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Lübecker Altstadt

Worth visiting

Added on 06 Apr 2012,

last edited by »biroto-Redaktion« on 18 May 2021

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Type of sights

Old town / World heritage site

 
 

Name and address

Lübecker Altstadt

DE-23552 Lübeck

Geodetic coordinates

53.867070 10.684820

Communication

Holstentor in Lübeck
Holstentor in Lübeck
Lübeck, Town Hall
Lübeck, Town Hall

Lübeck ist eine an der Lübecker Bucht der Ostsee liegende Hafen- und Hansestadt im Südosten von Schleswig-Holstein an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Sie liegt ca. 65 km nordöstlich von Hamburg. Die mittelalterliche Altstadt ist Bestandteil des Weltkulturerbes der UNESCO. Lübeck liegt am Fluss Trave, der im Stadtteil Travemünde in die Ostsee mündet.

Hintergrund

Lübeck ist mit knapp 216.000 Einwohnern nach Kiel die zweitgrößte Stadt Schleswig-Holsteins, flächenmäßig jedoch die größte Stadt des Bundeslandes. Zugleich ist Lübeck eine der ältesten Hansestädte Europas. Ihre mittelalterliche Altstadt, welche auf einer vom Fluss Trave und dem Elbe-Lübeck-Kanal umgebenen Insel liegt, ist seit 1987 ein Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Das wohl bekannteste mittelalterliche Bauwerk der Altstadt ist das Holstentor Wikivoyage Icon, das bis zur Wiedervereinigung und einer danach folgenden Änderung des Designs auf dem 50-Mark-Schein abgebildet war. Die Altstadt wird geprägt von den sieben Kirchtürmen, die von weither sichtbar sind. Das alte Rathaus, ebenfalls aus dem Mittelalter, wurde in einem historischen Reisebericht als „steinernes Märchen“ bezeichnet. Noch heute wird von dort die Stadt regiert und verwaltet. Unter anderem ist auch der bekannte Lübecker Weihnachtsmarkt sehenswert.

Geschichtliches

Man kann sagen, dass kaum eine andere deutsche Stadt noch heute über soviel mittelalterliches Gut verfügt wie Lübeck. Noch immer werden von Archäologen stetig Funde aus vergangener Zeit gefunden.

Mehrere Hünengräber im Stadtgebiet künden noch heute von ersten Besiedelungen in der Jungsteinzeit. Nach der Abwanderung der germanischen Siedler in den Westen wurde die Region Ost-Holstein um etwa 700 n. Chr. von Slawen besiedelt, die wiederum in der Zeit Karls des Großen (784 bis 814) den Ort Luibice (die Liebliche) gründeten. Dieser Ort lag im Norden der Altstadtinsel auf der heutigen Teerhofinsel.

Um 1143 wurde Lübeck durch Adolf II, Graf v. Schauenburg und Holstein als Hafenstadt an der Ostsee neu gegründet. Nach einem Brand um 1157 wurde die Stadt nach Abtretung des Grafen Adolf II. von Heinrich dem Löwen wieder aufgebaut. 1160 erhielt Lübeck das Soester Stadtrecht, welches laut Historikern als der Beginn der Kaufmannshanse (später ersetzt durch die Städtehanse) bezeichnet wird. Dieses Stadtrecht räumte den Lübecker Kaufleuten gleiche Rechte ein wie den gotländischen Kaufleuten, die bis dato den Ostseeraum dominierten.

Fortan entwickelte sich Lübeck in jener Zeit zur wichtigsten und größten Hansestadt im Ostseeraum. Erst später, etwa im 13. Jahrhundert, wurde Lübeck durch die Erschließung der Nordsee als Handelsraum von ihrer Nachbarstadt Hamburg abgelöst. In jener Zeit trieben auch die bekannt-berüchtigten Piraten, die „Vitalien-Brüder“, auf der Ost- und Nordsee ihr Unwesen. Der wohl bekannteste der „Vitalien-Brüder“ ist Klaus Störtebeker. Auch Lübeck wurde nicht von den Brüdern verschont. Dementsprechend unterhielt auch Lübeck eine Kriegsmarine zum Schutze der Handelsinteressen der Hanse und vor den Seeräubern. Eines der bekanntesten Schiffe der Marine ist die „Bunte Kuh“ (ein Stadtteil Lübecks ist nach diesem Schiff benannt).

