu Urheber-Rechten

Rechte-Ausprägung / Lizenz

by-sa: CREATIVE COMMONS Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen

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Wikivoyage-Bearbeiter, 'Prag/Altstadt', Wikivoyage, Freie Reiseinformationen rund um die Welt, 4. September 2016, 16:27 UTC, https://de.wikivoyage.org/w/index.php?title=Prag/Altstadt&oldid=956528 Wikivoyage Icon [abgerufen am 12. Oktober 2016]

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17.06.2012 - 13.03.2021

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0 km
4,7 km
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CZ-171 00 Praha

 

Camping

 

0 km
4,4 km
171 m

 

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Pension/Gästehaus

 

0 km
4,0 km
182 m

 

CZ-170 00 Praha

 

Hotel

 
 

0 km
1,2 km
227 m

Prague/Castle and Lesser Town
CZ-118 00 Praha

 

Historisches Ortsbild/Weltkulturerbe

Prag, Blick auf den Hradschin (Hradčany) mit Burg
Prag, Blick auf den Hradschin (Hradčany) mit Burg
Prag, St.-Veits-Dom
Prag, St.-Veits-Dom
Prag, Palais Lobkowicz
Prag, Palais Lobkowicz

Die Prager Kleinseite (Malá Strana) ist ein Stadtteil von Prag Wikivoyage Icon auf der westlichen Seite der Moldau, gegenüber der Altstadt Wikivoyage Icon (Staré Město), mit der sie über die Karlsbrücke (Karlův most) verbunden ist. Im Norden wird sie überragt vom Hradschin Wikivoyage Icon, im Süden bildet der 327 m hohe Petřin die Grenze zum Stadtteil Smíchov.

Der Hradschin (Hradčany) ist das historische Viertel auf dem Burgberg von Prag Wikivoyage Icon. Es wird dominiert von der Prager Burg (Pražský hrad), in deren Zentrum der Veitsdom steht.

Hintergrund

Das Gebiet westlich der Moldau wurde im 9. Jh. besiedelt. König Ottokar II. Przemysl erhob es 1257 zur zweiten Prager Stadt (nach der Altstadt). Seit dem 14. Jh. wurde die Stadt Minor civitas Pragensis (Kleinere Prager Stadt) genannt, davon leitet sich die Bezeichnung Mala Strana (Kleinseite) ab. Im Mittelalter war die Kleinseite von deutschen Handwerkern und Kaufleuten bewohnt. In den Hussitenkriegen wurde die Stadt zerstört, in der Folgezeit kam es mehrmals zu Brandkatastrophen. Ab dem 16. Jh. entstanden hier prachtvolle Renaissance-Paläste des Adels. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erhielt die Kleinseite mit prunkvollen Kirchen und Residenzen des Adels ihr barockes Aussehen. 1784 wurde die Kleinseite mit Altstadt, Neustadt und Hradschin vereint. Nach Ende des Ersten Weltkriegs zogen Behörden und Botschaften in die Paläste ein.

Die Geschichte des Hradschin reicht zurück bis ins 9. Jahrhundert, als eine erste Burg auf diesem Bergsporn oberhalb der Moldau errichtet wurde. Inzwischen sind mehr als 1000 Jahre vergangen, und aus der kleinen mit Erdwällen geschützten Burg entwickelte sich die größte Burganlage der Welt. Im Lauf der Zeit wohnten hier Könige und Kaiser, etliche böhmische Adlige ließen hier prächtige Paläste errichten, und auch die Prager Bischöfe ließen sich auf dem Hradschin nieder. Seit 1992 gehört der Hradschin zusammen mit der Prager Altstadt zum Weltkulturerbe.

Sehenswürdigkeiten

Prager Burg

Der Hradschin ist bei weitem die größte und leider oft überlaufene touristische Attraktion der Stadt (jährlich rund 1,5 Millionen Touristen). Beim Besuch der Sehenswürdigkeiten sollte mit Wartezeiten gerechnet werden. Günstige Besuchszeiten sind am frühen Morgen, wenn das Schloss gerade öffnet, oder auch am späten Nachmittag, wenn viele Touristengruppen das Burgviertel wieder verlassen haben. Dann erscheint auch die Stadt durch die untergehenden Sonne in einem goldenen Licht.

