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Aachen Old Town

Sehenswürdigkeiten

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Art der Sehenswürdigkeit

Historische(s) Gebäude

 

Name u. Anschrift

Aachen Old Town

DE-52062 Aachen

GEO-Koordinaten

50.776302 6.083865

Kommunikation

Aachen Rathaus
Aachen Rathaus
Aachen, Elisenbrunnen
Aachen, Elisenbrunnen
Aachen, Domkeller
Aachen, Domkeller
Aachen, Couven-Museum im Haus Monheim
Aachen, Couven-Museum im Haus Monheim

Aachen, eigentlich Bad Aachen (Öcher Platt: Oche, lateinisch Aquæ Granni), ist eine kreisfreie Stadt und Kurstadt. 1890 überschritt Aachen erstmals die Einwohnerzahl von 100.000 und ist seitdem die westlichste deutsche Großstadt. Die Stadt ist bekannt für ihre bis in die Jungsteinzeit zurückreichende Geschichte und ihr damit verbundenes kulturelles, archäologisches und architektonisches Erbe.

Der Dom Wikipedia Icon, das Wahrzeichen der Stadt Aachen, und der Domschatz wurden 1978 als erstes deutsches Kulturdenkmal und zweites Kulturdenkmal weltweit in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Aachen ist Bischofssitz. Mit der RWTH Wikipedia Icon verfügt Aachen über eine der größten und traditionsreichsten technischen Universitäten Europas. Für Verdienste um die Europäische Einigung verleiht das Karlspreisdirektorium jährlich den angesehenen Karlspreis zu Aachen Wikipedia Icon.

Sehenswürdigkeiten

Aachener Dom
Aachener Rathaus

Auf den Grundmauern der Palastaula der karolingischen Kaiserpfalz wurde im 14. Jahrhundert von der Aachener Bürgerschaft unter Leitung ihres amtierenden Bürgermeister Gerhard Chorus das gotische Rathaus erbaut. Nur der Granusturm Wikipedia Icon zeugt von der ursprünglichen Bebauung aus der Zeit Karls des Großen.

Im ersten Stockwerk befindet sich der Krönungsfestsaal. Fünf Fresken des Aachener Künstlers Alfred Rethel schmücken die Wände, sie zeigen legendäre Szenen aus dem Leben Karls des Großen. Weiterhin sind Kopien der Reichskleinodien (Reichsapfel, Reichskrone, Schwerter) und des Reichsevangeliars, einer Handschrift aus der Schule Karls des Großen, zu sehen.

Im Erdgeschoss zeugen reich ausgestattete Räume vom Glanz der freien Reichsstadt im 17. und 18. Jahrhundert, als das Rathaus zum barocken Stadtschloss umgebaut wurde.

An das Rathaus angelehnt sind kleinere Anbauten, die heute gemeinsam die Gaststätte Zum Postwagen bilden.

Im Zuge der Route Charlemagne wurden in den Jahren 2008 und 2009 fast alle Räumlichkeiten des Rathauses – wie etwa der Weiße Saal, der Ratssitzungssaal, der Krönungssaal, das Werkmeistergericht, der Friedenssaal und die Werkmeisterküche – der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine neue Dauerausstellung und der audiovisuelle Guide Aixplorer bieten die Möglichkeit, das Haus in seiner historischen Bedeutung zu erkunden.

Grashaus

Am Fischmarkt steht das sogenannte Grashaus, dessen Fassade vom ältesten Rathaus der Stadt stammt und auf das Jahr 1267 datiert wird, aber vermutlich auf noch älteren Grundmauern steht. Es diente nach dem Bau des neuen Rathauses (Fertigstellung 1349) erst als Gerichtsstätte, später aber auch als Gefängnis und Richtplatz. 1886 erhielt das Gebäude seine heutige Gestalt mit den drei Spitzbogenfenstern und wurde zum Stadtarchiv umgebaut. Bis 2011 war im Grashaus das Stadtarchiv untergebracht. Im Rahmen des Projekts Route Charlemagne wird das Grashaus das Thema Europa repräsentieren und unter anderem ein Europäisches Klassenzimmer beherbergen.