Das 20. Jahrhundert war weniger gnädig zu Lübeck. So verlor es in der Nazizeit seine Eigenständigkeit und konnte sie auch durch Klage vor dem Verfassungsgericht in den 1950ern nicht wiedererlangen und wurde 1942 bei verheerenden Bombenangriffen stark beschädigt. Durch die deutsche Teilung geriet Lübeck in eine „Randlage“ als „Frontstadt“ und vielleicht erklärt sich hierdurch, warum Lübeck bis 2008 die größte deutsche Stadt ohne elektrifizierten Bahnanschluss war. Wirtschaftlich ging es vor allem mit dem Werftensterben und dem Ende der Lübecker Metallindustrie bergab und es gab sogar zeitweilig Pläne der Landesregierung, die Lübecker Universität zu schließen. Heute ist der Tourismus ein wichtiges Standbein der örtlichen Wirtschaft, es haben sich jedoch mit Euroimmun und Dräger wieder starke Firmen in der Region etablieren können. Auch der Papierumschlag im Lübecker Hafen hat sich zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt.

Sehenswürdigkeiten

Lübeck ist die „Stadt der sieben Türme“. Eigentlich ist die gesamte Altstadt ein einziges Schmuckkästchen mit Backsteinbauten, Kirchtürmen, engen Gässchen und schönen Plätzen am Wasser. Sie gehört deshalb auch zum UNESCO-Welterbe. In den Neustadtvierteln rund um die Altstadtinsel gibt es zahlreiche Straßenzüge mit gut erhaltenen Gründerzeithäusern.