Die Prager Burg ist ganzjährig für Besucher geöffnet, von April bis Oktober sind die Burgtore zwischen 5:00 und 24:00 Uhr offen, im Winter schließen die Burgtore eine Stunde früher. Der Eintritt zum Burggelände ist frei, für die Besichtigung einiger historischen Innenräume muss man Tickets erwerben. Diese Räume sind in den Sommermonaten zwischen 9:00 und 17:00 geöffnet, in den Wintermonaten zwischen 9:00 und 16:00. Ausstellungen sind in der Regel zwischen 10:00 und 18:00 geöffnet

Die Burg ist von der Kleinseite Wikipedia Icon über die Alten Schlosstreppen (zum Osteingang), die Neuen Schlosstreppen und die Nerudagasse (Nerudova) (beide zum Westeingang) erreichbar.

Zum Komplex der Burg gehören, gruppiert (von Westen nach Osten) um drei Burghöfe, den Georgsplatz und die Georgigasse / Jířská, neben den Räumlichkeiten des Staatspräsidenten:

  • der gotische St.-Veits-Dom Wikipedia Icon mit der Königsgruft im innersten Burghof,
    Der Veitsdom ist für Besucher geöffnet Mo-Sa 9-17 Uhr, in den Wintermonaten schließt er um 16 Uhr. Sonntags öffnet der Dom generell um 12 Uhr, dann bilden sich vor dem Eingang an der linken Seite des Westprotals lange Schlangen. Der Eintritt in das hintere Viertel des Doms ist frei, Tickets zum Burgrundgang berechtigen zur Besichtigung des gesamten Gotteshauses.
  • der barocke Königspalast im zweiten Burghof,
  • die romanische St.-Georgs-Basilika (sv. Jiří) mit den Türmen Adam und Eva am Georgsplatz,
  • der gotische Wladislaw-Saal im innersten Burghof,
  • die barocke Heilig-Kreuz-Kapelle Wikipedia Icon, die einst den Domschatz beherbergte, im zweiten Burghof,
  • die barocke Burggalerie im zweiten Burghof mit Werken von Rubens, Tizian und anderen,
  • der Obelisk zum Gedenken an die Opfer im Ersten Weltkrieg neben dem St.-Veits-Dom im ersten Burghof,
  • die Wehranlage am nördlichen Rand des Burgareals mit dem Mihulka-Pulverturm (Prašná věž) in Gotik und Renaissance und den gotischen Türmen Weißer Turm und Daliborka,
  • das von diesen beiden Türmen eingefasste Goldene Gässchen Wikipedia Icon (Zlatá ulička) mit Häuschen aus Gotik und Renaissance, wo 1917 in Haus Nr. 22 vorübergehend Franz Kafka lebte,
  • das barocke Matthiastor (Matyášova brána) von 1614 in den zweiten Burghof,
  • Palais Lobkowicz Wikipedia Icon, Privatmuseum mit einem Teil der Kunstsammlungen der Fürstenfamilie an der Georgigasse nächst dem Osteingang.

Rund um die Burg befinden sich die Gartenanlagen: Königsgarten, Wallgarten und Paradiesgarten.

Das Belvedere oder Lustschloss der Königin Anna (Letohrádek královny Anny) im Baustil der Renaissance wurde zwischen 1538 und 1560 in der östlichen Ecke des Königlichen Gartens von Kaiser Ferdinand I. errichtet. Vor dem Schloss steht der von Tomas Jaros 1564–1568 errichtete bronzene Singende Brunnen.

Der Hradschiner Platz (Hradčanske náměstí) liegt vor dem Haupteingang der Burg. Die ihn umgebenden Bauwerke und der Blick über die Prager Altstadt machen ihn zu einem der schönsten Plätze in Europa.

  • Ostseite: Blick zum Schloss mit dem Ersten Burghof, den Skulpturen der kämpfenden Titanen und dem Matthiastor.
  • Nordseite: Erzbischöfliches Palais, Palais Sternberg, Palais Martinický
  • Westseite: Toskanischer Palast
  • Südseite: Kirche St. Benedikt, Karmeliten-Kloster, Palais Schwarzenberg, Palais Salmovsky, daneben eine unbebaute Stelle mit dem Zugang zur Burg und einem schönen Blick über Prag
  • Auf dem Platz: Barocke Pestsäule, errichtet anlässlich der Epidemie von 1726. Gußeiserne Kandelaber aus dem 19. Jahrhundert

In den Palais Sternberg, Palais Schwarzenberg und Palais Salmovsky sind Sammlungen der Nationalgalerie untergebracht.