Haus Löwenstein

Das Haus Löwenstein Wikipedia Icon am Markt wurde etwa zur gleichen Zeit errichtet wie das Aachener Rathaus und vermutlich 1345 fertiggestellt. Es ist neben Dom und Rathaus eines der wenigen gotischen Bauwerke, die den großen Stadtbrand von 1656 überstanden.

Die ursprüngliche Nutzung des Hauses ist unbekannt. Die noch erhaltenen staufischen Kellergewölbe, die aus dem gleichen Stein und im gleichen Stil angefertigt wurden, wie im wenige Jahrzehnte älteren Haus Brüssel Wikipedia Icon direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite der Pontstraße Wikipedia Icon, deuten darauf hin, dass es sich um eine Gaststätte oder ein Weinhaus gehandelt haben könnte. Später diente es wohlhabenden Aachener Bürgern als Wohnhaus.

Heute wird das Haus Löwenstein unter anderem durch das Zentrale Karnevalsarchiv und -Museum des Ausschusses Aachener Karneval Wikipedia Icon genutzt.

In Haus Löwenstein befindet sich die Infostelle der Route Charlemagne. Im Rahmen dieses Projekts soll später hier die wirtschafts- und sozialhistorische Entwicklung Aachens behandelt werden.

Büchelpalais

Der Büchelpalais am Büchel 10 wurde um 1338 erbaut. Im Grafschaftsbuch aus dem Jahre 1460 wird es als „die Wollkuchen“ („Wollküche“) verzeichnet. Im Jahr 1685 wurde das Haus erstmals als Kornhaus aufgeführt und wurde bis 1752 als städtische Kornhalle genutzt. Das gesamte Anwesen sowohl der Wollküche als auch des Kornhauses war allerdings deutlich größer als das jetzige Gebäude. Im 19. Jahrhundert entstand auf dem Grundstück die Markthalle (bis 1857 Adresse Litera A.1165). Im Jahr 1855 wurde diese bestehende Halle vom Stadtbaumeister Friedrich Joseph Ark durch eine neue Markthalle ersetzt. 1857 erhielt das Haus die Hausnummer 10. Nach Durchbruch der Rethelstraße wurde die Halle im Jahr 1885 abgerissen und 1889 das jetzige Gebäude errichtet.

St. Michael

Die Kirche St. Michael ist das wichtigste Bauwerk einer Reihe von Bauten, welche die Jesuiten nach 1600 in Aachen im Rahmen ihres Collegiums errichteten. Die 1628 geweihte Kirche in der Jesuitenstraße wird stilistisch dem rheinischen Manierismus zugerechnet und hat eine prächtige Renaissance-Fassade aus Aachener Blaustein.

Elisenbrunnen

Am Friedrich-Wilhelm-Platz finden sich die Wandelhallen des Elisenbrunnens Wikipedia Icon. Der klassizistische Bau des Landesbauinspektors Johann Peter Cremer und des Berliner Baumeisters Karl Friedrich Schinkel wurde 1827 fertiggestellt und ist neben Rathaus und Dom eines der Wahrzeichen der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg vollständig am 14. Juli 1943 zerstört, wurde er 1953 originalgetreu wieder aufgebaut. Die alten, ursprünglichen Säulen sollen lange Zeit am Lousberg Wikipedia Icon gelagert haben und zieren heute das Außengelände der Carolus Thermen Wikipedia Icon.

Der Elisenbrunnen besteht aus einer offenen Wandelhalle mit Säulenvorbau und jeweils einem Pavillon links und rechts mit mehreren Räumlichkeiten. Aus zwei Trinkbrunnen fließt das warme, stark schwefelhaltige Thermalwasser Wikipedia Icon der Kaiserquelle (52 °C).

Mittelalterliche Stadtbefestigung

Von der aus zwei Mauerringen und zahlreichen Türmen bestehenden Stadtbefestigung zeugen noch heute zahlreiche Überbleibsel. Von den ehemals 11 mächtigen Stadttoren sind zwei erhalten geblieben:

Das Ponttor Wikipedia Icon am Ende der Pontstraße ist eine der wenigen noch erhaltenen mittelalterlichen Doppeltoranlagen des Rheinlands. Gebaut wurde es in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Teil des äußeren Mauerrings.