Kirchen
  • Die St.Marien-Kirche Wikipedia Icon , erbaut im 14. Jahrhundert prägt bis heute die Silhouette Lübecks. Deutliche Spuren haben auch die Reformation und die Barockzeit hinterlassen. Doch auch die Wunden von Krieg und Zerstörung gehören zu St. Marien. Die Marienkirche ist eine Basilika. Das heißt, sie besteht aus einem hohen Mittelschiff und zwei niedrigeren Seitenschiffen in West-Ost-Richtung. Im Osten des Hauptschiffs liegen der Chor und der Chorumgang. Gesäumt ist der Bau von 18 auf verschiedenste Art gestalteten und genutzten Kapelle.
  • Die St.-Jakobi-Kirche Wikipedia Icon ist die Kirche der Seefahrer, denn im Norden der Stadt lebten seit der Zeit der Hanse nahezu alle, die mit der Seefahrt zu tun hatten. Schon 1227 wird im ersten Oberstadtbuch auch St. Jakobi mitsamt einem Friedhof erwähnt, zugleich mit den Schwesterkirchen St. Petri und St. Aegidien. Beim Bau entschied man sich für eine Stufenhallenkirche. Bei dieser ist das Mittelschiff etwas höher als die Seitenschiffe, die jedoch ein einheitliches Dach überdeckt. Die Weihe der Kirche erfolgte erst mit Fertigstellung des Hochaltars am 12. Juni 1334. Der 1628 stark baufällig gewordene Turm wurde 1636 im oberen Geschoss erneuert und bekam einige Jahre später den von Stadtbaumeister Kaspar Walter entworfenen neuen Helm mit den charakteristischen vier Kugeln. In St. Jakobi befinden sich die drei letzten historischen Orgeln Lübecks mit reichem originalen Pfeifenbestand.
  • Die St.Aegidien-Kirche Wikipedia Icon , auch Aegidienkirche, ist die kleinste und östlichste der Lübecker Innenstadtkirchen. Sie war das Zentrum des Viertels der Handwerker, das auf dem östlichen Abhang des Innenstadthügels in Richtung Wakenitz angesiedelt war. St. Aegidien wurde 1227 das erste Mal urkundlich erwähnt. Äußerlich weist die ursprünglich einschiffige, später durch Seitenkapellen ergänzte dreischiffige Hallenkirche die typischen Merkmale der Backsteingotik auf.
  • Die St.Petri-Kirche Wikipedia Icon wurde erstmals im Jahr 1170 erwähnt. Um 1290 entstand ein dreischiffiger, gotischer Hallenchor. Sie war neben der Marienkirche die zweite Lübecker Marktkirche. Im 15. Jahrhundert erfolgte der Ausbau zur heutigen Erscheinung: Eine gotische, fünfschiffige Hallenkirche aus Backsteinen mit fünf Jochen. Während des Luftangriffs auf Lübeck am Palmsonntag 1942 brannte die Petrikirche völlig aus. Erst 1987 war die Kirche äußerlich wieder vollständig aufgebaut. Der 108 m hohe Kirchturm der kann bestiegen werden und bietet bei guter Sicht einen hervorragenden Rundblick über Lübeck und seine Umgebung. (Öffnungszeiten: Oktober-März 10-19 Uhr / April-September 9-21 Uhr)
  • Der Dom zu Lübeck Wikipedia Icon ist der erste große Backsteinkirchbau an der Ostsee und mit 130 Metern Länge eine der längsten Backsteinkirchen. 1247 ist der Dom geweiht worden. Der damals romanische Dom wurde etwa 1230 fertiggestellt und 1266 bis 1335 zu einer gotischen Hallenkirche umgebaut. Nachdem in der Nacht zum Palmsonntag vom 28. zum 29. März 1942 bei dem schweren Luftangriff auf Lübeck, bei dem ein Fünftel der Lübecker Innenstadt zerstört wurde, mehrere Bomben in der Nachbarschaft einschlugen, stürzte das östliche Gewölbe im Hochchor ein und zerstörte den Hochaltar von 1696. Der Brand des benachbarten Dommuseums griff auf den Dachstuhl des Doms über. Der Wiederaufbau dauerte einige Jahrzehnte und wurde erst 1982 abgeschlossen.
  • Die Katharinenkirche Wikipedia Icon , ehemaliges Franziskaner-Kloster, ist die einzig erhaltene der ehemals vier Klosterkirchen in Lübeck und der heiligen Katharina von Alexandrien geweiht. Vermutlich gegen 1303 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, 1356 war der Bau beendet. Sie gehört zu den schönsten Backsteinkirchen der Stadt, heute ist sie Museumsraum und Schulkirche des Katharineums. Der Besucher betritt von der Straße her den von Licht durchfluteten Kircheninnenraum. Die helle Farbe der Wände und Pfeiler mit ihrem aufgemalten roten Quadermuster entspricht der freigelegten Originalfassung aus dem 14. Jahrhundert. Der Fußboden ist vollständig mit steinernen Grabplatten bedeckt, denn die Katharinenkirche diente Lübecker Bürgern bis ins frühe 19. Jahrhundert als bevorzugte Grablege. Dies lässt sich auch an den schmuckvollen barocken und klassizistischen Grabkapellen im südlichen Seitenschiff ablesen.
Stadttore

Von den ehemals 4 Stadttoranlagen sind nur noch 2 erhalten.

