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Monasterio de San Pedro de Cardeña

Worth visiting

Added on 15 Mar 2015,

last edited by »biroto-Redaktion« on 15 Mar 2015

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Type of sights

Abbey/convent

 

Name and address

Monasterio de San Pedro de Cardeña

Diseminado Diseminados, 11

ES-09193 Castrillo del Val

Geodetic coordinates

42.304318 -3.607394

Communication

Phone

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Fax

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Internet

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Monasterio de San Pedro de Cardeña, Castrillo del Val
Monasterio de San Pedro de Cardeña, Castrillo del Val
Detalle portada, Monasterio de San Pedro de Cardeña, Castrillo del Val
Detalle portada, Monasterio de San Pedro de Cardeña, Castrillo del Val
San Pedro de Cardeña abbey, Cloister of the Martyrs
San Pedro de Cardeña abbey, Cloister of the Martyrs
Claustro románico, Monasterio de San Pedro de Cardeña, Castrillo del Val
Claustro románico, Monasterio de San Pedro de Cardeña, Castrillo del Val

Das ehemalige Zisterzienserkloster von San Pedro de Cardeña war jahrhundertelang die Ruhestätte des spanischen Nationalhelden Cid Campeador sowie seiner Frau Doña Jimena. Im 19. Jahrhundert aufgelöst wurde es in der Zeit von 1936 bis 1940 von Franco als Konzentrationslager genutzt.

Manchmal wird vermutet, dass das Benediktinerkloster zur Zeit der arianischen Westgoten gegründet wurde. Laut den Stiftungsannalen soll das Kloster im Jahre 899 in Cardena gegründet worden sein. Im Jahre 902 machte Gonzalo Téllez, der möglicherweise in dieser Zeit Graf von Kastilien war, eine Stiftung an das Kloster und wurde nach seinem Tod (um 915) wahrscheinlich auch hier bestattet, denn seine Frau schenkte dem Kloster im Jahre 929 den etwa zwölf Kilometer westlich gelegenen Heimatort Gonzalo Tellez' – Pedernales. Im Hochmittelalter scheint es von den Zisterziensern übernommen worden zu sein, doch fehlen nähere Informationen.

Bei einem Maurenüberfall unter Emir Abd ar-Rahman III. am 6. August 953 wurde das Kloster gebrandschatzt und alle Mönche getötet. Im Kloster beigesetzt wurden sie im Jahre 1603 als die „Märtyrer von Cardeña“ heiliggesprochen. Jährlich am 6. August wird in einer großen Prozession im Kloster, wo sich eine blutrot gefärbte Spur hindurchzieht, der Mönche gedacht. König Philipp III. von Spanien mit seiner Frau, Königin Margarita von Österreich, zählten zu den Besuchern.

Im Jahr 1835 erfolgte die Umbettung des spanischen Nationalhelden, des kastilischen Ritters Cid Campeador, mit seiner Frau Doña Jimena, aus dem Kloster San Pedro de Cardeña in die Kathedrale von Burgos. Nachdem das Kloster mehrmals durch andalusische oder französische Truppen geplündert wurde, erfolgte im Jahr 1836 seine Säkularisation durch Alvarez Mendizabal. Im Jahr 1880 übernahmen einige Spanisch-Französische Trappistenmönche des französischen Klosters de Divielle das Kloster. Hierauf übernahm es im Jahre 1888 eine kleine Gemeinschaft von Piaristen, die es im Jahre 1901 aufgaben. 1905 übernahmen es aus Toulouse vertriebene französische Kapuziner, gaben es aber im Jahre 1921 auf. In diesem Jahr wurden auch die Gebeine des Cid und seiner Gemahlin Dona Jimeña in die Kathedrale von Burgos übergeführt. Danach fand in den Gebäuden jahrelang kein religiöses Leben mehr statt.

Im Jahr 1936, während der Zeit Francos, errichtete man im Kloster ein für 1200 Personen ausgelegtes Konzentrationslager, das bis Anfang 1940 bestand. In den ersten Kriegsjahren lag die Belegung jedoch bei 5000 Personen. Mehrere tausend vornehmlich im Norden von Spanien gefangen genommene Republikaner waren interniert. Etwa tausend Gefangene aus den Internationalen Brigaden wurden nach Cardeña verlegt.

Architektur

Das heutige Kloster ist ein Konglomerat von Bauten aus unterschiedlichen Jahrhunderten: Das mit zwei Eckrisaliten versehene Eingangsgebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert und zeigt eine repräsentative Portalbekrönung mit einer Reiterstatue des Santiago Matamoros (manchmal auch als El Cid interpretiert) zuzüglich zweier Wappenschilde mit steinernen Kronen. Dahinter befindet sich der – nicht zugängliche – Klausurbereich der Mönche. Die ehemalige romanische Kirche wurde im 15. Jahrhundert vom Architekten Pedro de Burgo durch den heutigen dreischiffigen Bau mit einem Glockengiebel (espadaña) im Westen ersetzt; die Innenraumgestaltung steht ganz in der Tradition der Zisterziensergotik. Von dort aus erreicht man den im Norden liegenden Kreuzgang mitsamt dem zu einem Museum umgebauten Kapitelsaal aus dem späten 12. Jahrhundert. Der älteste Bauteil des heutigen Klosters ist der romanische Turm aus der Zeit um 1170, der zwischen Querhaus und Apsis der Kirche steht.

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Seite „San Pedro de Cardeña“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. November 2014, 17:22 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=San_Pedro_de_Carde%C3%B1a&oldid=136081498 (Abgerufen: 15. März 2015, 10:50 UTC)

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