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Beograd

Worth visiting

Added on 30 Nov 2015,

last edited by »biroto-Redaktion« on 30 Nov 2015

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Type of sights

Heritage building(s)

 

Name and address

Beograd

RS-11000 Beograd

Geodetic coordinates

44.820556 20.462222

Communication

Belgrade Fortress Kalemegdan
Belgrade Fortress Kalemegdan
Belgrade, Church of Saint Sava
Belgrade, Church of Saint Sava
Belgrade, Knez Mihailova
Belgrade, Knez Mihailova

Belgrad (serbisch-kyrillisch Београд, Beograd, übersetzt „weiße Stadt“, daher der altertümliche Name Griechisch Weißenburg) ist die Hauptstadt der Republik Serbien. Die Stadt gliedert sich in zehn Stadtgemeinden und sieben Vorstadtgemeinden. Die Kernstadt besitzt eine Fläche von 359,96 km², die umgebenden Vorstadtgebiete 2862,72 km², wobei die Fläche einiger Gemeinden teilweise zur Kernstadt und teilweise zur Vorstadt gehört. Zusammen bilden sie den Okrug Beograd mit 1,71 Millionen Einwohnern (Zensus 2011) und gehört somit zu den größten Metropolregionen in Südosteuropa.

Mit seinen Universitäten, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen stellt Belgrad das überragende Bildungszentrum und mit zahlreichen Verlagen, Rundfunk- und Fernsehanstalten sowie Tages- und Monatszeitungen auch das dominierende Medienzentrum des Landes. Belgrad ist Sitz der Serbisch-Orthodoxen Kirche und Residenz des Serbischen Patriarchen. Das größte christliche Gotteshaus der Balkanhalbinsel, die Kathedrale Hl. Sava, steht in Belgrad.

Dank der Lage an der Mündung der Save in die Donau am südöstlichen Rand der Pannonischen Tiefebene und an der Nordgrenze der Balkanhalbinsel ist die Stadt Dreh- und Angelpunkt für den Verkehr zwischen Mittel- und Südosteuropa sowie dem Vorderen Orient. Daher wird Belgrad oft auch als Tor zum Balkan bezeichnet. Wahrzeichen Belgrads ist die in der Geschichte häufig umkämpfte, über der Save-Mündung in die Donau thronende Festung von Belgrad. In der Nähe befindet sich die historische Universitäts-Sternwarte und jenseits des Flusses (Novi Beograd) das 1977–79 erbaute Sava Centar, das größte Kongresszentrum aller Balkanländer.

Belgrad war erstmals zu Anfang des 15. Jahrhunderts Hauptstadt der mittelalterlichen Serbischen Herrscherdynastien und ist seit dem 19. Jahrhundert Residenzstadt Serbiens. Im 20. Jahrhundert war es die Hauptstadt des Königreichs Jugoslawien und des sozialistischen Jugoslawien. Durch die jugoslawische Ablehnung sowjetischer Hegemonie und Stalinismus und als Versammlungsort der Blockfreien war Belgrad in der Zeit des Kalten Krieges ein bedeutendes politisches Zentrum.

Sehenswürdigkeiten

Belgrad bietet eine große Anzahl von Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Epochen und historischen Bauwerken unterschiedlicher Kulturen. Der moderne Ausbau Belgrads und die Rolle als Hauptstadt verlangte repräsentative Bauwerke, die in den Residenzen der serbischen Herrscher, Verwaltungs- und Regierungsgebäude demokratischer Regierungen sowie der Architektur autoritativer sozialistischer Machthaber auch jeweils einen anderen Topos verlangte. Die Stadt verdankt ihr heutiges Aussehen überwiegend den stadtplanerischen Erweiterungen nach dem Ersten und insbesondere dem Zweiten Weltkrieg. Nur in der Altstadt, im Stadtteil Stari Grad, sowie in der Festung von Belgrad haben sich auch ältere historische Bauwerke aus dem Mittelalter und der türkischen Epoche erhalten.

Erst nach dem Ersten Weltkrieg nahm Belgrad modernere Konturen an, die durch ein urbanes Bildungsbürgertum auch im Inneren modernisiert wirken. Die ehemals wenig repräsentativen Gebäude der Verwaltung und Regierung wurden jetzt von international erfahrenen Architekten zeitgemäß gestaltet. Auch die Residenzen der serbischen Könige kontrastieren zu den orientalisch anmutenden Konaken (Konak der Fürstin Ljubica und der Konak des Fürsten Miloš) des 19. Jahrhunderts. Die Konake wichen den europäischen Königshäusern würdigen klassizistischen Residenzen (Altes und Neues Schloss, Königliches Schloss und Beli dvor), die niedrigen Gaststätten (CAFÉ "?" [1823]) modernen und luxuriöseren Restaurants (Restaurant London, Restaurant Ruski Car [1890]), die ebenerdigen Stadthäuser (Kosaničev Venac) mehrgeschossigen Wohnhäusern (Knez Mihailova ulica).