  • Das Holstentor Wikipedia Icon (auch Holsten-Tor) als das Wahrzeichen Lübecks erwartet den vom Bahnhof kommenden Besucher auf dem Weg in die Innenstadt. Es wurde um 1464 bis 1478 von Hinrich Hemstede im Zuge der Modernisierung der Befestigungsanlage erbaut. Es ist das bedeutendste und bekannteste spätmittelalterliche Stadttor Deutschlands. Einst zierte es den 50-Mark-Schein. Die historische Inschrift „CONCORDIA DOMI FORIS PAX“ („Eintracht innen, draußen Friede“) prangt über dem eigentlichen Tor-Durchgang, der noch heute passierbar ist. Umgeben von einer kleinen Grünanlage beherbergt das Bauwerk auch das historische Holstentor-Museum. Dort kann man u.a. den alten Kerker besichtigen. Das Tor wurde auf einer Balkenrost-Konstruktion erbaut, die wiederum auf einer Pfahlgründung ruht. Der Boden unter dem Gebäude hielt allerdings dem gewaltigen Gewicht nicht stand. So sank das Tor langsam in sich zusammen, und man kann bei genauem Betrachten die schiefe Lage des Tors sehen.
  • Burgtor Wikipedia Icon − Das im spätgotischen Stil erbaute Backsteintor steht im Norden am Ende der Große Burgstraße. An das Tor grenzen ein Zollhaus und ein Marstall. Es ist das einzig erhaltene von ehemals drei hintereinander liegenden Toren.
  • Das Hüxtertor Wikipedia Icon, im Osten beim Hüxterdamm, wurde im Jahre 1822 vollständig abgebrochen.
  • Das Mühlentor Wikipedia Icon im Südosten bestand aus dem Inneren Mühlentor, dem Mittleren Mühlentor, dem Äußerem Mühlentor und dem Kurtinentor. Alle 4 Tore wurden zwischen 1798 und 1861 abgerissen. Im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wurden detaillierte Modelle dieser Tore gefertigt. Diese sind heute in Glaskästen an den alten Standorten zu finden.
Bauwerke
  • Mit dem Bau des Lübecker Rathauses Wikipedia Icon wurde um 1200 begonnen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es immer wieder erweitert und umgebaut. Doch von seinem mittelalterlichen Charme hat das Rathaus bis heute nichts verloren. Ein historischer Reisebericht nannte das Lübecker Rathaus einmal ein „steinernes Märchen“. Prägnant ist das spitzbogige Hauptportal aus grünlasiertem Backstein aus der Zeit um 1350. Die Eingangshalle wurde 1850 im Stil der Neogotik erbaut. Noch heute wird Lübeck von hier aus regiert und verwaltet. Auf dem davor liegenden Marktplatz, der im Osten und vom Gebäude des Rathauses abgehend von einem neogotischen Arkadengang eingerahmt ist, findet u.a. der bekannte Lübecker Weihnachtsmarkt statt. Rathausführungen: Montag - Freitag 11 Uhr, 12 Uhr, 15 Uhr / Sonnabend 13.30 Uhr
  • Das Gebäude der ehemaligen Schiffergesellschaft Wikipedia Icon in der Breiten Straße 2 wurde im Frührenaissancestil gebaut. Die Schiffergesellschaft Lübeck wurde am 26. Dezember 1401 als St.-Nikolaus-Bruderschaft gegründet. Vor dem Eingang hat man einen Blick auf den so genannten Gotteskeller, auf die goldene Wetterfahne auf dem Giebel und auf ein Gemälde mit dem Adler von Lübeck. Das Schicksal der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg blieb dem Treppengiebelhaus erspart. Die Innenausstattung wurde zwischen 1972 und 1976 restauriert. Im Gebäude selbst hängen zahlreiche Modelle alter Segelschiffe von der Decke und an den Wänden hängen Gemälde, welche einzelne Stellen aus der Bibel zeigen. In den Wandvitrinen kann man viele maritime Gegenstände betrachten, die dort zur Schau gestellt sind. Heute wird das ehemalige Gildehaus als Restaurant und Kneipe betrieben.
  • Das Haus der Kaufmannschaft, Breite Str. 6-8, 23552 Lübeck. +49 451 300366 40. Wikipedia Icon. beherbergt hinter einer neugotischen Putzfassade von 1838 zwei der schönsten Sitzungsräume der Hansestadt aus der Zeit der Renaissance. Es gehört nach wie vor der Kaufmannschaft zu Lübeck als Nachfolgeorganisation der Lübecker Kaufmanns-Gilden. Heute beherbergt es das IZL – Innovationszentrum-Lübeck.
  • Die Löwen-Apotheke Wikipedia Icon in der Dr.-Julius-Leber-Straße 13 wurde bereits 1812 gegründet. Das in der Dr.-Julius-Leber-Straße 13 (früher Johannisstraße) an der Ecke zur Königstraße gelegene Grundstück wurde um 1230 von dem Lübecker Ratsherrn Bertram Stalbuk mit dem Giebelhaus aus Backstein bebaut. Das Backsteinhaus in der Königstraße ist das wohl älteste gotische Bürgerhaus der Stadt (14. Jh, der Giebel des Hinterhauses ist sogar spätromanisch (um 1230).