Loreto Prag, Loretánské nám.7, 118 00 Praha. geöffnet Apr-Okt 9-12:15 Uhr und 13-17 Uhr, Nov-Mrz 9:30-12:15 Uhr und 13-16 Uhr. Eintritt 130 CK, Fotoerlaubnis (kein Blitz, nicht gewerblich 100 CK). Das Heiligtum am Loretoplatz ist ein Wallfahrtsort der Marienverehrung, wie er im 15. Jahrhundert in Italien entstand.

Das Prämonstratenser-Kloster Strahov wurde um das Jahr 1140 gegründet und im romanischen Stil erbaut. Im Laufe seiner Geschichte wurde es mehrfach stark beschädigt und danach wieder aufgebaut. Sein heutiges Aussehen im barocken Stil erhielt es um das Jahr 1740. Der Innenraum der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt ist im Barockstil ausgemalt. Bekannt ist das Kloster hauptsächlich wegen seiner Bibliothek im ersten Obergeschoss eines Nebengebäudes. Die Bibliothek ist geöffnet täglich von 9-12 Uhr und von 13-17 Uhr, Eintritt 80 CK, Fotoerlaubnis 100 CK.

Kleinseitner Ring

Der Malostranské náměstí (Kleinseitner Ring) war seit der Gründung der Stadt im Jahr 1257 der politische und wirtschaftliche Mittelpunkt der Kleinseite. Hier stand die romanische Wenzelsrotunde. 1283 wurde die gotische St. Niklas-Kirche erbaut. Gemeinsam mit einigen Bürgerhäusern teilt sie den Platz in den Unteren Ring und den Oberen Ring. Auch nach der Vergrößerung der Nikolauskirche durch die Jesuiten blieb die Zweiteilung erhalten.

  • St.-Nikolaus-Kirche (Kostel sv. Mikuláše) − prachtvolle Barockkirche von (1703 – 1754) mit 70 m hoher Kuppel und Glockenturm (1756). Innen: 1500 m² großes Deckenfresko Apotheose des hl. Nikolaus.
  • Kleinseitner Rathaus, Malostranské náměstí (Kleinseitner Ring) 25. Das Gebäude im Stil der Spätrenaissance wurde in den Jahren 1617 bis 1619 errichtet. Es entstand durch Umbau eines gotischen Gebäudes und wurde Mitte des 17. Jh. barockisiert. Im Erdgeschoss befinden sich Laubengänge. Das Portal mit dem Stadtwappen blieb erhalten.
  • Palais Smirickych, · Malostranské náměstí (Kleinseitner Ring) 18. Das Palais im Stil der Spätrenaissance wurde im 16. Jh. erbaut, nachdem ein großer Brand im Jahr 1541 große Teile der Kleinseite zerstört hatte. Der Palast wurde im 17. Jh. barockisiert und um ein Stockwerk erhöht.
Karlsbrücke und Kleinseitner Türme

Auf dem westlichen Brückenkopf stehen zwei Türme, die mit einem Torbogen verbunden sind. Der kleinere stammt wohl noch aus dem 12. Jahrhundert und gehörte ursprünglich zur Judithbrücke, diese wurde 1342 durch ein Hochwasser zerstört. Der höhere Turm wurde 1464 erbaut. Beide Türme wurden um 1590 ihr im Stil der Renaissance umgestaltet. Der höhere Turm kann bestiegen werden, Zugang ist durch die Tourist-Information im Erdgeschoss.
Die ersten Brückenpfeiler auf der Westseite stehen auf dem Ufer und auf der Insel Kampa, sie ist durch den Teufelsbach Čertovka von der Kleinseite getrennt ist.