Belgrad wandelte sich in der Zwischenkriegszeit zu einer echten Großstadt, mit einem Nebeneinander architektonischer Strömungen der Moderne, wie des Bauhausstiles (Palata Albanija), des Neoklassizismus (Skupština) sowie des pseudobyzantinischen Stils (Kirche des Heiligen Marko). Nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmt wiederum eine historische Diskontinuität die stadtplanerische Entwicklung. Mit Ende der Monarchie und der Übernahme der Macht durch die Kommunisten orientieren sich auch die Architekten an der sozialistischen Architektursprache. Besondere Förderung erlangen aber die kulturellen Institutionen des Landes, und sowohl die zahlreichen Theater wie Museen werden während dieser Epoche besonders gefördert. Auch entstehen erstmals größere Sportstätten, und die Industrialisierung der Vororte durch sozialistische Großbetriebe und neu errichtete bevölkerungsreiche Stadtteile (Novi Beograd) verändern das Stadtbild. Ein Hemmnis des schnellen Bevölkerungswachstums für die Stadtentwicklung nach 1945 stellt der nicht adäquate Ausbau der Verkehrsinfrastruktur dar, da bis heute kein modernes kapazitätsstarkes Personennahverkehrssystem eingerichtet worden ist.

Gotteshäuser

  • Kathedrale des Hl. Sava (1894–1985)
  • Muttergotteskirche Ružica (17. Jhd. Neubau)
  • Kapelle der Hl. Para Scheva (1867; 1937 Neubau)
  • Himmelfahrtskirche (1860; 1937 Neubau)
  • Nikolaj-Kirche (1725–1731)
  • Alexander-Newski-Kirche (1877–1891; 1912–1929 Neubau)

Festung von Belgrad

Das bedeutendste Bauwerk und bekannteste Wahrzeichen Belgrads ist die Belgrader Festung. Die strategische Lage begünstigte hier seit der Antike eine städtische Befestigung. So befestigten die Römer das Plateau nach der ersten kelto-thrakischen Siedlung im 1. Jh. n. Chr. durch ein Castrum, die Byzantiner im 6. Jahrhundert durch ein Kastell sowie der serbische Despot Stefan Lazarević durch eine weitläufige mittelalterliche Burg mit Doppelmauer, Wassergräben und einem Schloss.

Im Zuge der Türkenkriege wurde die Burg nach Eroberung von Prinz Eugen zu einer Festung mit Artillerie-Bastionen ausgebaut. Nach mehrmaligen Zerstörungen und Rekonstruktionen der Festung besteht sie im Kern aus einer Anlage des 15. Jahrhunderts mit Erweiterungen des 17. und 18. Jahrhunderts.

Die Festung teilt sich in die Ober- und Unterstadt. Die Oberstadt thront auf einem Kalksporn in 125 m Höhe, 50 m darunter erstreckte sich die Unterstadt auf der Alluvialebene im Save-Delta. Im Mündungsdelta der Save in die Donau liegt die Große Kriegsinsel.

Die seit der Wiedererrichtung des byzantinischen Kastrons und einer deltoiden Burg im 12. Jh. unter dem byzantinischen Kaiser Manuel I. ständig weiter ausgebaute Festung erstreckt sich heute mit den Grünanlagen über 50 ha. Innerhalb des Komplexes liegen zwei Kirchen, mehrere Tore und Kettenbrücken, zwei Brunnen, mehrere Denkmäler, die Ausstellungspavillons des Naturkundlichen Museums, das Militärmuseum mit einem Arsenal an Panzern, Gewehren und Raketen, die Kunstgalerie Pavilion Cveta Zuzorić und der Zoologische Garten.

Jedes Jahr werden am Tag der Republik am 15. Februar die Feierlichkeiten durch Artilleriesalutschüsse der Garde von der Festung aus eingeleitet.

Das Monument des Ferman vor dem Stambol Tor im Kalemegdan erinnert an den 19. April 1867, als ein Ferman (Dekret) des Sultans Abdul Aziz den Abzug des letzten türkischen Festungskommandanten Ali-Pascha Rizas und der türkischen Besatzung einleitete und Fürst Mihailo symbolisch die Stadtschlüssel überreicht wurden. Damit endeten fast 350 Jahre türkischer Herrschaft in Belgrad.

Auf dem Vorfeld der Festung erstrecken sich auf dem Gelände des ehemaligen Glacis der große und der kleine Kalemegdan-Park. Im Kalemegdan sind zahlreiche bronzene Büsten bedeutender serbischer Gelehrter, Schriftsteller und Künstler aufgestellt. Seit 1948 befindet sich auf einer Terrasse das kommunistische Grabmal der Nationalhelden

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