  • Das 1286 erbaute Heiligen-Geist-Hospital, Am Koberg 11, 23552 Lübeck. +49 451 79078 40. Wikipedia Icon. ist eine der ältesten bestehenden Sozialeinrichtungen der Welt und eines der bedeutendsten Bauwerke der Stadt. Dem Hospital gehörten in und um Lübeck herum viele Ländereien, deren Einkünfte ausreichten, um die Armen und Kranken zu versorgen und andere Einrichtungen zu unterstützen. Die Bewohner des Hospitals waren einer klosterähnlichen Regel unterworfen, doch erhielten sie Nahrungsmittel und seit dem 17. Jahrhundert acht Mal im Jahr ein warmes Bad. Während der Reformationszeit wurde das Hospital in ein „weltliches“ Altenheim umgewandelt, das bis heute erhalten blieb. 1820 wurden vier Quadratmeter große, hölzerne, nach oben offene Kammern gebaut, getrennt nach Geschlechtern. Bis 1970 waren die Kammern bewohnt. Noch heute kann man an den Türen der Kammern Namen und Nummern der damaligen Bewohner sehen. Ein Teil des Heiligen-Geist-Hospital wird noch heute als Alten- und Pflegeheim genutzt. Es kann ganzjährig besichtigt werden. Ende November/Anfang Dezember wird hier ein überregional bekannter Weihnachtsmarkt veranstaltet, vor allem mit Kunsthandwerk.
  • Die Salzspeicher Wikipedia Icon sind eine Gruppe von Lagerhäusern im Stil der Backsteinrenaissance direkt neben dem Holstentor an der Lübecker Obertrave. Ursprünglich dienten die Speichergebäude der Lagerung des aus Lüneburg über die Alte Salzstraße und später über den Stecknitz - Kanal herbeigeführten und des aus der Saline Oldesloe gewonnenen und mit Lastkähnen auf der Trave herangebrachten Salzes. Die Lage an der ältesten Lübecker Brücke, die sogenannte Holstentorbrücke markierte im Mittelalter die Grenze zwischen Seehafen und Binnenhafen. In den Speichern wurden später auch Tuch, Korn oder Holz gelagert. Im Dritten Reich wurde einer der Speicher zu einem HJ-Heim umgebaut. Heute werden die Lagerhäuser von einem Textilkaufhaus genutzt.
  • Dat Hoghehus Wikipedia Icon am Koberg ist das größte erhaltene mittelalterliche Bürgerhaus in Lübeck. Das erste romanische Bauwerk wurde ab 1216 errichtet, der Seitenflügel als Saalbau ist jünger und geht auf das Jahr 1280, also die Zeit unmittelbar nach dem großen Lübecker Stadtbrand von 1276, zurück. Das Hoghehus ist damit einer der ältesten Profanbauten Lübecks. Das konstruktiv aus zwei Giebelhäusern der Backsteingotik bestehende, für Lübecker Verhältnisse sehr breite Doppelhaus wurde 1796 zur Straße mit einer gemeinsamen klassizistischen Attikafassade versehen. Aus dieser Zeit stammt auch das Säulenportal. Im Gebäude finden sich neben Decken- und Wandmalereien aus der Gotik und der Renaissancezeit eine barocke Treppe und eine Saaldecke mit Stuck aus dem frühen 18. Jahrhundert. Heute wird das Gebäude als Veranstaltungsraum mit dem besonderen hanseatischen Charme genutzt. Es bietet vom 25 m²-Salon mit vergoldetem Stuck bis zum 250 m² großen hellen Saal mit Terrasse im Bürgergarten auch einen Gewölbekeller. Die öffentlichen Führungen dauern ca. 2 - 2,5 Stunden.
Museen
  • Das Buddenbrookhaus Wikipedia Icon in der Mengstraße ist ein Muss für jeden Lübeck-Besuch. Ausstellungen zu Leben und Werk der Lübecker Brüder Thomas und Heinrich Mann sowie kulturelle Veranstaltungen erwarten den Besucher in dem liebevoll restaurierten Kaufmannshaus, das als Vorbild für Thomas Manns Jahrhundert-Roman "Buddenbrooks" diente.
  • Das Günter Grass-Haus Wikipedia Icon wurde als Forum für Literatur und bildende Kunst im Jahr 2002 in der Glockengießerstraße 21 in Lübeck eröffnet. Der Schwerpunkt des Museums ist die Erforschung und Vermittlung des Zusammenwirkens von Literatur und bildender Kunst in Grass’ Werk. Das sanierte Altstadthaus befindet sich unterhalb der Katharinenkirche. Im Innenhof ist ein Skulpturengarten mit originalen Bildhauerarbeiten Grass’ zu sehen – wie die Skulptur „Der Butt im Griff“. Jedes Jahr im Sommer findet hier ein großes Kinderfest mit wechselnden Themen sowie eine Museumsnacht statt.
  • Das Willy-Brandt-Haus Wikipedia Icon ist ein Museum und eine Gedenkstätte für den früheren deutschen SPD-Politiker, Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt. Es wurde am 18. Dezember 2007, dem 94. Geburtstag Willy Brandts, in seiner Geburtsstadt Lübeck eröffnet. Angeregt wurde die Einrichtung einer Gedenkstätte in Willy Brandts Mutterstadt Lübeck von dem Literaturnobelpreisträger Günter Grass, der dem Politiker seit den 1960er Jahren politisch verbunden war. Willy Brandt wurde allerdings nicht in dem Gebäude in der Lübecker Innenstadt, sondern im Stadtteil St. Lorenz geboren. Die Ausstellung im Erdgeschoss umfasst chronologisch und räumlich gegliedert Abschnitte im Leben von Willy Brandt. Neben seiner Funktion als Museum und Gedenkstätte ist das Willy-Brandt-Haus Lübeck ein Ort für die Politische Bildung für alle Altersklassen.