  • Haus zu den drei Straußen, U luzického seminare.
  • Palais Liechtenstein, U Sovovych mlynu 4. Das Palais am Ufer der Moldau wurde 1684 bis 1696 wahrscheinlich nach Plänen des Architekten Giovanni Battista Alliprandi errichtet. Es hat einen sechseckigen Grundriss mit einem Innenhof und zwei Türmen. Das Gebäude wurde im 19. Jh. im klassizistischen Stil und im Stil der Neorenaissance umgebaut. Vom Barockbau ist nur das Säulenportal erhalten.
  • Museum Kampa
  • Großpriormühle, Velkoprevoské námesti. Die Mühle wurde erstmals um das Jahr 1400 urkundlich erwähnt. Sie ist die letzte Mühle mit Mühlrad am Teufelsbach, einem Nebenarm der Moldau.
Weitere Paläste und Gärten
  • Palais Vrtba, · Karmelitská 25. Das Palais ist ein palastähnliches Bürgerhaus im Stil der Renaissance und entstand Ende des 16./Anfang des 17. Jh. rund um einen großen Hof. Um 1720 wurde an der Stelle des früheren Weingartens ein Terrassengarten mit Skulpturen angelegt.
  • Palais Waldstein (Valdštejnský palác), · Valdstejnse námesti 4. Der Palast wurde 1623 bis 1630 im Auftrag des kaiserlichen Generalissimus Albrecht Eusebius von Waldstein (Wallenstein) errichtet. Diese Anlage wurde an Stelle von mehr als 20 Häusern, einer Ziegelei und drei Gärten errichtet und ist der erste profane Monumentalbau Prags. Die 60 Meter lange Fassade ist auf den Platz gerichtet. Dahinter nimmt der Rittersaal zwei Stockwerke ein. Die Innenausstattung ist das Werk des italienischen Malers Baccio Bianco und stammt aus der Zeit um 1630. Heute wird der Saal für Festakte des Kulturministeriums und für andere Festakte verwendet. Im westlichen Gartenflügel befindet sich die Sala terrena. Sie wurde 1624 bis 1627 von Giovanni Pierroni nach dem Vorbild des Portikus der Kirche von Livorno errichtet.
  • Palais Lobkowitz (Lobkovický palác) − heute Deutsche Botschaft
Kirchen
  • St. Maria unter der Kette (Kostel Panny Marie pod řetežem), · Lazenska ulice. Die ursprüngliche romanische Kirche gehörte zu einem Malteserkloster und wurde um 1182 vollendet. Mitte des 13. Jh. wurde die romanische Apsis durch einen frühgotischen Chor ersetzt. Mitte des 14. Jh. Begann man mit dem Bau einer hochgotischen Kirche. Es wurde aber nur die Fassade mit zwei massiven Türme und eine Vorhalle, an der der Bauhütte der Parler beteiligt war, fertiggestellt. Die Türme wurden 1519 auf die heutige Höhe abgetragen. Infolge der Hussitenkriege wurde der gotische Bau nicht vollendet.
  • Kirche des Hlg. Johannes des Täufers Na prádle an der Bleiche (Kostel sv. Jana Křtítele na Prádle), Ricní ulice. Das Gebäude geht auf das 12. Jh. zurück und zählt zu den ältesten Kirchen der Kleinseite. Das Längsschiff stammt aus dem 13. Jh. und wurde Mitte des 17. Jh. durch einen Chor im Renaissance-Stil ergänzt. Die Kirche wurde Mitte des 18. Jh. barockisiert und 1774 aufgelöst. Seit 1935 wird das Gebäude wieder als Kirche genutzt.
  • Kirche Maria de Victoria, Karmelitská ulice. Die Kirche wurde 1611/12 nach dem Vorbild der Kirche Santa Trinitá die Monti in Rom als Dreifaltigkeitskirche der Lutheraner errichtet. Sie gilt als das erste Bauwerk Prags, das im Barockstil errichtet wurde. 1624 bis 1784 diente sie als Klosterkirche der Barfüßerkarmeliter. Der heutige Glockentrum stammt aus dem Jahr 1669. Aus dieser Zeit stammt auch die Innenausstattung der Kirche. Die Kirche ist wegen der Wachsfigur des Prager Jesulein berühmt. Im 18.Jh. erhielt die Statue eine Silbervitrine und einen Marmoraltar. Neben der Kirche befindet sich das Kloster, die heutigen Gebäude wurden im 19.Jh. im spätklassizistischen Stil errichtet.
Museen
  • Kafka-Museum, Cihelná 2b, 118 00 Prag 1-Kleinseite, +420 257 535507.  geöffnet täglich 10-18 Uhr. Eintritt 180 CZK. Im Hof des Museums steht eine Bronze-Skulptur des Künstlers David Černý, sie stellt zwei pissende Männer dar.

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Rechte-Ausprägung / Lizenz

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17.06.2012 - 13.10.2016

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