Aus dem Jahr 1257 stammt das am Ende der Franzstraße stehende Marschiertor Wikipedia Icon, es gehört zu den größten noch erhaltenen Stadttoren Westeuropas. Heute ist das große Stadttor in der Obhut der Stadtgarde Oecher Penn Wikipedia Icon und wurde in den 1960er Jahren aufwändig restauriert.

Weitere erhaltene Bauwerke der alten Stadtbefestigung sind die Marienburg Wikipedia Icon an der Ludwigsallee, der Lange Turm Wikipedia Icon an der Turmstraße, der Lavenstein Wikipedia Icon am Boxgraben, das Pfaffentürmchen Wikipedia Icon in Nähe des Westparks, ein Teil des Adalbertstors Wikipedia Icon am Kaiserplatz sowie Reste der alten Stadtmauer an der Pontstraße.

Weitere sehenswerte Bauwerke

In der Jakobstraße steht das Haus zum Horn Wikipedia Icon, ein denkmalgeschütztes Wohnhaus. Aachens höchste Kirche ist mit 87 Metern die katholische Kirche St. Jakob Wikipedia Icon am Jakobsplatz. Mit dem Bau dieser Kirche wurde 1881 begonnen. 1886 wurde die Kirche, die zum Teil aus Steinen der alten Stadtmauer errichtet wurde, vollendet und geweiht. Ihr Turm wurde erst nach dem Abriss der alten Jakobskirche fertiggestellt. Am Umgang des Turmes in etwa 80 Metern Höhe befinden sich die sogenannten Hubertusleuchten. Am Hubertusfest (3. November) sowie an Weihnachten und Ostern sieht man den bunten Lichterkranz über die ganze Stadt aufleuchten.

Weitere denkmalgeschützte Bauwerke in Aachen sind unter anderem das Haus Monheim Wikipedia Icon, der Granusturm Wikipedia Icon, das Haus Goldene Rose Wikipedia Icon, der Domkeller Wikipedia Icon und das Alte Kurhaus Wikipedia Icon.

Museen
  • Aachener Domschatzkammer. +49 241 477091 40. Wikipedia Icon. Sie gilt als die bedeutendste Sammlung kirchlicher Kunstschätze nördlich der Alpen. So beherbergt sie u.a. das Lotharkreuz und die Karlsbüste Geöffnet: ab 10 Uhr, Schließung je nach Tag und Jahreszeit. Preis: 5 €, ermäßigt 4 €, Familie 10 €.
  • Couven-Museum, Hühnermarkt 17. +49 241 4324421. Wikipedia Icon. Möbel aus dem 18. und 19.Jahrhundert, Öffnungszeiten: 12- 18 Uhr. Öffentliche Führung: Sonntags 11.15 Uhr Geöffnet: Di–So 10:00–17:00. Preis: Eintritt für Erw. 6 €.
  • Ludwig Forum für Internationale Kunst, Jülicher Straße 97–109. +49 241 18071 04. Wikipedia Icon. Geöffnet: Di–Mi 10:00–17:00; Do 10:00–20:00; Fr–So 10:00–17:00; geschlossen: Feiertag.
  • Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstraße 18. +49 241 4798 00. Wikipedia Icon. Herausragende Kunstwerke von der Antike bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts
  • Zeitungsmuseum, Pontstr. 13. +49 241 4324508. Wikipedia Icon. Geöffnet: Öffnungszeiten: Di-Fr. 9.30-17.00 Uhr, Sa- Mo geschlossen. Preis: Der Eintritt ist frei.
  • Centre Charlemagne, Katschof 1. +49 241 43249 31. Wikipedia Icon. Geöffnet: Di–So 10:00–18:00. Preis: 6 €, 3 € (Schüler, Studierende, Auszubildende).
  • Grashaus (Teil der Route Charlemagne), Fischmarkt 3, 52062 Aachen. +49 241 43249 56. Wikipedia Icon. Preis: Eintritt 2 € nur in gebuchten Gruppen oder Führungen. letzte Änderung: Okt. 2020

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Text(e) übernommen von:

übernommen / bearbeitet am

06.04.2015 - 22.05.2021

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biroto-Redaktion

Erstellt am 06.04.2015,

zuletzt geändert von »biroto-Redaktion« am 22.05.2021