  • Das Europäische Hansemuseum Wikipedia Icon lässt durch Originalfunde und für die Hansezeit exemplarische Szenerien eine emotionale Reise durch die Geschichte entstehen. Es ist das weltweit größte Museum, welches über die Geschichte der Hanse informiert. Zusätzlich kann die hochgotische Klosteranlage des Burgklosters Wikipedia Icon mit ihren qualitätsvollen Bauplastiken sowie Wand- und Gewölbemalereien besichtigt werden. Das Burgkloster, 1229 von den Dominikanern gegründet, ist eine der bedeutendsten mittelalterlichen Klosteranlagen Norddeutschlands. Bei Führungen wird sehr anschaulich das Museum, die Klosteranlage und die Hanse präsentiert.
  • Die moderne Kunsthalle St. Annen Wikipedia Icon erhebt sich auf dem Gelände der ehemaligen, 1502–1515 errichteten Klosterkirche St. Annen als Erweiterungsbau des bestehenden St. Annen-Museums. Die Kunsthalle ist ein einzigartiges, in seiner gelungenen Formensprache vollkommenes Gebäude. Rund 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche bietet das von außen ungegliedert und monolithisch wirkende Gebäude – im Inneren ist der Gang durch die unterschiedlich dimensionierten Räume auf vier Ebenen ein spannendes Raumerlebnis. Schlichter Sichtbeton interpretiert den historischen Kirchenraum neu, er rekonstruiert ihn nicht.
  • Museum Holstentor − "Die Macht des Handels" - Lübecks Position im Zentrum der nordeuropäischen Handelswege machte die Stadt zur Königin der Hanse. Der Besucher des Museums erlebt Lübeck als Fernhandelsmarkt, er kann die verschiedenen Waren, die über Lübeck verhandelt wurden, nicht nur anschauen, sondern auch fühlen und riechen. Er wird anschließend auf den Marktplatz der Stadt geführt, den Ort des lokalen Handels, der städtischen Verwaltung und der niederen Gerichtsbarkeit. Geräusche erfüllen den Raum, und auch der Bürgermeister der mittelalterlichen Stadt ist zu sehen und zu hören. Ausführlich wird das Thema der Seefahrt behandelt, die Lübecks Vormachtstellung im Ostseeraum sicherte. Schiffsmodelle, Werkzeuge, nautische Geräte, erzählen von der Seefahrt, von ihren Gefahren und laden zu eigenen Entdeckungen ein.
  • Das Museum für Natur und Umwelt Wikipedia Icon bietet auf drei Etagen spannende Einblicke in die Naturgeschichte Schleswig-Holsteins, sowie in die Lebensräume und die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Lübecker Raumes. Es präsentiert spannende Naturkunde und Naturwissen. Hauptthemen sind dabei Evolution, Ökologie und Biodiversität - verdeutlicht anhand von tollen Objekten und Beispielen.
  • TheaterFigurenMuseum Wikipedia Icon In 400 Jahre alten Kaufmannshäusern mitten in einem romantischen Winkel der alten Hansestadt Lübeck erwartet Sie eine Sehenswürdigkeit ganz besonderer Art: Rund tausend Theaterfiguren aus mehreren Kontinenten und drei Jahrhunderten bezeugen, dass die Puppenspieler es immer und überall verstanden haben, ihren Mitmenschen einen Spiegel vorzuhalten – mit Bauchrednerpuppen ebenso wie mit dem berühmten Kasper, mit Marionetten ebenso wie mit Schattenfiguren, mit Verwandlungspuppen ebenso wie mit mechanischen „Rauchern“. Dazu alles, was zu einem Theater gehört: Plakate, Musikinstrumente, Requisiten, Kulissen, ja, ganze Puppentheater.
  • Wer näheres zur Entstehungsgeschichte des Marzipans wissen möchte, ist im Niederegger Marzipansalon gut aufgehoben. Hier werden unter anderem auch die Firmengeschichte des Marzipan-Hauses Niederegger darstellt und ein wunderschöner Film über die Niederegger Marzipanproduktion gezeigt. Eine Modelliervorführung, wie Marzipanfiguren entstehen und mit kunstfertigen Handgriffen von den Konditoren "geschminkt" werden, d. h. mit Farbe zum Leben erwachen, wird ebenfalls angeboten. Der Marzipansalon befindet sich m 2. Obergeschoss des Cafe Niederegger.
  • Der Lübecker Marzipanspeicher, An der Untertrave 97-98, vereint Verkauf, Museum, und Marzipan-Show.
  • Das Behnhaus-Drägerhaus Wikipedia Icon beherberbergt heute eines der schönsten Museen Norddeutschlands mit einer reichen Sammlung von Gemälden und Plastiken des 19. Jahrhunderts und der Klassischen Moderne. Das Behnhaus ist ein Beispiel für die großbürgerliche Lebensweise um 1800. Das jetzige Haus Königstraße 11 entstand in den Jahren 1779 bis 1781 durch den Umbau zweier älterer Häuser, die der reiche Kaufmann Peter Hinrich Tesdorp gekauft hatte. Das benachbarte Drägerhaus, Königstraße 9, kam erst im Jahre 1980 nach zweijährigen Umbau- und Restaurierungsmaßnahmen zu dem Museumskomplex. Das Gebäude, dessen Kellergewölbe noch aus dem Mittelalter stammen, wurde 1756 im Stil des Spätbarock und Rokoko umgestaltet. Aus dieser Zeit stammt die einzigartige Festraumfolge im Erdgeschoß. Die Ausstellungsräume im Obergeschoß sind der Lübecker Kunst und Kulturgeschichtete des 19. und frühen 20.Jahrhunderts gewidmet.
Gänge und Höfe

Rund 90 Gänge, Torwege und Höfe gibt es noch heute in der Lübecker Altstadt. Sie sind ein Überrest aus dem mittelalterlichen Städtebau. Die meisten der Gänge und Höfe in Lübeck sind frei zugänglich. Einige von ihnen sind über Nacht mit einem Tor oder einer Tür verschlossen, einige sind nicht zu betreten. Der Besucher muss, um die Gänge und Höfe in Augenschein zu nehmen, oft gewohnte Pfade verlassen: Kopf einziehen, Schultern beugen und hinein! heißt es beim Betreten der oftmals schmalen und niedrigen Eingänge. Erreichbar sind die Gänge oftmals durch einen Durchgang im Straßenhaus. Bei einer Stadtführung oder bei einem Stadtspaziergang lassen sich diese Gänge und Höfe sehr schön erkunden. Die Bewohner der Gänge bitten um Rücksichtnahme.

Straßen und Plätze
  • Holstentorplatz: Sehr schön gelegen, hier kann man entspannen und das Holstentor bewundern. Umrahmt wird der Platz von Weiden und im Frühling von bunt blühenden Tulpen und Rhododendren.
  • Rathausplatz: Auf dem vor dem Rathaus liegenden Markt, der im Osten und vom Gebäude des Rathauses abgehend von einem neogotischen Arkadengang eingerahmt ist, findet u.a. der bekannte Lübecker Weihnachtsmarkt statt.
Brücken

210 Brücken gibt es in der Hansestadt. Allein um in die Innenstadt und damit auf die Altstadtinsel zu gelangen, muss man ein sogenanntes Ingenieursbauwerk benutzen.

  • In Lübeck steht eine technische Spezialität, die Drehbrücke Wikipedia Icon (1892), die die Innenstadt mit dem Stadtteil St. Lorenz verbindet. Innerhalb von drei Minuten kann das 350 Tonnen schwere Bauwerk bei Bedarf angehoben und um 56 Grad gedreht werden. Eine Hydraulik sorgt für die Kraftübertragung, als Druckmittel dient normales Leitungswasser.
  • An der Einmündung des Elbe-Lübeck-Kanals in die Trave befinden sich die Hubbrücken Wikipedia Icon. Die Eisenbahnhubbrücke, die Straßenhubbrücke und die Fußgängerbrücke wurden in den Jahren 1896 bis 1900 errichtet. Während des Dienstbetriebes ist die Eisenbahnbrücke gehoben und die Straßenbrücke gesenkt. Die Eisenbahnbrücke dient der Überführung der Hafenbahn. Die Bahn nutzt das Gleis ausschließlich zum Gütertransport innerhalb des Lübecker Hafen. Im abgesenkten Zustand liegt die Eisenbahnhubbrücke etwa ein Meter tiefer als die Straßenhubbrücke. Um die Kleinschifffahrt nicht zu behindern verbleibt sie überwiegend im gehobenen Zustand. Die Straßenhubbrücke dient der Überführung der Hafenstraße über den Elbe-Lübeck-Kanal. Im abgesenkten Zustand lässt die Brücke die Passage kleinerer Wasserfahrzeuge, wie Sportboote und Fahrgastschiffe zu. Ihre Türme lassen besonders gut die architektonische Auffassung der wilhelminischen Zeit erkennen. Sie sind in neugotischem Stil errichtet und nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern Maschinenhäuser für die Brückenanlagen.
  • Die Puppenbrücke Wikipedia Icon ist die erste aus Stein gebaute Brücke der Hansestadt Lübeck und eine der Hauptzufahrten zur historischen Lübecker Altstadt. Sie wurde ca. 1774 als Ersatz für eine hölzerne Brücke erbaut und mit lebensgroßen Standfiguren versehen. Die Figuren gaben der Brücke ihren heutigen Namen. Heute stehen auf der Puppenbrücke nicht mehr die Originale aus Sandstein, sondern Nachbildungen aus Kunststein. Die Originale wurden zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen in das St.-Annen-Museum gebracht.
  • Die Dankwartsbrücke ist eine reine Fußgängerbrücke über die Trave im Malerwinkel. Wenige Meter südlich hat man im Malerwinkel Wikipedia Icon den wohl schönsten Aussichtspunkt auf Lübeck.
Parks
  • Der Stadtpark Wikipedia Icon ist eine herrliche Parkanlage inmitten alter Stadtvillen, direkt vor dem Burgtor an der Roeckstraße.
  • Der Drägerpark Wikipedia Icon an der Marlistraße, direkt an der Wakenitz mit fantastischem Blick auf die Altstadt, lädt Groß und Klein zur Erholung ein. Hier befinden sich auch ein großer Spielplatz und ein Freibad.
  • Die mittelalterlichen Wallanlagen Wikipedia Icon sind heute ein Park zwischen Holstentor und Dom. Die Freilichtbühne, ein Minigolfplatz, der Sportpark Buniamshof oder der Spielplatz Kaisertor sind beliebte Ziele für Familien mit Kindern. Bürger wie Gäste promenieren, spazieren oder joggen dort zu jeder Tageszeit.

Sleep

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Wikivoyage-Bearbeiter, 'Lübeck', Wikivoyage, Freie Reiseinformationen rund um die Welt, 18. April 2021, 12:38 UTC, https://de.wikivoyage.org/w/index.php?title=L%C3%BCbeck&oldid=1379267 Wikivoyage Icon [abgerufen am 18. Mai 2021]

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